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Ugreen Revodok im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • DisplayLink: 2 Monitore für Mac M1 Geräte
  • sehr gute Verarbeitung
  • gute Auswahl an Anschlüssen
  • PowerDelivery Passthrough
Nachteile
  • kein Netzteil im Lieferumfang
  • teuer
  • DisplayLink hat Nachteile
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Bei der Ugreen Revodok Docking-Station handelt es sich um einen USB-C Hub mit DisplayLink. Diese Technik ermöglicht es, Laptops und PCs, deren Bildausgabe auf 1-2 Monitore begrenzt ist, mit mehreren externen Monitoren zu betreiben. Im folgenden Testbericht schauen wir uns an, wie gut das Gerät in der Praxis funktioniert.

Design & Anschlüsse

Das Ugreen Revodok wiegt 362 Gramm und ist damit überraschend schwer. Das hohe Gewicht sorgt für einen stabilen Stand auf dem Schreibtisch, wozu auf der Unterseite auch zwei Gummileisten angebracht wurden. Die Abmessungen betragen 165 x 80 x 25 Millimeter. Das Gehäuse hat auf der Oberseite eine Metallabdeckung in dunklem Grau. An der Seite wurde Kunststoff mit zwei Lüfter-Ausgängen verbaut.

Auf der Vorderseite befindet sich ein Power-Button, um das Revodok an- und auszuschalten. Zur Bildausgabe über externe Monitore ist das Revodock mit jeweils zwei Display-Port- und HDMI-Ausgängen auf der Rückseite ausgestattet. Zu beachten ist hierbei, dass jedes Paar HDMI + DisplayPort getrennt genutzt werden muss, um zwei Monitore zu verwenden. Man kann also nicht zwei externe Monitore an den mit “Display 1” oder “Display 2” gekennzeichneten Slots anschließen, sondern muss diese aufteilen. Sofern man dies beachtet, wird der zeitgleiche Betrieb zweier externer Bildschirme mit 4K/60 Hertz unterstützt. Weitere Peripherie kann über einen LAN-, zwei USB-C, sowie zwei USB-A-Anschlüsse verbunden werden. Die USB-Anschlüsse arbeiten allesamt mit 10 GBit/s. Ein Kopfhörer-Anschluss und ein SD-Slot fehlen leider.

Der USB-C-Anschluss auf der Rückseite unterstützt dabei Power Delivery mit bis zu 100 Watt. Ugreen legt in den Lieferumfang zwar ein USB-C-Kabel mit 1 Meter Länge, aber ungünstigerweise kein Netzteil. Wir würden hier mindestens ein 45 Watt Netzteil empfehlen. Unser Geheimtipp sind die günstigen Netzteile von Toockie. Beim Anschluss eines 100W Netzteils wird der Laptop mit 85 Watt geladen, 15 Watt werden zum Betreiben des USB-Docks benötigt:

Ugreen Revodok Laden

DisplayLink beim Ugreen Revodok im Test

Widmen wir uns dem wichtigsten Feature und der Besonderheit des Ugreen Revodok. Es gibt viele Missverständnisse darüber, was DisplayLink eigentlich ist. DisplayLink-Geräte sind letztlich sehr stromsparende “Grafikkarten”, die über USB verbunden sind. Sie sind nicht mit klassischen USB-C Dongles zu vergleichen, die nur einen Anschluss (z.B. HDMI oder DisplayPort) bereitstellen, bei denen die Grafikverarbeitung direkt auf der Hardware des Endgerätes erfolgt. Zur Nutzung muss daher auch erst ein entsprechender DisplayLink Treiber installiert werden. Diesen gibt es auf der Synaptics-Website für Windows und MacOS, aber nicht für Linux oder iPadOS.

Ugreen Revodok Kompatibilitaet

DisplayLink hat Vor- und Nachteile: Der offensichtliche Vorteil ist, dass sich so mehrere externe Monitore auf Geräten nutzen lassen, die das eigentlich nicht unterstützen. Das prominenteste Beispiel hierfür sind aktuell alle Apple-Geräte mit dem M1-Prozessor der Basis-Konfiguration. Dieser Chip erlaubt nämlich nur 2 Display-Outputs gleichzeitig, wobei einer davon bei den Laptops durch das interne Display belegt wird. Ein MacBook Air mit M1 Prozessor kann normalerweise nur einen externen Monitor verwenden oder ein Mac Mini mit M1 nur zwei externe Monitore. Mit dem Ugreen Revodok lässt sich diese Begrenzung aufheben.

Die Nachteile sollten aber nicht außer Acht gelassen werden. Im Wesentlichen sind hier drei Punkte zu nennen.

  1. Da die Darstellung bei DisplayLink extern erfolgt, wird dafür mehr CPU-Rechenleistung benötigt.
  2. Weiterhin wird die Darstellung anders berechnet als bei einer internen GPU. Um Ressourcen zu sparen, werden nämlich nur bewegte Teile des Bildes neu berechnet. Dies führt zu einer weniger stabilen Framerate, sodass die 60Hz nicht gänzlich gehalten werden können. Selbst auf unserem MacBook M1 Pro Laptop lassen sich Framedrops beim Wechseln von Fenstern beobachten. Es ist nicht wirklich schlimm, aber es ist eben schlechter als im “normalen” Betrieb. Auch für Gaming ist DisplayLink daher nicht wirklich empfehlenswert.
  3. Der dritte Nachteil betrifft die Wiedergabe von Pay-to-Watch Content mit DRM-Schutz. Auf bekannten Plattformen wie Disney+, Prime Video oder Netflix bekommt man nur ein schwarzes Bild statt des Videos dargestellt.

ugreen Revodok Displaylink MacOS

Diese Nachteile teilen sich allerdings alle DisplayLink Geräte. Ansonsten verläuft die Nutzung auf dem Ugreen Revodok ohne Probleme: Unter Windows und MacOS lassen sich zwei hochauflösende Monitore mit 60Hz parallel betreiben. Das Ugreen Revodok erwärmt sich dabei auf 40°C an der heißesten Stelle, bleibt aber während der Nutzung angenehm ruhig.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Ugreen Revodok ist ein recht spezieller USB-C Hub. Die Besonderheit ist, dass das Gerät dank DisplayLink Laptops oder PCs hilft, mehr externe Monitore zu nutzen, als es eigentlich möglich ist. Für Nutzer von MacBooks oder Mac Minis mit M1 Prozessor kann das ein wahrer Segen sein. Allerdings sollte man vor dem Kauf auch die Nachteile von DisplayLink kennen und sicher sein, dass man überhaupt ein solches Gerät benötigt.

Davon abgesehen ist das Revodok gut verarbeitet, optisch hochwertig und bringt eine gute Auswahl an Anschlüssen mit. Bei einem Preis von 150 bis 200€ (auf Amazon.de gibt es oftmals Gutscheine auf der Produktseite), wäre aber teilweise noch etwas mehr möglich gewesen. Ein SD-Kartenslot, ein Kopfhörer-Anschluss und ein Netzteil im Lieferumfang wären gerne gesehen gewesen.

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