In unserer Markenübersicht sind alle bekannten Smartphone Hersteller aus dem fernen Osten aufgelistet. Die Liste ist lang und wird immer länger. Viele „kleine“ Hersteller aus China wollen neben den Global Players wie OnePlus, Xiaomi und Huawei einen Krümel vom Marktanteil ergattern. Das Erfolgsrezept Nummer 1 ist seit langer Zeit das Imitieren (Kopieren klingt so negativ 🙂 ) von Kassenschlagern wie aktuell dem Mi Mix von Xiaomi oder dem Galaxy S8 von Samsung. Leagoo, Meiigoo und Homtom haben das Imitieren des S8 auf die Spitze getrieben. Auch Blackview mischt da fleißig mit. Um aber aus der Masse herauszustechen, bedarf es der Schaffung eines wirklichen Kaufargumentes. Das hat sich Blackview nun im Fall des P6000 zu Herzen genommen und möchte der erste Hersteller sein, der einen über 6000mAh Akku verbaut und dennoch ein handliches Smartphone hervorbringt. In Zusammenspiel mit potenter Hardware soll der große Wurf gelingen. Ob das Vorhaben gelungen ist, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Blackview P6000 Hülle

Ein großer Akku benötigt immer viel Platz. Wer jetzt Hoffnungen hegt, dass es beim P6000 anders sein könnte, den müssen wir zunächst enttäuschen. Jetzt aber nicht gleich aufhören zu lesen, denn in der Tat ist es Blackview gelungen, trotz des immens großen Energieträgers das Gerät so kompakt wie möglich zu halten. Die Maße des Smartphones sind gemessen 76,5 x 154,2 x 9,8mm. Klar, das ist schon etwas dicker als gewohnt, bzw. als üblich, aber dennoch hat es Blackview geschafft das Gerät nicht allzu dick zu bauen. Neben den Maßen des Smartphone ist auch das relativ hohe Gewicht von 238g (gewogen) ein Resultat des fetten Akkus. Packt man das P6000 noch den mitgelieferten TPU Bumper, erhöht sich das Gewicht auf stattliche 255g. In der Hosentasche ist das Gerät somit schon deutlich zu merken….also das Smartphone meine ich. 🙂

Blackview P6000 Display 3 Blackview P6000 Rückseite 2

Das Blackview P6000 ist in zwei Farben verfügbar. Man hat die Wahl zu „Cool Black“ oder „Dazzle Blue“. Während die komplette Rückseite, mit ihren abgerundeten Seiten zu einem angenehmen Tragekomfort führt und in einem schön kräftigen, spiegelnden Blau daherkommt, sind die Seitenränder des Aluminium Unibodys im matter Farbe lackiert. Ansonsten befindet sich Alles dort, wie man es erwartet und gewohnt ist. Auf der rechten Seite sind Volume und Power angebracht. Beide haben einen angenehmen Druckpunkt, sind gut zu erreichen und ragen kaum aus dem Gehäuse heraus. Auf der linken Seite befindet sich der SIM-Slot, der Platz für 2 Nano Sim Karten bietet. Da es sich um einen Hybrid Slot handelt, können entweder zwei Sim Karten parallel (2 x Nano) oder nur noch eine, wenn man den Speicher des Gerätes mit eine SD Karte erweitern möchte, verwenden. Auf der Unterseite des Gehäuses hat der USB-C Anschluss seinen Platz gefunden. Ansonsten gibt es hier noch ein kleines Loch für das Mikrofon. Der Lautsprecherausgang befindet sich auf der Rückseite des Smartphones. Hier ist auch oberhalb links die Dual Kamera verbaut. Daneben ist noch der Dual Blitz integriert. Ich habe noch gar nicht erwähnt, wo sich der Klinkenanschluss des Gerätes befindet. Haaa, brauche ich aber auch gar nicht, denn Selbiger ist nicht vorhanden. Immerhin liefert Blackview den Adapter (USB-C auf Klinke) mit. So ist man aber auch immer gezwungen den Adapter stets bei sich zu tragen.

