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Molinks Elektroroller auf Xiaomi Youpin zum Crowdfunding veröffentlicht

Auf der Crowdfunding-Plattform Xiaomi Youpin wurde vor kurzem ein neuer Elektroroller vorgestellt, der (wie so oft) keine Probleme hatte, das Finanzierungsziel zu erreichen. Mittlerweile wurde es sogar sehr deutlich überschritten – 690 Prozent des ursprünglich zur Realisierung benötigten Betrags sind bereits bei Molinks eingegangen.

Auf der Xiaomi-eigenen Crowdfunding-Plattform Xiaomi Youpin können chinesische Unternehmen eigene Projekte zur Finanzierung durch Interessierte veröffentlichen. Die besonders erfolgreichen Produkte pickt sich Xiaomi heraus und integriert sie in das eigene Ökosystem “Mi Home”. Beispiele für solche Zusammenarbeiten sind zum Beispiel die Deckenlampe von Yeelight oder die Roborock-Saugroboter.

In dieser neuen Artikelreihe stellen wir verschiedene Gadgets vor, die auf der Crowfdunding-Plattform von Xiaomi veröffentlicht wurden. Diese fassen wir der Einfachheit halber unter dem Namen Xiaomi zusammen, obwohl natürlich viele verschiedene Firmen hinter den Produkten stehen.

In dieser News geben wir euch einen kurzen Überblick über das, was wir der leider größtenteils chinesischen Infoseite zum neuen Elektroroller entnehmen konnten.

Der Molinks Elektroroller in der Übersicht

Bisher konnte Molinks für seinen Elektroroller gigantische 3.891.759 Yuan einsammeln, was umgerechnet 500.000 Euro entspricht. Ein Exemplar des Rollers kostet 5.499 Yuan, also ungefähr 700 Euro. Für deutsche Verhältnisse ist das ein unschlagbarer Preis – selbst gebrauchte Roller mit Verbrennungsmotor kosten meist deutlich mehr.

d4b6ba078653394f9f9b985878962a0fHier ist aber natürlich ein E-Motor verbaut, der offensichtlich 800 Watt leisten soll und den E-Roller auf bis zu 45 km/h beschleunigt. Es gibt außerdem eine zweite Version mit einem 1200-Watt-Motor, dort reicht es für bis zu 55 km/h.

Der Motor für den E-Roller wird übrigens von Bosch geliefert, worauf Molinks sehr stolz ist. Eine Reichweite gibt der Hersteller auf der Crowdfunding-Seite nicht an, bei einer externen Quelle sind aber 140 Kilometer für die größere Variante mit 1200 Watt im Gespräch.

Die Reifen des Molinks E-Rollers haben einen Durchmesser von zehn Zoll. Der Scheinwerferec1dc69ec2ce1dbdfc5eb53376293e5b und die Heckleuchte kommen in LED-Technik – lustig, dass dieser Roller die Hälfte von dem kostet, was Audi sich für ein Upgrade auf Matrix-LED-Scheinwerfer beim Audi A4 nimmt. Arroganz oder Qualität?

An Infotainment bietet der Molinks Elektroroller ein LED-Display, das die Geschwindigkeit und andere wichtige Informationen anzeigt. Dort kann auch zwischen verschiedenen Fahrmodi gewählt werden – unter anderem einem “Speed Mode”. Außerdem bietet der Roller zwei Lautsprecher und kann mit der Molinks-App verbunden werden.

Unsere Einschätzung

Ganz allgemein und losgelöst von diesem Modell finden wir es gut, wie schnell China bei solchen Fahrzeugen auf alternative Antriebe umgeschwenkt ist. Für kurze Fahrten sind solche E-Roller sicherlich eine gute Alternative zum Auto – auch wenn besonders bei Modellen solcher “No-Name-Marken” die Langlebigkeit fraglich ist.

Der Molinks Elektroroller klingt nach einem günstigen und dennoch brauchbaren Produkt. Leider ist er in Deutschland derzeit nicht bestellbar, da Xiaomi Youpin ausschließlich nach China versendet. Aber vielleicht bietet Molinks seinen E-Roller zu einem späteren Zeitpunkt ja auch außerhalb der Crowdfunding-Plattform an. Wir werden sehen.
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Ich fahre selber seit Anfang des Jahres und nunmehr deutlich über 5.000km einen Elektroroller Chinesischer Produktion, nämlich einen Super Soco CUx (der auch erstmals über Youpin gezeigt wurde).
Mal von etwas klapprigen Kunststoffverbindungen abgesehen, absolut zuverlässig, durchzugsstark und effizient. Der Motor stammt hier ebenfalls von Bosch*, allerdings mit 1400W Dauer- und knapp 2800W Peak-Leistung. Wobei die Peakleistung für die Beschleunigung von der Ampel weg und Zwischenspurts im mittleren Geschwindigkeitsbereich maßgeblich ist.
*Bosch ist hier allerdings eher nur das Label: 2012 hat Bosch mit Ningbo Polaris den führenden Chinesischen (und somit weltführenden) Hersteller von elektrischen bürstenlosen Radnabenmotoren aufgekauft. Bosch selbst beschäftigt sich mehr mit der Systemintegration und Steuerung von Motor, Batterie und Controller.
Der hier gezegte Roller erinnert sowohl von den Werten als auch Maßen stark an den Niu M1 Pro (2.190,-€ als Einzelsitzer).
Man muss auf die chinesischen Preise dann die Importkosten (Versand, Versicherung, Zoll, Einfuhrumsatzsteuer), die Importeursmarge, die hier deutlich höheren Händlermargen addieren und wird dann (bei Marken-Li-Ion-Zellen, die man da durchaus erwarten kann) bei einem europäischen Preis deutlich jenseits der 2000€ landen. Das ist völlig normal, da für den europäischen Markt ja auch noch Konformitätsanpassungen und Bestätigungen durchgeführt werden müssen, die auch auf den Preis aufgeschlagen werden.
Bei meinem CUx durften zB. anscheinend die Blinker nicht in die Tagfahrlicht-Leuchten integriert sein und mussten extra ausgeführt sein, wodurch für den EU-Markt dann wieder Bauteil- und somit Werkzeuganpassungen für die Beleuchtung notwendig waren.
Im Allgemeinen lohnt es sich nicht, selbst einen E-Roller aus China zu importieren, bzw. wird man den hier erstmal gar nicht fahren dürfen.
Ich rate auch dringend von Discunter- bzw. Online-Billig-E-Rollern ab. Auch wenn die Werte zu stimmen scheinen, hapert es dann oft an der Ansteuerung oder an rapidem Leistungsabfall bei sinkenderm Batteriestand. Wenn man bei halbvollem Akku nur noch knapp 35-40kmh fahren kann, wird es unter Umständen im fließenden Verkehr richtig gefährlich.
Deswegen unbedingt beim Händler kaufen! Nicht nur wegen Gewährleistung und kleineren Serviceleistungen, sondern auch, um sich bei einer (möglichst ausgiebigen) Probefahrt davon zu überzeugen, dass der Roller zu den eigenen Vorstellungen passt. (Also lieber 10-15% mehr ausgeben, anstatt hinterher enttäuscht zu sein.)