Den Tablets ereilt wohl derzeit ein ähnliches Schicksal, wie einst den Navigationssystemen vor einigen Jahren. Damals waren die Navigationsgeräte von TomTom, Garmin und Co. extrem beliebt. Gerade zum Weihnachtsgeschäft war der Absatz enorm hoch. Zumindestens hat es die Industrie und die Werbung es dem Verbraucher so suggeriert. Im Zuge der immer schnelleren, und vor Allem größer werdenden Smartphones, dem Angebot an Navigations-Apps in den App-Stores, sowie das serienmäßig installierte Navigationssystem in den „Digital-Autos“ von heute, benötigt heute (bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege) Niemand mehr ein extra Navigationsgerät für sein KFZ. Mit dem iPad vom angebissen Apfel, den keiner mehr essen möchte, hielt das Tablet den Einzug in das Wohnzimmer der Verbraucher oder gar in zahlreichen Unternehmen. Aber auch hier laufen dem Tablet die (randlosen) Smartphones, bzw. Phablets mit einer Displaydiagonalen jenseits der 6“ so langsam den Rang ab. Kamen noch vor gut 3, 4 Jahren ständig neue Tablets auf den Markt, ist das Angebot mittlerweile doch recht rar. Aber für den Chinesischen Hersteller Teclast ist das kein Grund den Markt an Tablets ein wenig aufzumischen. Fleißige Leser von CH.net wird der Hersteller mit seinem vielfältigen Angebot an Tablets und Ultrabooks sicherlich bestens bekannt sein. Mit dem Teclast M20 erscheint nun wieder ein Tablet mit großem Display. Ob sich die Investition lohnt, haben wir für Euch näher untersucht.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Das Gerät wird in einem eher auffälligen Karton mit Neon-Oranger Aufschrift mit weißem Deckel ausgeliefert. Schaltet man das Tablet ein, erscheint neben den typischen Hinweis, dass es sich um ein Android-Gerät handelt, noch ein Teclast-Schriftzug, der ebenfalls in orange daherkommt und somit die Farbgebung der Verpackung fortführt. Ein Fliegengewicht ist das Teclast M20 mit seinen 590g wahrlich nicht. Das Halten des Gerätes kommt somit einer Fitness-Übung gleich. Die Maße des Tablets lauten 244,0 x 175,0 x 10,2mm.

Bei der Rückseite handelt es sich um einen Matall-Unibody mit Aluminiumlegierung. Lediglich die Abdeckung für die MicroSD-Karten & Sim-Karten Slots besteht aus Plastik. Um dem Design Einheit zu gebieten, ist eine weitere Kunststoff-Abdeckung über der Kameralinse angebracht, welche sich bis knapp zum Rand des Unibodys erstreckt. Dies mit Sicherheit auch für eine bessere Empfangsqualität.

Teclast M20 Lautsprecheröffnung Neben Modellbezeichnung und Seriennummer verfügt das M20 noch über je 8 Löchern auf der linken und rechten Seite für die Stereo Lautsprecher. Bei genaueren Hinsehen fällt auf, dass die Aussparungen nicht ganz sauber verarbeitet sind. Einige der Löcher weisen noch ein wenig Grat auf. Das fällt aber kaum auf. Wir von CH.net schauen aber halt nochmals genauer hin. 🙂

Auf der Oberseite befinden sich neben dem immer noch nicht aussterbenden Micro-USB Anschluss immerhin noch ein 3,5mm Klinkenanschluss, um seine Kopfhörer einstöpseln zu können. Der Lautstärke- und Power Button befindet sich recht weit oben auf der rechten Seite. Er hat ein gewisses Spiel, aber einen absolut passablen Druckpunkt. Direkt an den Buttons ist die entsprechende Funktion des Knopfes auf der Rückseite ablesbar. Zudem verfügt das M2 noch über einen Resetknopf. Um ihn zu betätigen, bedarf es eines spitzen Gegenstands. Ja, die gute, alte Büroklammer käme hier wohl wieder zum Einsatz.

