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Zendure Superbase Pro 1500 – Powerstation vorgestellt

Interessierte Leser wissen, dass wir vor kurzem die Zendure Superbase Pro 2000 im Test hatten. Der in Amerika bekannte Hersteller versucht mit hochwertigen Powerstations in eleganter Optik die Konkurrenz auszustechen. Dazu gehört auch die Superbase Pro 1500.
Handelt es sich hierbei nur um den kleinen Bruder der Superbase 2000 oder steckt mehr dahinter? Im folgenden Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Eigenschaften der Zendure SuperBase Pro 1500.

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Die Powerstation richtet sich an Leute, die möglichst mobil sein wollen. Auf den ersten Blick denkt man eher an einen kleinen Notstromgenerator als an eine Powerstation. Schaut man aber genauer hin, so werden die vielen sinnvollen Features sichtbar. Zu den Highlights zählen auf jeden Fall der ausziehbare Griff und die Räder. Somit wird aus die Powerstation im Handumdrehen ein Rollkoffer, wie man ihn aus dem Urlaub kennt. Bei einem Gewicht von knapp 19 Kilogramm handelt es sich hierbei um kein Leichtgewicht, was aber der verwendeten Akkutechnik und der Kapazität von 1,44kWh geschuldet ist. Die Abmessungen von 44,6 x 27,6 x 35,2cm kann man durchaus noch als kompakt bezeichnen.

Display und Anschlüsse

draußen

Auf der Front sticht sofort das große 6,1-Zoll-Display ins Auge, über das die wichtigsten Parameter der Powerstation abgelesen werden können. Zudem spendiert Zendure der Powerstation auch eine App, um alle Funktionen aus der Ferne steuern zu können. In unserem Test hat die App gut funktioniert, war allerdings nicht ganz so intuitiv und funktionsreich wie die EcoFlow-App. Anschlussseitig wirbt der Hersteller mit beachtlichen 12 Ausgabe Ports, die sich wie folgt aufteilen.

  • 4 x AC Anschlüsse für normale Haushaltsgeräte mit max. 2000W
  • 2 x USB-C PowerDelivery mit bis zu 100W
  • 2 x USB-C PowerDelivery mit bis zu 20W
  • 1 x Zigarettenanzünder mit 13,6V/10A Max
  • 3 x DC5521 mit bis zu 13.6V/10A (5,5mm Hohlstecker)

Auffällig ist definitiv, dass Zendure komplett auf USB-A Anschlüsse verzichtet. Das wird für viele Nutzer ein klarer Nachteil sein, da sich noch unzählige USB-A Kabel in den Haushalten tummeln.

Technische Daten der Zendure Superbase Pro 1500

Die Powerstation bietet eine Kapazität von 1440Wh bei einem Gewicht von 18,8Kg. Sie kann konstant 2000W Leistung abgeben und kann fast jedes Haushaltsgerät bedienen. Vom Haar-Föhn, über den Wäschetrockner bis zur Waschmaschine kann alles versorgt werden. Lediglich bei sehr leistungsstarken Verbrauchern wie einem Elektro-Ofen oder Grill könnte es knapp werden. Wenn selbst diese Power nicht ausreicht, bietet der Hersteller den sogenannten Ampup Modus, um Geräte mit bis zu 3000W versorgen zu können.

Bei dieser Technologie reduziert der Hersteller die Spannung des angeschlossenen Gerätes (anstatt 220V z.b. nur 200V) und erhöht dafür den Ausgangsstrom. Damit können Geräte versorgt werden, die einen extrem hohen Anlaufstrom benötigen. Dies sind etwa Gartenpumpen, Klimaanlagen, Kühltruhen oder Kreissägen.

USV Modus

Eine Besonderheit dieser Powerstation soll natürlich nicht unerwähnt bleiben. Die Station bietet einen sogenannten USV Modus. Dieser Begriff stammt eigentlich aus dem IT-Bereich und beschreibt eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Die Powerstation fungiert praktisch als Puffer zwischen eurem Hausnetz und dem Elektrogerät. Kommt es zu einem Stromausfall, so greift die Powerstation blitzschnell ein und versorgt euer angeschlossenes Elektrogerät problemlos weiter, ohne dass ihr eingreifen müsst. Sobald die Stromversorgung im Haus wieder hergestellt ist, wird die Powerstation wieder geladen und das Gerät normal durch das Hausnetz versorgt.

