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Xiaomi stellt Mi Air Charge vor: kabelloses Laden aus der Entfernung

Seit einigen Jahren ist Xiaomis Faible das kabellose Laden mit dem Qi Standard. Die heute angekündigte Mi Air Charge Technologie könnte ebenso gut aus einem Science-Fiction Film stammen. Mit Mi Air Charge können über mehrere Meter hinweg sämtliche Gerätschaften in einem Raum geladen werden. Das klappt zwar aktuell nur mit 5 Watt Ladeleistung, ist aber dennoch eine spannende Entwicklung. Wirklich marktreif ist das Gerät aber noch nicht, sondern soll eher Xiaomis Ambitionen bei neuen Entwicklungen betonen.

Kabelloses Laden im ganzen Raum mit Mi Air Charge

Wirklich nagelneu ist das Konzept von Mi Air Charge nicht, denn es gibt bereits Unternehmen wir z.B. GuRu oder Energous, die Elektrizität durch die Luft schicken. Wireless Charging hört sich aktuell zwar irgendwie cool an, aber viel Mehr als das Einstecken eines Kabels spart man sich nicht. Man muss sämtliche Geräte direkt auf das Ladepad auflegen und dicke Hüllen können bereits zu Problemen führen. In einer immer mehr vernetzten Welt mit mehreren IoT (Internet of Things) Geräten in einem Raum, könnte ein Gerät wie die Mi Air Ladebox eine Revolution werden. 

Die riesige Box lädt Geräte aus mehreren Metern Entfernung auf

Der von Xiaomi entwickelte Prototyp für Mi Air Charge ist zunächst einmal ziemlich groß und besteht aus 144 Antennen, die sogenannte Millimeterwellen mittels Beamforming in Richtung Smartphone schicken. Ähnlich wie beim bekannten Qi kabellosen Laden, muss also auch das Endgerät diesen Standard unterstützen. Laut dem Blog-Post von Xiaomi können auch mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden. Und auch AIoT / Smart Home Geräte (z.B. Lautsprecher oder Lampen) sollen in Zukunft unterstützt werden. Die Ladegeschwindigkeit von 5 Watt klingt zwar nicht nach viel Power, aber im Wohnzimmer oder der Küche ist man ja schonmal länger unterwegs. Neben den riesigen Abmessungen des Mi Air Chargers ist wohl auch der Wirkungsgrad eines solchen Gerätes eine Katastrophe.

Xiaomi Mi Air Charger

Einschätzung und Preis

Bis Mi Air Charge für den Endkunden einsatzbereit ist, werden mit Sicherheit noch einige Jahre vergehen. Xiaomi nennt auch erwartungsgemäß kein Vorstellungsdatum und der Preis für diese große Box wird mit Sicherheit sehr saftig ausfallen. Dennoch stellt Xiaomi hier ein definitiv spannendes Konzept vor, das deutlich mehr Vorteile bietet als das uns bislang bekannte “kabellose” Laden. Der Mi Air Charge ist definitiv eine spannende Innovation, aber von einer Marktreife scheint man noch weit entfernt zu sein. Die Vorstellung, dass sämtliche Geräte im Wohnzimmer sich einfach langsam aufladen, sobald man den Raum betritt, ist aber großartig. Wir freuen uns definitiv über weitere Innovationen in diesem Bereich.

Wie ist eure Meinung zu diesem Konzept? Lasst uns gerne einen Kommentar zum Thema da. 

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Liveamsterdam
Gast
Liveamsterdam (@guest_73819)
1 Jahr her

Prima Sache, dann werden die restlichen funktionierenden Gehirnzellen und Synapsen unserer Smartphone Google Gesellschaft auch noch weggegrillt….dann laufen ja nur noch Zombies umher. Darauf hat echt die Welt gewartet.

miracoolix1@gmail.com
Mitglied
Mitglied
Mira Coolix (@miracoolix1gmail-com)
1 Jahr her

Kurz nach der Präsentation von Xiaomi hat Motorola sein kabelloses ‘Fernladesystem’ vorgestellt. https://youtu.be/zuvLDkJz-YE

Schnubbi
Gast
Schnubbi (@guest_73801)
1 Jahr her

Mein technisches Knowhow hinter dieser Idee ist gleich null. Deshablb weiß ich z.B. nicht, inwieweit das kontaktlose Energieübertragen eine Art Grundverlust mit sich bringt und wieviel entfernungsabhängig ist. Aber was mir an meiner Ladestation zum kabellosen Laden nicht gefällt, dass man in der Nutzung während des Ladens eingeschränkt ist. An dieser Stelle könnte ich mir gut ein Gerät vorstellen, dass auf meinem Schreibtisch steht und Geräte in 1m Umkreis versorgt. Dann kann ich mein Handy normal bedienen und es wird trotzdem (hoffentlichem mit akzeptablem Wirkungsgrad) geladen. Ich lade meine Handys ausschließlich kabellos, weil meine USB-Anschlüsse (ausschließlich bei Smartphones) ständig verrecken.… Weiterlesen »

