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Neabot NoMo Saugroboter Testbericht

Getestet von Philip Hauck am
Vorteile
  • starke Saugleistung
  • übersichtliche App
  • einfache Einrichtung
  • ausgereifte Navigation
Nachteile
  • Absaugstation irre laut
  • keine Wischfunktion
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Wer Chinahandys.net regelmäßig durchstöbert, findet praktische aber auch skurrile Gadgets. Beim Neabot NoMO Saugroboter ist noch nicht ganz klar, in welche Kategorie er fallen soll. Der Saugroboter ist für rund 500 Euro erhältlich und macht durch ein besonderes Extra auf sich aufmerksam: eine Ladestation, die den vom Robo eingesammelten Staub in einen Beutel absaugt. Ob das die Erfindung des Jahres oder doch nur ein sinnloses Gimmick ist, soll der Test zeigen.

Lieferumfang des Neabot NoMo

Der Neabot kommt in einem großen Paket daher. Alles ist sicher und solide verpackt, im Lieferumfang sind enthalten:

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  • Neabot Saugroboter
  • Absaugstation mit Schuko-Stecker (der passt bei euch!)
  • Fernbedienung inkl. Batterien (AAA)
  • Zahlreiche Ersatzteile: 6 Staubsaugerbeutel, zwei Bürsten, ein Filter
  • Anleitung

Design und Verarbeitung

Der Neabot ist schlicht und unauffällig gehalten. Das Design spricht die gleiche Sprache wie das der gängigen, etablierten Modelle am Markt (Roborock, Qihoo). Der Saugroboter ist gut verarbeitet und wirkt robust. Der Laser-Abstandssensor sitzt unter dem alufarbenen Käppchen. Inklusive Sensor misst der Neabot rund 35 x 35 x 10 cm.

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Auf der Oberseite sind außerdem drei Tasten eingelassen, die eine rudimentäre Bedienung ermöglichen: Start/Stopp, Bereichsreinigung (Drop an Clean) und Laden. Die Absaugstation besitzt Gumminoppen an der Unterseite, wodurch sie stabil auf dem Boden steht, auch ihr Eigengewicht trägt gut dazu bei, dass sie an Ort und Stelle bleibt.

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Steuerung via Fernbedienung und App

So eine Fernbedienung kann Gold wert sein: Wenn das Handy gerade nicht zur Hand oder das WLAN down ist, lassen sich alle wichtigen Funktionen intuitiv mit der Remote steuern: Starten/Stoppen, Laden, Absaugen, Saugleistung und sogar Fernsteuern mittels der Pfeiltasten. Das funktioniert ohne Einschränkungen gut und qualifiziert den Neabot NoMo damit sogar zu einem Saugroboter, der Tante Käthe ohne Smartphone gefallen könnte.

Die App “Neabot Home” bietet freilich deutlich mehr Optionen für das Finetuning. Die erste Einrichtung von App und Saugroboter war kinderleicht und lief fast problemlos. Wichtig: Der Neabot braucht ein 2,4 GHz-Netzwerk. Smartphone und Saugrobter/Ladestation müssen zudem bei der Einrichtung nahe beieinander liegen.

Auf Deutsch wird man Schritt für Schritt durch die Installation geführt. Vom Startbildschirm bis in alle Untermenüs gilt: Alles ist erfreulich einfach und übersichtlich gehalten. Im Vergleich zu manch anderer Saugroboter-App haben die Entwickler sich auf das Wesentliche beschränkt, davon profitieren Übersicht und Bedienbarkeit enorm.

Screenshot 20201005 084736 com.ldrobot.tyneabothome Screenshot 20201011 132131 com.ldrobot.tyneabothomeScreenshot 20201012 143457 com.ldrobot.tyneabothome

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Status (Batterie, gereinigter Bereich, Reinigungszeit)
  • Zonenreinigung und verbotene Bereiche
  • Zeitpläne erstellen
  • Sprache einstellen
  • Saugleistung
  • Frequenz der Mülleimer-Entleerung
  • Saugroboter lokalisieren

Screenshot 20201005 112423 com.amazon.dee .app Eine weitere, sehr praktische Möglichkeit den Roboter zu starten und zu stoppen, ist die Einbindung ins Smart Home: Sowohl mittels Alexa und Google lässt sich der Neabot NoMo rudimentär steuern. Über Google geht es wie gewohnt einfach, mittels Alexa muss man Umwege gehen.