Blackview P6000 Design Verarbeitung 1 Blackview P6000 Design Verarbeitung 3 Blackview P6000 Design Verarbeitung 2 Blackview P6000 Design Verarbeitung 4

Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Vorderseite unterhalb des Displays. Er besitzt keinen Hub. Betätigt man ihn einmal, kommt der Anwender zum vorherigen Menü. Drückt man ihn doppelt oder hält ihn gedrückt, wird man zum Home Screen zurück katapultiert. Soft-Touch Buttons sind nicht vorhanden. Allerdings lassen sich die On-Screen-Buttons auch verbergen und bei Bedarf mit einem Wisch wieder hervorheben. Des Weiteren kann man die Android Buttons auch frei anordnen. Was bei doppelten oder lang gedrückten Android Home Button geschehen soll, kann der User ebenfalls auswählen. Die Benachrichtigungs-LED befindet sich neben der Front Kamera und leuchtet in insgesamt 6 Farben, die im Menü frei wählbar sind.

Blackview P6000 Lieferumfang

Zum Lieferumfang des Blackview P6000 gehört folgendes Zubehör:

  • Smartphone
  • USB-C Ladekabel
  • Quick-Charge Netzteil
  • Display Schutzfolie
  • Bedienungsanleitung
  • TPU Silikon Bumper
  • In-Ear Kopfhörer
  • USB Type C auf 3,5mm Kopfhörer-Adapter
  • OTG Kabel
  • Fingerhalter

 

Zusammenfassend muss man Blackview schon ein Lob aussprechen. Sie haben es nicht nur erreicht ein Smartphone herzustellen, bei dem die Verarbeitungsqualität auf einem guten Niveau ist, sondern auch das Kunststück geschafft einen über 6000mAh großen Akku in ein Smartphone zu verbauen ohne, dass das Smartphone übermäßig wuchtig daher kommt. Klar, ein Fliegengewicht ist es nicht geworden und ebenfalls klar ist, dass es dicker als andere Smartphones mit einem 5,5“ Display ist. Designtechnisch ist das P6000 eher unauffällig gehalten und sticht nicht sonderlich aus der breiten Masse hervor. Dennoch ist die Symbiose aus kompaktem Mobiltelefon und mächtiger Akkuleistung in unseren Augen gelungen. 

Display

Im Blackview P6000 ist ein 5,5“ großes IPS Display von JDI (Japan Display Inc.) verbaut, welches mit einer Auflösung von 1080 x 1920 in Full HD auflöst. Das ergibt eine Anzahl von Pixeln pro Zoll von 401. Das wiedergegebene Bild ist scharf und einzelne Bildpunkte sind nicht mehr zu erkennen. Der Rand zur Seite des Displays ist nicht so schmal, wie bei aktuellen „Tri-Beezless-Displays“, aber mit ~3mm doch noch recht schmal geraten.

Blackview P6000 Display 2 Blackview P6000 Display 1

Das P6000 hat eine Screen-to-Body Ratio von nur knapp 71%. Gewiss, kein besonders guter Wert, aber das ist ja nicht das Hauptkaufargument für das Blackview. Dank 2.5D Glas sind die Displayränder schön abgerundet. Über Gorilla Glas verfügt das B6000 allerdings nicht. Immerhin gibt’s ja eine Displayschutzfolie gratis dazu, die zumindestens vor Kratzern schützen sollte.

Blackview P6000 Benachrichtigungs LEDDer Touchscreen registriert maximal 10 Berührungen gleichzeitig, wenn auch teilweise etwas zögerlich. Das fällt beim Testprogramm, als auch beim täglichen Gebrauch auf. Es kann durchaus vorkommen, dass der Touchscreen manchmal überhaupt keine Berührung registriert. Während der Testphase konnte ich einige Male den Wecker um 06:30 Uhr deshalb nicht direkt wieder ausschalten und begann daher vermehrt daran zu denken das Smartphone einfach an die Wand zu klatschen. Aber gut, dennoch bleibt dieser kleine, aber ärgerliche Bug nur die Ausnahme. Sofern man die Bildschirmaufnahme bei gleichzeitiger Berührung des Displays mit 3 Fingern aktiviert hat, werden nur 2 erkannt, da ja bei einer 3. Berührung ein Screenshot aufgenommen werden würde.

