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Laifen Swift Föhn im Test – die Alternative zum Dyson Supersonic?

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • leicht & gut verarbeitet
  • gutes Hitzemanagement
  • schickes Design
  • Aufsätze magnetisch
  • nutzt negative Ionen
  • vergleichsweise leise
Nachteile
  • teuer für einen Föhn?
  • wenig Accessoires in der Standard-Version
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Wer kennt das nicht? Man steigt aus dem Pool, wirft die Mähne nach hinten, die Sonne glitzert in tausend Farben auf den Wassertropfen, zwei, dreimal wirbelt man sein Haar umher, dann ist es auch schon trocken und sitzt perfekt! Nun, für all jene, die ihre Haare so nicht trocken bekommen, gibt es den Föhn. Beim Marktführer des Staubsaugermarkts Dyson gibt es allerdings auch Haartrockner für fast 400€. Bei ähnlicher Ausstattung soll der Laifen Swift Föhn nur einen Bruchteil kosten. Wir prüfen im Test, ob der Föhn hält, was er verspricht!

Vorwort

LeiFen Swift Test 9

Für diesen Test bedurfte es langhaariger Unterstützung. Ich föhne mir fast nie die Haare und wenn, dann tuts meistens auch der 15€ Föhn aus dem Discounter. Laifen ist ein junges Unternehmen, das erst 2019 gegründet wurde und noch nicht viele Produkte im Angebot hat. So kommt es auch, dass der Laifen Swift zunächst über Indiegogo finanziert wurde. Mit 652 Vorbestellern nahm man 67.342 Euro ein. Mittlerweile könnt ihr den Laifen Swift für 167€ direkt beim Hersteller aus dem EU-Lager bestellen (Zur Laifen Webseite). Des Weiteren haben wir gleich noch einen günstigeren Konkurrenten zum Vergleich im Test, den Xiaomi Soocas H5. Dieser soll auf ähnliche Features setzen und dient als günstigerer Alternative zu dem mit 150€ bepreisten Laifen Swift und den 400€ teuren Dyson Supersonic.

Model Laifen Swift Dyson Supersonic Xiaomi Soocas H5
Motor (RPM) 110.000 110.000 20.000
Leistung (W) 1600 1600 1800
Luftstrom (m/s) 22 20 7,4
Besonderheit 200 Millionen negative Ionen / alternierende Temperatur /Aufsätze magnetisch Negative Ionen / Aufsätze magnetisch 30 Millionen negative Ionen / alternierende Temperatur / Aufsätze gesteckt
Lautstärke (dB) 59 77 76
Temperaturregelung 3 Stufen (80 °C, 50 °C, 20 °C) 4 Stufen (100 °C, 80 °C, 60 °C, 28 °C) 2 Stufen (57 °C, 23 °C)
Geschwindigkeitsregelung 2 Stufen 3 Stufen nein
Gewicht (g) 547 659 525
Größe (H x L x B cm) 27,7 x 8,9 x 7 28,8 x 9,7 x 7,8 24,3 x 13,8 x 7,5
Zubehör Ein Styling Aufsatz (Swift) / Drei Styling Aufsätze (Swift Special) Fünf Styling Aufsätze / Rutschfeste Matte Zwei Styling Aufsätze / Reisebeutel / Rutschfeste Matte
Preis (€) 150 400 60

Hardwaredaten sind nicht alles und vollmundige Aussagen wie „200 Millionen negative Ionen“ oder „Luftstrom mit 22 m/s“ sind schwer nachzuprüfen. Daher wird die folgende Einschätzung eher subjektiver Art sein. Der Dyson Supersonic stand nicht direkt für den Test zur Verfügung.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

LeiFen Swift Test 4

Kommen wir nun zunächst zum Design, denn das spielt bei diesen Preisen durchaus eine wichtige Rolle. Grundsätzlich orientiert sich Laifen sehr stark am Dyson Design, quetscht die Technik aber in ein etwas kleineres Gehäuse (277 x 89 x 70 mm). Auffallend ist direkt die Öffnung des Föhns. Während bei Dyson, recht typisch, durch den Föhn hindurchgesehen werden kann, ist die Rückseite bei Laifen verschlossen. Die Technik scheint also nicht 100 % identisch zu sein.

Beide Firmen platzieren den Motor im Griff, nicht mehr im Kopf des Haartrockners, wodurch sich der Schwerpunkt unmittelbar in der Hand befindet und das Ganze etwas schmaler konstruiert werden kann.

Am unteren Ende des Griffs wird nicht nur das Kabel auf dem Haartrockner geführt, hier befindet sich auch die Luftansaugung. Da eine Ansaugung auch immer verstopfen kann, ist es möglich, die Schutzkappe zu entfernen und den darunter liegenden Filter freizulegen. Diesen sollte man dann auch gelegentlich reinigen. Wasser ist hierbei erlaubt, solange man den Föhn nicht verkehrt herum hält.

Die Steuerung für den Laifen Swift befindet sich auf der Außenseite des Griffs. Bedient werden zwei Buttons, einer zum Drücken und einer zum Schieben. Letztgenannter dient als Power-Button, gleichzeitig lässt sich darüber die Geschwindigkeit in zwei Stufen regeln. Am klassischen Knopf hingegen lässt sich die Temperatur ändern. Drei Stufen, 80, 50, und 20°C, beziehungsweise Raumtemperatur sind möglich. Hält man den Knopf zwei Sekunden gedrückt, aktiviert man den Modus für die alternierende Temperatur. In diesem Modus wechseln sich die heißeste und die kälteste Stufe durchgehend ab.

