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Viomi V2 Pro Saugroboter im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • gute Saugleistung
  • "vor und zurück wischen" Modus
  • gute Navigation
  • Global Version erhältlich (CE)
  • einfache Bedienung (Mi Home App)
Nachteile
  • Softwarefeatures stehen noch aus
  • durchschnittliche Akkulaufzeit
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Letztes Jahr im Juli hatten wir bereits den Viomi V2 im Testlabor und konnten das Gerät wegen großer Softwareschwächen nicht empfehlen. Viomi war das Problem scheinbar bewusst und nur wenige Monate danach, bringt man den Viomi V2 Pro auf den Markt. Der Viomi V2 Pro erscheint auch direkt als internationalen Version (mit CE-Zertifizierung und EU-Netzstecker + deutsche Bedienungsanleitung) und man kann den Sauger problemlos in die Xiaomi Home (Mi Home) App integrieren. Zunächst ein paar Worte zur Firma hinter dem Staubsaugroboter, die Roborock, Xiaomi und 360 Konkurrenz machen will.

Viomi V2 Pro im Test

Der Smart-Home Hersteller Viomi ist in China ganz groß und in Europa völlig unbekannt. Das börsennotierte Unternehmen bietet Kühlschränke, Waschmaschinen, Mixer und alles, was man so für Zuhause braucht, an – nur eben mit einer smarten Anbindung. Auch wenn Xiaomi unter anderem von chinesischen Onlineshops immer wieder im Zusammenhang genannt wird, ist Viomi nicht mehr als ein Partner und Xiaomi hält lediglich Anteile am Unternehmen. Sämtliche smarten Geräte von Viomi werden über die Xiaomi Home App ins Smart-Home integriert. Der Viomi V2 Pro tritt mit seiner Ausstattung in direkte Konkurrenz zum Mi Vacuum 2 und Roborock S5 Max/S6.

Beliebte Saug/Wischrobter im Vergleich zum Viomi V2 Pro

Roborock S6

Roborock S6 Titelbild

Roborock S5 Max

Roborock s5 max 23

Mi Robot 2

Xiaomi Mi VAcuum Wischfunktion

360 S7

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Viomi V2 Pro

Viaomi V2 Xiaomi Saugroboter

Saugleistung2000pa2000pa2100pa2000pa2150pa
Abmessungen35,0 x 9,6 cm35 x 9,6cm35 x 9,5cm35 x 10,3cm35 x 9,5cm
Gewicht3,6kg3,5kg3,6kg3,8kg3,3kg
Lautstärke6065686570
Wischfunktion
Wasserbehälter140ml290ml150ml150ml550ml
Staubbehälter500 ml460 ml600ml570 ml600 ml
Akkugröße5200 mah5200 mah3200 mah3200 mah3200 mah
Laufzeit15015012090120
Reinigungsfläche250250150100150
AppsteuerungMi HomeMi Home / RoborockMi Home360 AppMi Home
Mapping
NavigationLaserLaserLaserLaserLaser

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Wie oben bereits kurz angeschnitten, existiert bereits eine Global Version des Viomi V2 Pro Staubsaugroboter. Diese Version ist CE-zertifiziert und wird mit einem EU-Netzstecker geliefert. Die Ladestation ist mit 15 * 7,5 * 10cm (l x b x h) angenehm klein geraten. Trotzdem kann das Kabel in die Unterseite integriert / aufgerollt werden. Sonderlich stabil steht die Station aber nicht auf dem Boden. Hier wirkt ein Stück Klebeband aber Wunder.

Der Roboter dockt über 2 große Kontaktflächen zum Ladevorgang an. Das klappt in der Praxis auch zuverlässig. Im weiteren Lieferumfang befinden sich 2 Seitenbürsten, 2 Wischmopps, die Bedienungsanleitung (englisch und deutsch), ein separater Wassertank (550ml), ein Hybrid-Tank (Wasser [150ml] und Schmutz [250ml]) und ein reiner Schmutzbehälter (420ml). Der Schmutzbehälter mit 600ml Fassungsvermögen und die rotierende Hauptbürste an der Unterseite sind bereits vorinstalliert. Im Roboter selbst befindet sich noch eine Halterung für ein kleines Messer, das zum Entfernen von Haaren aus der Bürste genutzt werden kann.