Teclast M20 SIM SlotDas Teclast M20 bietet eine Dual-Sim Funktion. Zudem kann der Speicher auf maximal 256 GB erweitert werden ohne einen Sim-Karten Slot opfern zu müssen. Um an die Steckplätze heranzukommen, muss die Plastikabdeckung zunächst entfernt werden, was mitunter in einer gewissen Fummellei enden kann und irgendwie einen billig wirkenden Eindruck hinterlässt.

Zum Lieferumfang des M20 gehören:

– Tablet
– USB-Ladekabel
– Ladeadapter
– Bedienungsanleitung

Teclast M20 scope of delivery

Die Verarbeitung des M20 Tablets geht soweit in Ordnung, wobei irgendwie jedoch kein gewisses Premiumgefühl aufkommt. Das Tablet ist zwar solide verarbeitet, aber hat ansonsten doch ein recht fades Erscheinungsbild. Irgendwie merkt man an diesem Gerät, dass die Tablets in den letzten Jahren nicht wirklich weiterentwickelt wurden. Das Tablet könnte auch genauso gut aus dem Jahre 2010 sein, als der Hype im Tablet-Geschäft seinen Anfang nahm. Vielmehr mag man meinen, dass das M20 design-technisch eher ein Rückschritt sei oder doch der Weg zu Altbewährtem? Was 2010 gut war, kann auch 2018 noch gut sein? Natürlich ist das immer auch eine Sache des persönlichen Geschmacks. Es wirkt einfach so, als hätte man eine alte technische Zeichnung ausgegraben, eine etwas aktuellere Technik verbaut, um einfach mal wieder ein Tablet auf den Markt schmeißen zu können. Ja, nicht einmal ein Fingerabdrucksensor wurde implementiert.

Display

Teclast M20 front side

Das M20 verfügt über einen 10,1 Zoll großes 2,5k Display von Sharp, das eine Auflösung von 2560 x 1600 vorweist. Die Pixeldichte von 298ppi liegt nur ganz knapp unterhalb des Retina-Wertes. Einzelne Bildpunkte sind nirgends auszumachen. Der 10-Point Multitouch Screen erkennt gleichzeitig…na ratet mal, ganz genau 10 Berührungen gleichzeitig. Dies auch relativ präzise. In manchen Situationen merkt man jedoch kleinere Verzögerungen. Vor Allem bei schnelleren Bewegungen, werden Befehle teilweise nicht erkannt. Das IPS Panel bietet eine natürliche Farbgebung und durchschnittlich gute Kontrastwerte. Der Helligkeitsmittelwert liegt im oberen Displaybereich bei 334, mittig bei 335 und im unteren Bereich des Bildschirms bei 301lux. Das ist relativ wenig für ein IPS Display. Bei direkter Sonneneinstrahlung, bzw. bei der Verwendung des Tablets in freier Wildbahn kann es daher zu Problemen bei der Lesbarkeit kommen. Beim Einsatz in den eigenen Vier Wänden gibt es aber kein Problem. Zudem ist die Blickwinkelstabilität zwar, wie von IPS-Displays gewöhnt, sehr gut, nur spiegelt das Display auch sehr stark. Bei der Nutzung draußen kann man somit teilweise gar nichts mehr erkennen. Die Farbwiedergabe kann, wie bei MediaTek SoC‘s gewohnt, nach den eigenen Bedürfnissen mittels MiraVision angepasst werden. Bedient wird das M20 ausschließlich mit den On-Screen Buttons. Einen Helligkeitssensor oder gar eine Benachrichtungs-LED hat das Gerät leider nicht mit an Bord. Somit muss die Helligkeit manuell eingestellt werden. Einen Nachtmodus, der die Augen in den Abend- und Nachtstunden etwas schont, ist leider ebenfalls nicht vorhanden. Das Tablet ist serienmäßig vom Hersteller mit einer Displayschutzfolie versehen. Diese ist auch gewiss sinnvoll, da kein kratzfestes Gorilla Glas verwendet wurde. Wenigstens ist eine Displayschutzfolie serienmäßig angebracht.