Ein nettes Gimmick ist übrigens der LED-Ring, der auf der Rückseite des Föhns angebracht ist. Dieser zeigt in drei Farben (Rot, Orange, Blau) an, welche Temperatur gerade ausgewählt ist. Er pulsiert zwischen den Farben, wenn der Wechselmodus ausgewählt wurde. Dazu gehört auch, dass alle drei Haartrockner eine Technik verbaut haben, welche die anliegende Temperatur abgleicht und bei Bedarf korrigiert. So sollen Verbrennungen der Haare oder Kopfhaut vermieden werden, auch wenn man mal näher ran geht.

In der Swift Special-Version liegen drei Stylingaufsätze bei, in der normalen Swift-Version, die wir im Test hatten, lag leider nur die Düse zum Glätten bei. Alle Aufsätze werden, wie bei Dyson auch, magnetisch befestigt. Das Ganze hält bomben fest.

Auch die Verarbeitung ist astrein. Zwar besteht der überwiegende Teil des Gehäuses aus Kunststoff, aber das ist auch beim 400 € teuren Premium-Modell der Fall. Nichts wackelt, alles wirkt massiv und durchdacht. Keine Spaltmaße und für das Kabel (180 cm) kommt sogar ein üppiger Knickschutz zum Einsatz. Laifen bietet den Swift und Swift Special in vier Farben an. „Silver Blue“, „Pearl White“, „Ruby Red“ und „Matt Black“.

Handhabung und Leistung des Laifen Swift

LeiFen Swift Test DataIn Größe und Gewicht nehmen sich die Haartrockner nicht viel, doch schafft Laifen durchaus den Spagat zwischen leichtestem Modell (547g) und einer angenehmen Größe, die sich auch gut verstauen lässt. Der Griff hat eine angenehme Breite und liegt gut in der Hand. Gut erreichbar sind auch die Knöpfe. Dies trifft ebenso auf die Konkurrenz zu.

Einen ersten großen Unterschied kann man jedoch in der Lautstärke ausmachen. Die Angaben in dB die es zu dem Dyson, dem Soocas und dem Laifen gibt sind je nach Quelle etwas unterschiedlich, aber subjektiv ist der Laifen am leisesten. Besonders der H5 fällt durch eine wesentlich tiefere und wiederum klassischere Geräuschkulisse auf. Ganz so, wie man das auch von den herkömmlichen Haartrocknern kennt.

Beim Laifen Swift ist fast ausschließlich der Luftstrom zu hören. Dieser fällt viele Tonebenen höher aus, was wiederum in der Wahrnehmung leiser wirkt. Bei geschlossener Badezimmertür kann man den Soocas H5 noch deutlich hören, während der Laifen gut gedämpft wird.

Trotz sehr unterschiedlicher Leistungsangaben ist der Luftstrom des Soocas H5 ähnlich zu dem des Laifen Swift. Obwohl letzterer eindeutig mehr Leistung auffährt. Wiederum subjektiv wurde der Luftstrom des Laifen aber als angenehmer und zielgerichteter empfunden. Zudem kann man den Laifen Swift in zwei Stufen regeln und damit den Druck auch etwas reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt unsere Testkandidatin auch dann, wenn es an das eigentliche Trocknen der Haare geht.

Der Swift ermöglicht durch die Abflachung des Luftzugs ein etwas schonenderes Föhnen. Dreht man auf, nehmen sich die beiden Kontrahenten wenig, obwohl der Laifen angeblich 22 m/s erreicht, während der H5 nur 7,4 schafft. Einen Unterschied der Leistung durch die Menge der negativen Ionen, ist schwer auszumachen. Allgemein waren die Haare, im Vergleich zu einem normalen Föhn, tatsächlich weniger elektrostatisch aufgeladen.

Pluspunkte für den Laifen gibt es in Sachen Hitzeentwicklung. Zwar wird auch das Gehäuse des Swift sehr warm, bleibt aber durchgehend unter der Temperatur des H5 und kühlt zudem auch deutlich schneller ab. Es besteht also weniger Verbrennungsgefahr. Dafür muss man dem Xiaomi Soocas H5 zugutehalten, dass er zumindest in der Van Gogh Edition optisch deutlich mehr hermacht.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Ein Föhn bleibt wohl doch nur ein Föhn. Trotz sich teilweise deutlich unterscheidenden Hardwaredaten, fallen die Unterschiede in der Leistung nicht gravierend für das eine oder andere Gerät aus.

Die Haartrockner erfüllen alle ihren Zweck. Man kann aber in den Details ein paar Punkte festmachen, die die neue Generation bevorteilt. So ist die Hitzeentwicklung an der Außenseite bei Dyson und Laifen deutlich geringer. Gleiches gilt für den Lautstärkepegel. Tendenziell werden die Haartrockner mit Motor im Griff kleiner gebaut und durch verschiedene Modi lässt sich das Haar im eigenen Wohlfühlbereich trocknen. Die negative Ionisierung hilft gegenüber einem normalen Föhn, dem Haar Herr zu werden. Im Vergleich macht die Menge an negativen Ionen aber keinen großen Unterschied. Bleibt noch der Preis.

In dem Fall würde Xiaomi mit dem Soocas H5 gewinnen. Allerdings gab es doch ein paar Punkte, in denen der Laifen Swift besser abgeschnitten hat. Wer daher häufig zum Föhn greift, wird die Mehrkosten vermutlich gerne investieren. Mit dem Laifen Swift gibt es die ähnliche Technik des Dyson Supersonic zu einem deutlich günstigeren Preis.

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Chipo
Gast
Chipo (@guest_88145)
28 Tage her

Auch dir sei gesagt das “Fön” ein geschützter Name der Firma AEG ist alles andere sind und bleiben Haartrockner

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
28 Tage her
Antwort an  Chipo

Danke für den Hinweis, aber das ist ja auch ein “Föhn” 😉.

Beste Grüße

Jonas

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