Hilfreich ist dieses Video, im Grunde ist aber folgendes zu tun: In die Alexa App gehen, den Skill “Tuya Smart” aktivieren, mit den Neabot-Zugangsdaten einloggen und danach in der Alexa App “sonstige Geräte” suchen. Der Saugroboter wird gefunden und ihm kann ein Name gegeben werden. “Alexa, starte SAUGROBTERNAME” und “Stopp SAUGROBOTERNAME” steuern ihn dann.

 

Saugleistung und Navigation

Egal, ob man den Neabot NoMo Saugroboter mittels Startknopf, Fernbedienung, App oder Sprachbefehl startet: Sofort zockelt der kleine NoMO los. Dank Laser-Distanzsensor scannt er permanent seine Umgebung und erstellt eine virtuelle Karte. In der App lässt sich so seine Route nachverfolgen, zu Hause und von unterwegs. Zunächst fährt er gegen den Uhrzeigersinn die Wände ab, dann zieht er seine Bahnen durch den Raum.

Neabot 7 von 14Der Neabot darf auf ein ganzes Arsenal an Sensoren zurückgreifen, um unbeschadet durch sein Revier zu navigieren und die Möbel auch unbeschadet zurückzulassen. Rundum, quasi wie ein Schwimmreif, dazu optische Sensoren an den Flanken, der Front und der Unterseite. Problemlos überwindet er Teppichkanten oder Türschwellen (locker bis zu zwei Zentimetern). Wie bei allen Saugrobos gilt: Die Bürsten mögen keine Puppenköpfe, Haargummis und lose Kabel.

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Die Saugleistung kann sich sehen lassen, der NoMo erledigt zuverlässig seinen Job. Dank der zwei Bürsten an der Front und einer langen Bürste unterhalb der Saugkammer, die auch noch beweglich gelagert ist und somit auch gut auf “unebenem” Terrain den Dreck einsammelt.

Screenshot 20201005 111130 com.ldrobot.tyneabothomeDie Saugleistung lässt sich bis auf 2600 pa schrauben – das reicht selbst für ein Krümelmassaker auf dem Flokati. Selbst auf höchster Stufe ist die Lautstärke erträglich, man könnte sich noch im gleichen Raum unterhalten. Anders sieht es aus, wenn die Absaug-Station loslegt. Man könnte meinen, ein Spaceshuttle hebt ab. Mit seinem 5200 mAh-Akku schafft der Saugroboter locker eine 100 qm-Bude, ehe er neuen Saft braucht.

Eine Wischfunktion hat er übrigens nicht. Das ist schade für die, die gerne eine hätten. Zumal bei einem Preis von 500 Euro zumindest die Option gegeben sein sollte. Aber nüchtern betrachtet sind die Wischfunktionen meist wenig effektiv und damit auch verzichtbar.

Absaugstation des Neabot NoMo

Neabot 12 von 14Nicht jeder weiß, dass es Absaugstationen schon eine Weile am Markt gibt. Eine Weltneuheit sind sie also nicht. Ob sie die Welt wirklich braucht, ist wiederum eine ganz andere Frage. Denn: Der 400 ml große Staubbehälter des Roboters lässt sich schnell und einfach in den Haushalts-Mülleimer kippen. Natürlich müsste das häufiger erfolgen (ca. einmal pro Woche), aber wirklich aufwendig ist das nicht.

Im Turm der Absaugstation befindet sich ein klassischer Staubsaugerbeutel (2.8 l). Darunter, unsichtbar verbaut, liegt der Motor, der für das absurd laute Absauggeräusch zuständig ist.