Eins muss ich an dieser Stelle auf jeden Fall noch loswerden: Eingangs habe ich das „altbackene“ Design des Gerätes erwähnt. In Punkto Display muss ich persönlich hier das gleiche Urteil fällen. Klar handelt es sich hier um ein sehr günstiges Tablet und die Auflösung, Farbgebung und Reaktionsgeschwindigkeit des IPS Displays lassen wenig Raum zur Kritik, aber wo ist hier der Fortschritt? Mittlerweile haben wir uns an Tri-bezel-less oder gar Full-Screen Smartphones gewöhnt, aber in der schwächelnden Tablet-Branche allgemein scheint es keinerlei Bewegung in diese Richtung zu geben. Ja selbst mit einer Notch könnte ich leben, aber das M20 ist mit einer Screen-to-Body Ratio von knapp 73% eh weit von „Aktualität“ entfernt. Dies soll keine direkte Kritik am Teclast M20 sein, sondern soll sich auf alle Neuerscheinungen im Tablet-Segment beziehen.

 Leistung

Teclast M20 GeeckbenchTeclast M20 AntutuTeclast M20 3DMark

„Ausgestattet mit besserer Leistung und viel Power für ihren Einsatz“, heißt es und auf dem Papier kann man dem erst einmal zustimmen. Na Holladiewaldfee könnte einem über die Lippen gleiten! Octa Core war gestern! Teclast M20 CPU ZBeim M20 gehts rund und zwar mit einem Deca Core (10-Kern) Prozessor aus dem Hause MediaTek. Der Helio X23 (MT6797D) aus dem Jahr 2016 ist ein Mittelklasse Prozessor, der noch im 20nm Verfahren hergestellt wird und ist insgesamt in 3 Clustern aufgeteilt. 2 leistungsfähigere Kortex-A72 Kerne mit maximal 2,30 GHz und zwei 4-Kern A53-Cluster für weniger anspruchsvollere Aufgaben, die mit maximal 1,39 GHz takten. Zum Zocken steht dem X23 die Mali-T880 GPU zur Seite, die mit maximal 780 MHz taktet. Aktuelle Games, wie Asphalt 9 zum Beispiel, lassen sich zwar ohne Weiteres spielen, aber bei vielen Gegnern oder effektvollen Fahrmanövern kommt es öfters zu kleineren Rucklern. Warm wird das Tablet bei Volllast nur bedingt. Das System selbst läuft flüssig und mit 4 GB LPDDR3 Arbeitsspeicher stellt Multitasking-Aufgaben keine große Hürde dar. Der Kurzzeitspeicher hat einen Durchsatz von nahezu 4,3 GB/s, was ein passabler Wert ist. Das Tablet verfügt von Hause aus über genug Speicherplatz. 64 GB sollten in der Praxis mehr als genug sein.

Teclast M20 SD BenchWer dennoch mehr Platz benötigt, kann sich gern ein SD-Karte besorgen und den Speicher um maximal zusätzliche 256 GB erweitern. Hierfür gibt es einen separaten Slot. Die Dual Sim-Funktion bleibt erhalten, da es sich nicht um einen Hybrid-Slot handelt. Zwar ist der interne Speicher etwas schneller als der vom kürzlich getesteten Chuwi Hi9 Pro, aber auch 118 MB/s für das Lesen und 140 MB/s von Daten, werden Niemanden vom Hocker hauen. Im Gegenteil, es führt eher zum Einschlafen. Auf den schellen UFS-Speicher muss man in dem Preisbereich, in dem sich dieses Tablet bewegt, nun einmal verzichten. Hier kommt nur der langsamere eMMC-Speicher zum Einsatz.

System

Teclast M20 App DrawerTeclast M20 SystemTeclast M20 DRM

Freunde von Stock Android kommen beim M20 voll auf Ihre kosten. Auf dem M20 ist eine saubere Version von Android 8.0.0. vorinstalliert, die zudem frei von jeglicher Bloat- oder Schadsoftware ist. Lediglich das von Mediatek bekannte Programm DuraSpeed ist als Addon Software vorhanden zur Kontrolle von Hintergrundprozessen. Alle Google Apps sind ebenfalls serienmäßig implementiert. Das System scheint sehr ausgereift zu sein und arbeitet fehlerfrei. Abstürze sind innerhalb der 2-wöchigen Testphase nicht aufgetreten. Updates würden bequem via OTA installiert werden, was aber angesichts des Preises kaum passieren wird.