Das Display leuchtet angenehm hell. Im oberen Display Bereich erreicht es maximal 498 Lux, während die Helligkeit im unteren Display mit höchstens 432 etwas abnimmt. Im täglichen Gebrauch fällt das aber überhaupt nicht auf. Die minimal einstellbare Displayhelligkeit könnte meiner Meinung nach doch noch einen Tick dunkler sein.

Blackview P6000 Split ScreenDie Blickwinkelstabilität bietet keinen Anlass zur Kritik. Farb- und Kontrastwerte sind ebenfalls ohne Fehl und Tadel. Zudem kann der User in den Displayeinstellung noch das „LiveDisplay“ aktivieren. Hier kann die Farbtemperatur nach eigenen Wünschen angepasst werden um die Augen zu schonen. Man kann das sogar zu festgelegten Uhrzeiten einstellen. Die Übersetzung von „Notification LED“ heißt bei Blackview übrigens „Atem Licht“. 🙂

Ferner bietet das Smartphone die Möglichkeit einen Splitscreen zu verwenden. So ist es möglich 2 Apps parallel zu nutzen. Gestensteuerung wird zwar ebenfalls unterstützt, aber neben der bereits erwähnten Screenshot Funktion mit 3 Fingern, ist nur das direkte Starten der Kamera möglich. Das geschieht durch zweimaliges Betätigen der Ein/Aus-Taste. Das war’s aber auch schon.

Leistung

Blackview P6000 3D MarkBlackview P6000 AnTuTu

Blackview P6000 CPU ZBlackview P6000 Geekbench

Das P6000 verfügt über eine Helio P25 CPU mit insgesamt 8 Kernen von MediaTek. Unterteilt ist der Chip in 2 Cluster. Das erste verfügt über 4 Cortex A53 Kerne, die mit maximal 2,6 GHz takten. Für weniger Anspruchsvolle Aufgaben werden die 4 weiteren Kerne mit einer Taktfrequenz von maximal 1,6 GHz verwendet. Dank 16 Nanometerverfahren ist der Prozessor sehr energieeffizient, bietet aber dennoch genug Power für anspruchsvollere ToDo’s. Apropos Power: Mittlerweile haben manche Smartphones schon mehr Arbeitsspeicher als viele Desktop Computer. Im Fall des P6000, steht der SoC satte 6 GB RAM zur Verfügung. Multitasking-Aufgaben verrichtet das Smartphone somit verzögerungsfrei. Die Grafikberechnung erfolgt durch die Mali-T880 GPU. Die verbaute Hardware ist nicht auf Topniveau, bietet dem User aber dennoch genug Power für nahezu jede Aufgabe. Das Spiel „Asphalt 8“ zum Beispiel läuft auf maximalen Details völlig ruckelfrei. Die Wärmeentwicklung hält sich dabei in Grenzen.

Blackview P6000 SpeicherDas Blackview verfügt über insgesamt 64 GB Hauptspeicher. Hier muss aber auch erwähnt werden, dass gemäß Testapp das P6000 nur über etwas mehr 52 GB verfügt. Abzüglich des Betriebssystem, stehen dem User also weniger als 50 GB zur Verfügung. Wem der Platz nicht ausreicht, kann das Smartphone durch einer SD-Karte (max. 128 GB) mit zusätzlichen Speicherplatz versorgen. Dann natürlich aufgrund des Hybrid Slots zu Lasten des 2. Nano-Sim Platzes. Der interne Speicher erreicht Raten von 123 MB/s beim Lesen und 220 MB/s beim Schreiben von Daten, was recht gute Werte sind. Mit 4,5 GB/s Arbeitsgeschwindigkeit liegt der Arbeitsspeicher im Mittelfeld.

Die SoC ist sicher keine High-Class, bietet aber genug Leistung für alle Apps und Aufgaben. Multitasking ist daher kein Problem. Selbst daddeln kann man daher bedenkenlos. Asphalt 8 läuft auf maximaler Detailstufe wie geschnitten Butter! In den von uns verwendeten Benchmarks erreicht das P6000 bei Antutu stolze 67.432 Punkte. Bei Geekbench sind es im Multi- 3864, bzw. 868 im Single-Core. Alle Basic Aufgaben wie Surfen, WhatsApp, Facebook, Videos und Co., werden vom P6000 ebenfalls zackig umgesetzt. Hier macht Blackview alles richtig.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Android