Viomi V2 Pro mit vorbildlichem Lieferumfang

Der Viomi V2 ist ein typischer, runder Saugroboter mit einem Durchmesser von 35 cm. Der Saugroboter ist 8cm hoch (9,5cm mit Laserturm). Die Bodenfreiheit beträgt 2,5cm und im Test konnte der Roboter 2cm hohe Absätze gerade so überwinden. Das schwarz-silberne Design des Viomi V2 wirkt modern und hochwertig.

Gesteuert wird das Gerät über zwei Tasten an der Oberseite. Einschalten, Zurück zur Station und der Reinigungsbeginn ist darüber möglich. Hält man beide Buttons für 10 Sekunden gedrückt, kann anschließend das WLAN konfiguriert werden. Die eigentlich umfangreichen Funktionen erhält man natürlich erst über die Xiaomi Home App, dazu aber später mehr. Die Tasten, Schmutz- und Wasser-Behälter und der gesamte Viomi V2 Sauger bestehen komplett aus Kunststoff. Alles fühlt sich nicht so hochwertig an wie bei einem RoboRock oder Xiaomi Sauger, aber das spürt man auch nur im direkten Vergleich. Die Verarbeitung ist gut und der Roboter reagiert in englischer Sprache zuverlässig auf den Wechsel der Tanks.

Praxiseinsatz des Viomi V2 Pro

Viomi protzt mit einer Saugleistung von 2150pa. Das wird aktuell nur vom neuen Lenovo X1 Saugroboter überboten. Der erste Mi Vacuum hatte 1800, der aktuelle Mi Vacuum 1s hatte 2000pa, ebenso wie der Roborock S5, S5 Max und der neuste S6. Im Praxistest kann man kaum einen Unterschied bei der Saugleistung ausmachen. Für den Test habe ich 80g Schmutz (bestehend aus Haferflocken, Sand und gemischten Müsli) in der Küche verteilt. Der Viomi V2 Pro sammelte 68g ein, der Roborock S5 69g und der Mi Vacuum 1S 72g. Das ist letztendlich auch einfach Glückssache, da alle Sauger manchmal unglücklich den Schmutz mit der rotierenden Seitenbürste in den Raum schleudern. Das Reinigungs-Ergebnis für die doch recht starke Verschmutzung kann sich sehen lassen. Auch auf dem Teppich sind die Ergebnisse von den drei benannten Saugern vergleichbar. Eine höhere Saugleistung in der Praxis kann man dem Viomi V2 Pro jedenfalls zuschreiben.

Der Viomi V2 ist zusammen mit dem Roborock S5 und dem Mi Vacuum 2 einer der günstigsten Sauger mit Wischfunktion auf dem Markt und wird mit 3 verschiedenen Einsätzen geliefert.

  • 600ml Schmutztank
  • 300ml Staub + 200ml Wasser Hybrid-Tank (2 in 1)
  • 560ml Wassertank

Diese Tanks kann man außerdem auch in den neuen Mi Vacuum 2 einsetzen, denn die Roboter sind wohl stark miteinander verwandt. Der reine Wassertank hat klare Vor- und Nachteile. Normalerweise wird Wasser in den Wischmophalter unter dem Sauger gefüllt und tränkt dann das Moppinpad entsprechend. So kann man beim Roborock S5 und S6 gleichzeitig saugen und wischen. Beim Viomi V2 belegt der große Wassertank den Platz für den Schmutzbehälter und es kann nur noch gewischt werden. Dafür wischt der Viomi V2 spürbar länger und feuchter als bei der Konkurrenz. Ebenso wie beim Mi Vacuum 2 wird die Wischleistung durch doppeltes Abfahren (Two-Way-Wipe) gesteigert. Wie im Video zu sehen wischt der Roboter wirklich vor und zurück.