Akkutechnik der Zendure Superbase Pro 1500

Während Zendure bei der Superbase 2000 auf NCM Akkus setzt, greift der Hersteller bei der Superbase 1500 in die Vollen und spendiert der Powerstation LiFePo4 Akkus, die bis zu 3000 Ladezyklen mit einer Restkapazität von 80 Prozent überstehen sollen. NCM Akkus haben üblicherweise bereits nach 800 Ladezyklen eine Restkapazität von 80 Prozent, während LiFePo4 Zellen 2000 Zyklen durchhalten sollen.

Zendure gibt allerdings für NCM Zellen 1500 und für LiFePo4 3000 Zyklen an, bis eine Restkapazität von 80 Prozent erreicht ist. Mit welchem Trick Zendure hier arbeitet oder ob die Angaben eventuell etwas geschönt sind, können wir nicht beurteilen. Wir raten auf jeden Fall zu Skepsis bei solchen Angaben. Der Käufer sollte seine Entscheidung besser anhand der Akkutechnik fällen, als anhand der Zyklen-Angaben des Herstellers. Mit ihren LFP-Akkus hat die Zendure SuperBase Pro 1500 hier jedenfalls einen gewichtigen Vorteil gegenüber der SuperBase Pro 2000.

Die Lithium Eisen Phosphat Akkus (LiFePo4) bieten aber auch noch weitere Vorteile. Sie können selbst bei tiefen Temperaturen problemlos entladen werden und sind selbst bei mechanischen Beschädigungen wenig anfällig für Akkubrände oder gar Explosionen. Wer also generell vorsichtiger ist, sollte definitiv auf diese Akkutechnik setzen. Aber auch die Nachteile der LiFePo4 Zellen sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Dieser Akkutyp hat gegenüber NCM eine geringe Energiedichte. Das bedeutet, dass eine Powerstation mit gleicher Kapazität mit LiFePo4 Akkus größer und schwerer als mit NCM Akkus ist. Leider sind LiFePo4 Akkus auch teurer in der Herstellung, was sich im Produktpreis widerspiegelt.

Zendure Superbase1500 Akkutechnik

Ladeleistung

Die Powerstation kann mit bis zu maximal 1800W aufgeladen werden. Sowohl über Solar, Notstromgenerator als auch über die Haushaltssteckdose kann diese Ladeleistung zugeführt werden. Der Hersteller verspricht, dass somit 75% der Akkukapazität in einer Stunde wieder aufgeladen werden können. Für die restlichen 25% wird dann nochmals etwa 1 Stunde benötigt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Ladeleistung bei annäherndem Erreichen der Ladeschlussspannung stark abnimmt. Dies dient dazu, die Akkuzellen zu schonen und vorzeitigem Verschleiß entgegenzuwirken. Eine Ladung über den Zigarettenanzünder im Auto dauert mit 19 Stunden sehr lange. Das ist aber eher der Stromlieferfähigkeit des Zigarettenanzünders geschuldet und kann nicht dem Hersteller angelastet werden.

Zendure SuperBase Pro 2000 Input 3

Wie auch beim großen Bruder (Superbase 2000) kann die Powerstation über Solar mittels MC4 auf Kaltgeräte-Stecker mit bis zu 1800W (60-160V), als auch über XT60 Stecker mit maximal 600W (12-60V) aufgeladen werden. Die Zendure Powerstation kann also eine sehr hohe Eingangsleistung über Solar verarbeiten. Für Besitzer eines größeren Solarpanels ist das ein enormer Vorteil gegenüber den Modellen von Bluetti und EcoFlow.

Einschätzung der Redaktion

Die Zendure Superbase Pro 1500 kann direkt bei Zendure für 1999 Euro bestellt werden. Für die Powerstation sprechen die verwendete Akkutechnik, der USV Modus und die angemessenen Ergebnisse der bereits getesteten Zendure Superbase Pro 2000. Im Vergleich mit der SuperBase Pro 2000 bekommt man bei der kleineren Version zwar weniger Kapazität, dafür aber eine längere Haltbarkeit und eine erhöhte Produktsicherheit in Bezug auf Brände. Was für euch hier wichtig ist, müsst Ihr selbst entscheiden.

Wirft man allerdings einen Blick zur Konkurrenz von Bluetti und EcoFlow, so wird die Auswahl schon schwer. Das interessante Kofferdesign könnte für einige ein Pluspunkt sein, weil der Transport weniger Kraft benötigt. Zudem ist die hohe Eingangsleistung über Solar ein Vorteil, den man so bei anderen Herstellern nicht findet. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die EcoFlow Delta Max als Alternative.

Quellen

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