Der Absaugvorgang funktioniert ganz simpel: Je nach eingestelltem Intervall fährt der Saugroboter mit seinem Hinterteil in die Station, das Getöse beginnt und über einen mit einer Klappe gesicherten Schlitz wird der Schmutz aus dem Roboter gesaugt. Wenn der Lärm abgeklungen ist, dreht sich der Roboter um 180 Grad und bugsiert seine Ladekontakte auf die der (Lade)Station.

IMG 20201012 074307Meistens funktioniert das Absaugen gut. Es gibt aber auch Ausreißer: Sind z.B. viele Haare im Staubfach des Roboters, kombiniert mit Staubmäusen, dann kann es schon passieren, dass es zu einem Missgeschick kommt, siehe Bild. Die gute Nachricht: Man muss die Station nicht nutzen, die Funktion lässt sich in der App deaktivieren. Aktuell kosten drei Saugbeutel 10 Euro auf Amazon. Faustformel: Alle zwei Monate braucht man einen neuen.

Testergebnis

Getestet von
Philip Hauck

Wer unbedingt einen Saugroboter braucht, den er nur alle ein bis zwei Monate entleeren muss, ist mit dem Neabot NoMo hervorragend bedient. Allerdings sollte man direkt einen Gehörschutz dazu bestellen.

Allen anderen sei gesagt: Für 500 Euro gibt es auch die Topmodelle zu kaufen, ohne Absaugstation. Oder zwei Mittelklassemodelle.

Bis auf die Lautstärke der Absaugstation und den damit verbundenen hohen Preis gibt es nichts zu kritisieren am NoMo. Er ist einfach zu bedienen, hat eine starke Saugleistung und lässt sich sogar mittels Alexa oder Google steuern.

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Daz Khan
Gast
Daz Khan (@guest_69427)
5 Tage her

Crowdfunding? Äh, was für ein Betrug. Das Teil habe ich daheim, ist von Lenovo und heißt T1 Pro, ist zudem baugleich mit dem Proscenic M7 Pro und wird wohl auch noch unter anderen Labels verkauft. Es ist also ein generisches China-Produkt, wo klitzekleine optische Änderungen und ein anderer Name gleich ein “anderes” Gerät darstellen sollen. Übrigens, die kleinen Haken im hinteren Bereich unter dem Staubbehälter sind die Haltehaken für den Wischtank. Denn, oha, das Teil hat eine Wischfunktion. Klickt den Tank vom Lenovo oder Proscenic dran und er wird tönen: Change into Mobbing mode. Darauf wette ich! Es gibt marginale… Weiterlesen »

Joschbo
Autor
Team
Joscha (@joschbo)
4 Tage her
Antwort an  Daz Khan

Hallo Daz Khan! Erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen und fundierten Kommentar. Wir sind natürlich immer dankbar für gutes Feedback.
Wir haben aufgrund deiner Privatnachricht eben bemerkt, dass der Kommentar im Papierkorb gelandet war. Warum dies so ist, wissen wir leider auch nicht. Jedenfalls war es keine Absicht und wir hoffen, dass du uns das nicht krumm nimmst. Liebe Grüße

Daz Khan
Gast
Daz Khan (@guest_69465)
4 Tage her
Antwort an  Joscha

Ich bin nicht nachtragend. Jedenfalls nicht immer. 😉

Christian Mayer
Gast
Christian Mayer (@guest_69425)
5 Tage her

Also eine Absaugstation gibt es bei Roborock, iRobot und Ecovac. Alle Drei sind bekannte Marken und die Absaugstation sind zumindest bei 2 schon länger verfügbar. Bei Ecovac gib es seit Mitte des Jahres für den T8 (Aivi) eine Station.

Daz Khan
Gast
Daz Khan (@guest_69464)
4 Tage her
Antwort an  Christian Mayer

Hallo Christian,

welcher Roborock hat eine Absaugstation? Der wäre für mich dann grundsätzlich ein Kandidat. Aber mir ist kein Roborock mit Absaugstation bekannt und im Netz finde ich dazu auch keine Informationen. Kannst Du bitte eine Quelle dafür nennen?