Klar, ein Tablet dieser Größe eignet sich hervorragend zum Filme, bzw. auch um Netflix und Co. zu schauen. Allerdings kann man das beim M20 nicht in HD-Qualität streamen, was schon ein großes Manko ist. Das Tablet besitzt nur leider nur über das Widevine Security Level 3. Daraus resultierend, könnt ihr die Streams von Amazon und Netflix nicht in HD anschauen. Dieses Schicksal teilt das Gerät jedoch mit vielen anderen Android Vertretern, da die Zertifizierung vor Allem für kleinere Hersteller zu aufwendig, bzw. zu zeitintensiv ist.

Teclast M20 F SecureTeclast M20 MalwarebytesTeclast M20 Norton

Stock Android ist zwar auf der einen Seite schön, da es einfach nicht überladen ist mit Funktionen. Hier beschränkt man sich ausschließlich auf das Wesentliche. Kein System-Manager, keine nützlichen Features und schon gar keine Themes. Ja, das ist schon quasi langweilig. Wenn einem der Google Launcher nicht zusagt, kann immerhin ohne Probleme einen anderen aus dem Play Store herunterladen und als Standard verwenden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Schriftart beliebig zu ändern. Im Font Manager kann man sich fix seine Wunschschriftart herunterladen und direkt verwenden.

Was bei einem Display dieser Größenordnung immer von Vorteil ist, ist die Möglichkeit sowohl Schrift als auch Anzeigegröße beliebig variieren zu können. So macht das Surfen und Stöbern im Netz erst so richtig Spaß. Stellt man die Schrift- und Anzeige auf die niedrigste Stufe, werden übrigens die 3 Android Home-Buttons geteilt. Auf die linke Seite rutschen Back- und Home-Button, während das Symbol mit dem Quadrat auf die rechte Seite wandert. Bei der Nutzung mit 2 Händen ist das durchaus ein nettes Feature.

Update 26.11.2018 – Stand-by Bug:

Die Bewertung mussten wir im Nachhinein noch etwas nach unten schrauben, denn bei weitererer Nutzung des Gerätes hat sich ein folgenschwerer Bug herauskristalisiert, der anfangs nicht aufgefallen war, bzw. zum damaligen Zeitpunkt nicht aufrat.

Während der Nutzung läuft das Sytem einwandfrei. Sofern der Bildschirm nach der eingestellten Zeit bei Inaktivität in den Ruhemodus wechselt, ist weiterhin Alles in bester Ordnung. Drückt man jedoch direkt den Power Button um das Display auszuschalten (Gerät bleibt im Stand-by), lässt sich das Display nicht reaktivieren. Das Display geht einfach nicht mehr an. Das Einzige, was jetzt noch hilft, ist das komplette neustarten des Tablets mittels langem Druck auf dem Power Knopf. Dieser Bug ist wirklich einfach nur eine Zumutung. Ein Update wurde bisher nicht eingespielt. Fraglich, ob dieser Fehler noch behoben wird.

Kamera

Diese Rubrik können wir gewiss ganz kurz halten. Warum sollte hier auch etwas bahnbrechend Neues vorhanden sein, wenn es das schon nicht in Punkto Design und Display gibt. Das Teclast M20 verfügt über eine 5 Megapixel Hauptkamera. Die Frontkamera knippst Schnappschüsse maximal mit 2 Megapixeln. Ja und Schnappschüsse ist auch das treffende Wort: Wie bei Tablets so üblich sind die Aufnahmen maximal für Skype, bzw. Videotelefonate zu gebrauchen. Videos lassen sich maximal in HD-Qualität aufnehmen mit 30 Bildern pro Sekunde. Stimmen die Lichtverhältnisse, kann man mit der Qualität der Fotos ganz gut leben, wenn auch die HDR Fotos viel zu unnatürlich aussehen. Aber mal ehrlich, warum sollte es im Falle von Tablets auch anders sein? Man hätte sicher einige Lacher auf seiner Seite, wenn Tablets mit einer Dual…, ach Quatsch…mit einer Quad Kamera oder noch mehr ausgestattet wären (Platz ist ja genug vorhanden). Jawoll, schön mit einem Selfie-Stick, der dann vermutlich die Größe einer Teleskop Malerstange hätte, in der Menschenmenge ein schönes Gruppen-Selfie mit „Duckface“ machen. Das gäbe sicher ein absurdes Bild ab. Nun gut, soweit wird es mit dem M20 (zum Glück) nicht kommen. Bei Normalaufnahmen tritt sehr häufig ein Überblendungseffekt auf. Nachtaufnahmen führen sehr schnell zu Bildrauschen. Ein LED-Blitz ist nicht vorhanden.