Tades75
Gast
Tades75 (@guest_73794)
1 Jahr her

Was kommt dann? Ich schnippe im Aldi-Supermarkt mit den Fingern und innerhalb von 3 Sekunden wird das Mobiltelefon in meiner Tasche durch Technologie 4 km entfernt in meiner Wohnung aufgeladen? Dilithiumkristalle im Handy mit einer Akkulaufzeit von zehntausend Jahren? Zur Not auch als Reserve für den Warpkern im privaten Raumgleiter nutzbar?
Im Ernst, sollte man Geld, technisches Knowhow und Ressourcen nicht für Sinnvolleres nutzen?

Tobias
Gast
Tobias (@guest_73796)
1 Jahr her
Antwort an  Tades75

Umfragen und Marktanalysen zeigen halt, dass der Durchschnittsmensch kabellose Lösungen will. z.B. bei Bluetooth Kopfhörern. Vor Jahren wurde man belächelt, wenn man mehr als 100 Euro für In-Ears ausgegeben hat. Jetzt kauft sich die Masse selbst In-Ears von Apple für 120-250 Euro, die absolute Wegwerfprodukte sind.

Das kabellose Energieübertragung nicht wirklich sinnvoll ist, hat schon Nikola Tesla feststellen müssen.

Schnubbi
Gast
Schnubbi (@guest_73800)
1 Jahr her
Antwort an  Tobias

Der Durchschnittsmensch ist eine enorm kleine Gruppe. Deshalb denke ich nicht, dass nur Durchschnittsmenschen kabellose Lösungen bevorzugen, sondern die Mehrheit oder der Mainstream oder die größte Gruppe.

Schnubbi
Gast
Schnubbi (@guest_73799)
1 Jahr her
Antwort an  Tades75

Wer entscheidet, was sinnvoller ist? Wenn es um Sinnhaftigkeit im existenziellen Kontext geht, dann ist die Schwelle wohl extrem niedrig. Und alles darüber ist Probieren und schauen, ob es sich verkaufen lässt. Irgendeiner wirds ja sowieso immer überflüssig finden.

jom_tien
Mitglied
Mitglied
jom tien (@jom_tien)
1 Jahr her

Die Idee ist so alt wie die Entdeckung der Radiowellen. Schon im vorletzten Jahrhundert (achtzehnhundertxx) gelang es Forschern elektrische Energie, umgewandelt in Radiowellen, über mehrere Kilometer zu übertragen und am Empfänger zurück in elektrische Energie umzuwandeln. Jedoch mit sehr hohen “Energieverlust” (tatsächlich geht Energie grundsätzlich nicht verloren, sondern wird in andere Energieformen umgewandelt etc.) Das generelle Problem bei Wellen ist das sie in alle Richtungen bis unendlich weiter laufen. Mittels Richtantennen lässt sich das etwas kanalisieren. Dann war schon zu Beginn der Forschungen der Ansatz und wird wohl bei Xiaomi nicht anders sein. Die große Zahl der Antennen im Prototyp… Weiterlesen »

DerWiener
Gast
DerWiener (@guest_73785)
1 Jahr her

Ich habe soeben den Gasgriller am Balkon gegen eine neuen Gasgriller ausgetauscht.
In ein paar Jahren werde ich vermutlich selbst mit 20, 50 oder 100 Watt im Wohnzimmer gegrillt.

Tobias
Gast
Tobias (@guest_73789)
1 Jahr her
Antwort an  DerWiener

Das dachte ich mir auch beim Lesen. Man soll dann auch kabellos seine Wearables aufladen können. Das will ich aber nicht unbedingt mit hochfrequenter Energie machen, während ich das Zeug trage.

Auch der Wirkungsgrad wird ziemlich niedrig sein. Schon bei Qi kann man von nur etwa 70% ausgehen, obwohl da nur wenige mm zwischen den Spulen liegen. Wenn sich Qi oder erst recht solche Hochfrequenzlader durchsetzen, können wir das mit Klimafreundlichkeit gleich vergessen.

Tades75
Gast
Tades75 (@guest_73795)
1 Jahr her
Antwort an  DerWiener

Wiener Würstchen, lecker!
🙂
Im Ernst, ich stimme Dir und Tobias zu

moses
Gast
moses (@guest_73808)
1 Jahr her
Antwort an  Tades75

Die Würstl heissen eigentlich korrekt ” Frankfurter” 🙂

Medmedoc
Gast
Medmedoc (@guest_73809)
1 Jahr her
Antwort an  moses

…aber nur in Wien.

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