Blackview P6000 HomeBlackview P6000 Status BarBlackview P6000 Maleware

Das P6000 nennt Android in der Version 7.1.1 sein Eigen. Der aktuelle Sicherheitspatch basiert auf Anfang November 2017. Alle Standard Google Apps sind natürlich bereits von Hause aus auf dem Smartphone vorhanden. Male- oder Bloatware wurden beim Suchdurchlauf nicht gefunden! Mögliche Updates werden bequem via OTA eingesteuert. Ein nettes Feature ist die Möglichkeit die „Navigation Bar“ individuell einstellen zu können. So kann sie einerseits bei Bedarf ausgeblendet werden und andererseits können die 3 Android Buttons, je nach Wunsch, getauscht werden. Der beliebte App Drawer ist ebenfalls vorhanden. Nicht, wie gewohnt, als Icon mit den 3 Punkten, sondern etwas versteckt indem man die Punkte der Anzahl von Homescreens antippt.

Blackview P6000 AutostartZuzüglich bietet das P6000 noch die Funktion beliebige Apps mit einer Muster-, bzw. Fingerabdrucksperre zu versehen. So kann Niemand ungewollt zum Beispiel Whatsapp öffnen, sofern das Gerät entsperrt ist. In den Akku Einstellungen des Systems verbirgt sich noch die Option alle Autostart Apps ausfindig zu machen und ggf. zu deaktivieren.

Das System läuft insgesamt flott und ohne Bugs. Blackview passt lediglich die Statusleiste und ein paar App Icons an. Ansonsten handelt es sich um ein reines Stock Android System.

 

Kamera

 

Blackview P6000 Dual KameraBlackview stattet das P6000 mit einer 21 Megapixel Hauptkamera aus, die durch eine weitere 0,3 MP unterstützt wird. Der IMX230 Exmor Sensor von Sony besitzt eine Blende von f/2.8. Klar, dass auch Blackview dem Trend folgen muss und dem Käufer eine Dual Kamera suggeriert. Von jener ist allerdings im Betrieb nichts zu spüren. Hier gesellt sich das Smartphone zu einer ganzen Schar von Geräten, die dem Kunden eine Dual Kamera für tolle Bokeh-Effekte versprechen, aber letztendlich nur Dummies sind. Der Effekt wird lediglich mittels eines Filters über das Bild projiziert. Wie in unserer Preview bereits angemerkt, ist nicht die Anzahl der möglichen Pixel auschlaggebend, sondern vielmehr die Synergie aus allen Komponenten. Erfahrungsgemäß haben Kameras mit deutlich mehr als 16 MP das Problem von Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen. Erstaunlicher Weise gelingen mit dem P6000 tatsächlich brauchbare Aufnahmen und das sogar ohne, dass ein HDR Modus vorhanden ist. Zusätzlich bietet die Kamera noch einen digitalen Zoom. Wirklich positiv überrascht bin ich von der Auslösezeit beider Kameras. Die Aufnahmen werden ohne Wartezeit direkt getätigt. Selbst wenn man sich bei einem Schnappschuss leicht bewegt, sind die Fotos weder verschwommen, noch verzerrt. Das habe ich bei vergleichbaren Geräten schon anders erlebt. Die Farben könnten durchaus einen Tick knackiger sein, aber da Deutschland den grauesten Winter aller Zeiten durchlebt, ist nunmal die Außenwelt dunkel und farblos :(. Immerhin können ISO-, Helligkeits-, Sättigungs- und Kontrastwert manuell angepasst werden.

Die Frontkamera löst mit maximal 8 MP, ist laut Spezifikation mit dem Sensor Hi-846 vom Halbleiterhersteller Hynix ausgestattet und hat eine f/2.4 Blende. Selbst die Aufnahmen mit der Frontkamera sehen recht ansehnlich aus. Klar, beim genaueren Hinsehen fällt schon auf, dass Objekte im Hintergrund unschärfer erscheinen, aber gerade das Gesicht wird recht scharf wiedergegeben. Das ist ja bei einem Selfie auch das Wichtigste. Videos können maximal in Full HD Qualität aufgezeichnet werden.