Da aber auch hier nicht wirklich viel Druck ausgeübt wird, ist das Ergebnis noch lange nicht ideal. Die Sauberkeit eines Raumes wird im Vergleich zum einfachen Saugen vielleicht um 20-30% gesteigert. Einem wirklichen Wischen mit Druck von oben kommt das Ergebnis in keiner Weise gleich. Man kann allerdings in die App die Stärke des Wasserdurchflusses in 3 Stufen konfigurieren (niedrig, mittel und hoch), wobei nur die stärkste Einstellung für ein richtig feuchtes Moppingpad sorgt. Da der Viomi V2 Pro nur moppt und nicht saugt in diesem Modus, ist der Akkuverbrauch deutlich geringer im Vergleich zur Konkurrenz. Nach 45 Minuten wischen hatte der Viomi V2 Pro nur 20% Akku verloren.

Laser Navigation Viomi V2 Pro

Alternativ kann man auch den Hybrid-Tank nutzen und somit dennoch gleichzeitig wischen und saugen. Das Wasser reicht dann nur für knapp 30m² aus (auf mittlerer Stufe). Der Schmutzbehälter des Hybrid-Tank ist für einen Wohnungsreinigung (in meinem Fall knapp 90m²) ausreichend. Auch bei der Arbeitszeit kann sich der Viomi V2 Pro mit der Konkurrenz messen. Durch die intelligente Laser-Navigation fährt der Roboter zuverlässig und schnell durch den Raum. Auch die Saugleistung kann natürlich in 4 Stufen reguliert werden.

Auch weitere Sensoren sind natürlich verbaut, im Allgemeinen kann man sagen, dass sich der Viomi V2 Pro sehr vorsichtig durch die Wohnung bewegt und nur selten mal etwas stärker anstößt. Da ist ein alter Mi Vacuum 1 schon wesentlich gröber zum Mobiliar. Dennoch ist der Reinigungsvorgang spürbar langsamer als bei der Konkurrenz. Für mein großes Wohnzimmer zu saugen benötigt der Viomi V2 Pro schon 60 Minuten. Der Roborock S5 erledigt den Job in 45 Minuten. Das spürt man letztendlich auch beim Akkuverbrauch.

Xiaomi Home App – Funktionen und Einrichtung

Der Viomi V2 Pro kann in die Xiaomi Home App eingebunden werden. Die deutsche Übersetzung ist aktuell vollkommen unverständlich und man sollte hier definitiv Englisch nutzen. Dort sind alle Funktionen verständlich aufgelistet.

Der Viomi V2 Pro ist durch den Laser in der Lage, eine detaillierte Karte zu erstellen, die sowohl die Umrisse des Raumes, als auch den Weg des Roboters abzeichnet. Diese Karten können auch gespeichert werden. Manche Onlineshops werben auch mit einer konfigurierbaren Mehretagenreinigung, allerdings kann der Roboter aktuell nur eine Karte speichern. Hat man solch eine Karte gespeichert, kann man mit der No-Go Area Funktion auch ganze Räume oder bestimmte Bereiche abtrennen. Auch eine Absperrband-Funktion ist vorhanden.

Zone-Cleanup steht auch zur Auswahl, hier lassen sich Bereiche definieren, die anschließend gereinigt werden sollten. Alle anderen Bereiche lässt der Viomi V2 dann einfach in Ruhe und fährt nur die eingezeichnete Fläche ab.

Viomi V2 Pro Testbericht WischpadMan kann in der App den Wischmodus aktivieren, dann läuft der Roboter flüsterleiste durch die Wohnung und wischt, bzw. feuchtet den Boden bei Bedarf leicht oder stark an. Das Wischpad oben im Bild ist für den reinen Wischmodus, das Untere wischt nochmal trocken nach.