Konnektivität

Die China-Smartphones dienen wohl als Vorbild für das Teclast M20. Genau wie ein Großteil von Ihnen, verfügt das Tablet über eine Dual Sim-Funktion. Beide Slots unterstützen parallel den Betrieb in 4G. Dank separatem Slot für die Speicherkarte, muss kein Sim-Slot für mehr Speicherplatz herhalten.

Unterstützt werden folgende Bänder:

Teclast M20 SIM1 (2100 MHz)

2 (1900 MHz)

3  (1800 MHz)

5 (850 MHz)

8  (900 MHz)

38 (2600 MHz)

39 (1900 MHz)

40 (2300 MHz)

41 (2500 MHz)

Surfen in LTE-Geschwindigkeit mit dem kurzwelligen 800 Mhz-Band 20 wird leider nicht unterstützt. Das Surfen mit dem Teclast macht durchaus Spaß. Empfangsprobleme konnten wir nicht ausfindig machen. Wem es nichts ausmacht, in aller Öffentlichkeit via Lautsprecher zu telefonieren, bzw. wer von seinen Mitmenschen nicht höflich gebeten wird, das Telefonieren zu unterlassen, kann mit dem M20 auch gerne fröhlich quatschen. Aufgrund fehlender Hörmuschel geht das aber halt nur per Freisprechfunktion. Wer ein Headset dabei hat, kann dieses jedoch auch zum Telefonieren anschließen. Auch ohne Kopfhörer ist die Person am Ende der Leitung deutlich zu verstehen, obwohl die Lautstärke doch etwas höher hätte ausfallen können. Bedingt durch die Größe des Tablets gestaltet sich die Navigation im Auto etwas schwierig. Besitzer eines 2,5t SUV‘s, eines Transporters oder eines LKW‘s haben jedoch genug Windschutzscheibe vorhanden, um das M20 hier noch irgendwie unterzubringen ohne das Sichtfeld gänzlich zu versperren. 🙂

Teclast M20 GPSTeclast M20 NavigationTeclast M20 WiFi

Wie dem auch sei, die Navigation funktioniert zwar dank Unterstützung von GPS, Glonass, Beidou und A-GPS recht gut, nur lässt der Empfang etwas zu wünschen übrig. Bis die Position gefunden wird, vergehen etliche Sekunden.

Das integrierte WiFi Modul funkt im Standard 802.11b/g/n/ac sowohl im 2,4 als auch im 5,0 GHz Frequenzbereich, was zu guten Geschwindigkeiten im WLAN sorgt. Das Signal ist zudem auch sehr stabil. Dank OTG könnt ihr gerne einen USB-Stick oder Maus und Tastatur an das Gerät anschließen und nutzen. Das Bluetooth Modul arbeitet tadellos, auch wenn es „nur“ in Version 4.0 vorliegt. An den Sensoren wurde sehr gespart. Lediglich einen Beschleunigungssensor hat Teclast beim M20 spendiert. Und so richtig gut funktioniert er auch nicht. Zumindest beim Testprogramm erfolgt teilweise keine Reaktion. Schön dagegen sind die Dual Lautsprecher, jeweils einer auf jeder Seite. Das kommt der Klangqualität schon entgegen, auch wenn die Speaker zwar laut sind, aber extrem blechern klingen und zum Übersteuern neigen.