Klarer Kritikpunkt ist und bleibt mal wieder die vorgegaukelte Dual Kamera. Diesen Werbegag hätte sich Blackview durchaus verkneifen können, denn das P6000 liefert trotz fehlender HDR-Funktion passable Fotos ab.

Konnektivität und Kommunikation

Blackview P6000 Sim Netz EmpfangDas P6000 unterstützt alle für Deutschland wichtigen Netze. Das Band 20 ist ebenfalls mit dabei. Das P6000 bietet einen sehr guten Netzempfang. Zur Navigation und Standortnutzung verwendet das Gerät GPS und Glonass. Ob Navigation zu Fuß oder im Auto: Das P6000 führt einen immer erfolgreich zum Ziel. Nach Aktivierung des Standortzugriffs vergehen ein paar Sekunden, bis selbiger auf 3m genau geortet wird.

Blackview P6000 GPS

Das Smartphone unterstützt Bluetooth in der Version 4.1 und den WiFi Standard 802.11b/g/n im 2,4 und 5,0 GHz Bereich. Wirklich erstaunt bin ich hier über die Empfangsstärke, denn selbst unten auf der Straße (ich wohne im 5. Stockwerk) hatte ich noch „guten“ Empfang und konnte über das Heimnetzwerk surfen. So gut war bisher noch kein von mir getestetes Gerät. Das Akkumonster von Blackview unterstützt zwar weder NFC, noch induktives Laden, kommt aber mit einer Gesichtserkennung daher. So soll das Entsperren mit Fingerabdruck oder per Muster / PIN entfallen. Die Registrierung des Gesichtes ist sehr fix in den Sicherheitseinstellungen von Android eingerichtet. Wenn man das Display per Druck auf dem Power Button aus dem Stand-By holt, soll das P6000 per Gesichtserkennung das Smartphone entsperren. Soviel zur Theorie! In der Praxis funktioniert das allerdings keineswegs. Zumindestens habe ich nicht herausgefunden, wie und wann einen Gesichtsabgleich stattfindet. Dem Nutzer wird nämlich nicht signalisiert, ob ein Gesicht registriert wurde oder eben nicht. Nix, Niente, Nada! Wenn Jemand von euch es herausfindet, wie und ob der Face Unlock überhaupt funktioniert, dann hinterlasst bitte ein Kommentar unten und belehrt mich eines Besseren. 🙂

Blackview P6000 SensorenDem User stehen alle gängigen Sensoren wie Helligkeits-, Beschleunigungs- und Annäherungssensor zur Verfügung. Zusätzlich enthält das P6000 noch einen Kompass, ein Gyroskop, Magnetfeld- und Hallsensor. Alle Sensoren, mit Ausnahme des Helligkeitssensors, verrichten ihre Aufgaben erwartungsgemäß. Der Helligkeitssensor läuft allerdings nicht ganz rund. Er kennt nur 3 Helligkeitswelligkeitsserte: 133 Lux sind es bei Dunkelheit, bzw. normalen Tageslicht, was schon widersprüchlich genug ist. Bei Lichteinfall geht der Beleuchtungsstärke hoch bis 304, bzw. bis maximal 502 Lux. Die adaptive Helligkeitsreglung je nach Lichtverhältnisse, funktioniert daher nicht zufriedenstellend.

Blackview P6000 Audio FXDie Entsperrung mittels Fingerabdruck funktioniert durchweg tadellos. Von 10 aufeinanderfolgenden Versuchen, wurde das Gerät jedes Mal direkt und zügig entsperrt. Sobald das P6000 einen angeschlossenen Kopfhörer erkennt, poppt das „Audio FX“ Panel auf. Hier kann man je nach Wunsch das Klangerlebnis seinen Wünschen anpassen. Nettes Feature, wobei „Clear“ den ausgewogensten Sound meiner Meinung nach bietet. Der Klang des Lautsprechers ist maximal Standard. Keine Tiefen, bzw. sehr blechernd. Bei der Gesprächsqualität gibt es Nichts zu beanstanden.