Akku

Teclast M20 BatteryDas Tablet verfügt über einen 6600 mAh großen Polymer Energieträger. Das hört sich natürlich erst einmal recht gut an, aber der Helio X23, der noch im 20nm Meter Verfahren hergestellt wird, gilt nicht als sonderlich stromsparend. In Verbindung mit einem sehr großen Display von 10,1 Zoll kommt das M20 deshalb über nicht gerade überzeugende 6 Stunden in unserem Battery Life Test. Bei reger Nutzung solltet ihr 2 Tage durchhalten, bevor ihr wieder Strom zapfen müsst. Schaut ihr gerne Videos auf YouTube und Co., wozu ein Tablet dieser Größe ja bestens geeignet ist, gehen euch 13% Punkte innerhalb 1 Stunde verloren bei halber Displayhelligkeit. Ausgeliefert wird das M20 mit einem 5V/2.5A Ladeadapter. Das vollständige Aufladen des Tablets nimmt aufgrund fehlender Schnellladefunktion stattliche 3 Stunden und 10 Minuten in Anspruch.

Fazit und Alternative

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Christian Müller:

Beim Teclast bin ich mir irgendwie nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Klar, es hat ein großes Display und ist mit relativ aktueller Hardware ausgestattet. So können Filme, Netflix und Co. bequem auch To-Go angeschaut werden. Zudem ist das Tablet schwer und wirkt irgendwie altbacken. Nein, ein Hingucker ist das Gerät wahrlich nicht. Auf der Habenseite haben wir allerdings eine Dual-Sim-Funktion, was schon in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal ist. Der Empfang ist zudem ebenfalls tadellos. Für Zockereinheiten ist das M20 ebenfalls mehr als ausreichend, auch wenn hier und da kleinere Ruckler auftreten können. Tablets dieser Größenordnung kosten normaler Weise so um die 300-500€, wenn sie zum Beispiel aus dem Hause Samsung kommen. Für das Teclast M20 zahlt ihr deutlich unter 200€, was es dann schon wieder attraktiv macht am schrumpfenden Tabletmarkt. Als Alternative können wir euch das Xiaomi Mi Pad 4 oder das Lenovo Xiaoxin ans Herz legen, auch wenn beide Alternativen teurer sind.

64%
  • Design und Verarbeitung 60 %
  • Display 70 %
  • Leistung & System 60 %
  • Konnektivität und Kommunikation 70 %
  • Akkulaufzeit 60 %

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Björn
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Björn

Hallo,
kann man die Sprache auf deutsch umstellen bei dem Tablet?

Danke für die Antwort

Gruß Björn

mblaster4711
Gast
mblaster4711

Also wirklich, bei eienem 10 Zoll Tablet den schlechten Body to Screen Ratio zu bemängeln.
Ich weiß ja nicht wie Christian solch ein großes Tablet mit nahezu Null Rand in seinen Händen halten möchte, eventuell sind seine Hände so groß wie die von King-Kong. Ich mit meinen normal großen Händen, freue mich darüber, dass dieser Randloswahn bei Tablets noch keinen Einzug gehalten hat, denn dadurch kann man solche Geräte in einer Hand fest am Rand halten.

Andi05
Gast
Andi05

Danke! So eine Meinung kann ich nur unterstützen! Ich bin inzwischen sogar ein Gegner von „randlosen“ Mobiltelefonen, da die zig Dinge starten, die ich nicht möchte – nur weil ich sie in die Hand nehme und ggf. am Rand hier und da etwas auslöse. Ich selbst habe kein solches Telefon und würde es mir auch nicht zulegen. Aber im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich inzwischen viele Geräte von Samsung oder Apple in Händen gehalten (nur als Beispiel für „Premium-Geräte“), ebenso diverse China-Handys ohne Rand. Allesamt hatten IMMER mal wieder IRGENDETWAS gestartet, wenn man sie wie ein normaler Mensch benutzt.
Vielleicht sind diese Geräte einfach nichts mehr für jemanden, der seit den frühen 80ern schon programmiert und mit direkter Maschinencode-Programmierung für Prozessoren wie den Z80 aufgewachsen ist…