Akku

Blackview P6000 Batter TestWie der Name des Probanden schon erahnen lässt, verfügt das P6000 über eine Akkukapazität von 6000mAh…mehr sogar! Das Smartphone beherbergt einen sagenhaft großen 6180mAh Li-Ion Akku. Selten hat mich der Battery Life Test so viel Lebensstunden gekostet, wie in diesem Fall. Beinahe 16 Stunden hielt der Akkugigant durch. Somit erübrigt sich die Frage, ob man mit dem Gerät bei normaler Nutzung über den Tag kommt oder nicht. Im Fall des P6000 sollte man eher fragen, ob das Gerät eine ganze Woche durchhält! 🙂

Nicht ganz, lautet die Antwort: Wer am Tag ein wenig daddelt, telefoniert und surft, kommt mit einer vollen Akkuladung mit Sicherheit 2-3 Tage hin. Nutzer, die ihr Smartphone noch seltener benutzen, schaffen gewiss 4-5 Tage. Ein Zweistündiges YouTube Video verbraucht bei halber Helligkeitseinstellung nur 12% Akkuleistung!

Geladen wird das Telefon mit einem 12V/2A Ladegerät via USB-C. Das vollständige Aufladen von 5 auf 100%, benötigt 3 Stunden und 40 Minuten. Hierbei muss allerdings klar erwähnt werden, dass der mitgelieferte Ladeadapter defekt war. Das ist bei Neuware natürlich ein absolutes No-Go! So habe ich mich an einen 5V/2A Adapter bedienen müssen. So können wir zum derzeitigen Zeitpunkt kein Urteil über die Schnellladefunktion „Pump Express 2.0“ bilden. Wir vermuten, dass es sich hierbei jedoch nur um einen Einzelfall handelt. Gemäß Blackview kann das Smartphone nämlich innerhalb von 60min auf 70% geladen werden.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

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Christian Müller:

Blackview hat es geschafft gleich 3 Dinge zugleich zu realisieren, bzw. zu vereinen: Da wäre natürlich in erster Linie der riesen große Akku. Zum Zweiten wurde es trotzdem geschafft ein kompaktes Smartphone zu fabrizieren und zu guter Letzt auch anständige Hardware reinzupacken. Dieses Gesamtkonzept beeindruckt schon, wären da nicht auch die Schattenseiten des P6000:

Das Smartphone ist in logischer Konsequenz schwerer als viele seiner anderen Mitstreiter. 238g sind zwar kein Pappenstiel, unhandlich ist das Gerät deshalb trotzdem nicht unbedingt. Negativ fällt fast schon standardgemäß die Fake Dual Kamera auf. Bokeh-Effekte gibt’s nur mit einem 0815 Filter. Die Haupt- und Frontkamera liefert trotzdem passable Fotos ab; und das auch ohne HDR Funktion.
Im Zeichen der aktuellen Tri-Bezel-Less Displays, wirkt das Blackview P6000 schon fast wie ein Youngtimer. Immerhin liegt die Screen-to-Body ratio bei mageren 71%. Der Touchscreen reagiert im täglichen Gebrauch zum Teil etwas lahm. Teilweise war sogar nach Aufwecken aus dem Stand-by keine Eingabe möglich, da der Touchscreen einfach keine Berührung korrekt registriert hat. Zu guter Letzt sind hier noch der nicht anwendbare Face Unlock und der defekte Ladeadapter zu erwähnen, die das Gesamtbild etwas trüben.

Das Blackview P6000 richtet sich ganz klar an User, die sich schon immer ein ausdauerndes Smartphone gewünscht haben, genug Leistung erwarten und trotzdem keinen riesen Knochen mit sich herumtragen wollen. Wer auf Features wie Face Unlock verzichten und mit einem etwas zickigen Touchscreen leben kann, der darf gerne zugreifen. Allen anderen empfehlen wir daher eher das Xiaomi Redmi Note 4X, zumal es deutlich weniger kostet.

77% Dauerläufer...
  • VERARBEITUNG UND DESIGN 70 %
  • DISPLAY 60 %
  • BETRIEBSSYSTEM UND PERFORMANCE 80 %
  • KAMERA 70 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • AKKULAUFZEIT 100 %

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Daniel

Optisch erinnert mich das Gerät sehr stark an das Honor 9. Insbesondere die blaue Variante, die Kameras und der Fingerabdrucksensor wirken hier, als hätte das Honor Pate gestanden. Allerdings wirkt das Blackview deutlich klobiger, dank des großen Akkus.