Irgendwie stehen viele Leute auf diese eigentlich überflüssige Funktion, aber etwas sauberer ist der Raum nach dem Wischen schon. Teppicherkennung oder sonstige Spezialfunktionen für das Mopping gibt es jedoch nicht.

einzelne Räume werden erkannt

Der Viomi V2 Pro erkennt zwar einzelnen Räume, aber die sogenannte Mehrraumreinigung ist nicht möglich, wie wir sie vom Roborock S6 und Mi Vacuum 1S, 2 kennen. Ansonsten ist der Standard aber mit dabei. Dazu gehören ein DND Modus (Zeitraum in denen der Robo auf keinen Fall startet), Fernsteuerung, Kartenspeicherung, 4 Saugstufen, 3 Wischstufen, Zoned-Cleanup (Reinigung ausgewählter Bereiche), Kantenreinigung (der Sauger fährt nur die Ränder und Ecken des Raumes ab) und die Doppelreinigung (Secondary Cleaning). Der Modus für eine 2-fache Reinigung ist wirklich praktisch. Dann fährt der Roboter immer 2 mal die gesamte Reinigungs-Fläche ab. Eine Mehrraumreinigung wird wohl noch folgen, warum sollten die Räume sonst einzeln benannt werden.

Während die Software beim Viomi V2 uns den gesamten Spaß am Sauger nahm, hat der Hersteller mit dem “neuen” Pro-Modell hier ordentlich nachgebessert. Hier und da stellt sich der Roboter dennoch etwas blöd an, läuft aber über die Mi Home App ziemlich gut.

Akkulaufzeit und Reinigungsfläche

Der Viomi V2 ist im Vergleich zur Konkurrenz nur mit einem 3200 mAh starken Akku ausgestattet. Nach 30 Minuten Saugen auf höchster Leistungsstufe verliert der Viomi 30% Akku. Beim Mopping gehen für die gleichen 30m² nur 8% Akku verloren. Geht man in den Standard Modus beim Saugen, verliert der Robo nur noch 25% Akku. Also 1,5 Stunden Einsatz sind möglich, damit reinigt der Roboter knapp 100m² Wohnfläche, wenn man zuvor den Raum entsprechend vorbereitet hat. Sollte der Roboter trotzdem mal während dem Saugvorgang leer gehen, fährt der Viomi V2 natürlich automatisch zur Station zurück und lädt sich innerhalb von 4 Stunden wieder voll auf. Danach wird die restliche Fläche automatisch gereinigt.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Alles dreht sich mal wieder um Xiaomi. Sowohl bei Roborock, als auch bei Viomi hat der Hersteller seine Finger im Spiel. Was am besten funktioniert, wird letztendlich von Xiaomi adaptiert und das sieht man auch an der Ähnlichkeit zwischen dem Viomi V2 Pro und dem Mi Vacuum 2.

Der Viomi V2 versuchte mit vielen Features und sehr günstigen Preis zu glänzen, scheiterte aber an der Software. Der Viomi V2 Pro liefert nun einen neuen Hybrid-Tank (Saugen und Wischen gleichzeitig möglich) und auch die Software ist endlich gut nutzbar. Teilweise geht das Gerät schon für um die 300€ über die Ladentheke. Die auf dem Papier höchste Saugleistung gelingt dem Sauger aber nicht wirklich in der Praxis. Der “nur Wischen“ Modus ist ganz cool, aber ohne ordentlich Druck bringt einen auch das benässen von Oberflächen nicht wirklich weiter.

Der Viomi V2 Pro ist entsprechend günstiger als ein Roborock S5 Max oder Roborock S6 und auf einem Preislevel mit dem Xiaomi Mijia Mi Robot 2, aber insgesamt nicht besser. Wer aber eine günstige Global Version präferiert, findet im V2 Pro seinen Haushaltshelfer. Alternativ hilfr euch auch ein Blick in unserer Bestenliste der Saug-/Wischroboter.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 12.07.2020

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dan1el90
Gast
dan1el90 (@guest_62507)
2 Monate her

Testest du auch den Viomi V3? Würdest du den oder den RoboRock S5 MAX kaufen?
Hab dazu noch diesen Vergleich gelesen https://raspberryundco.de/viomi-v3-vs-roborock-s5-max/

PanEuropean
Gast
PanEuropean (@guest_58709)
4 Monate her

Wie wäre es, wenn Ihr mal zum Vergleich und besseren Einordnen der China-Robosauger nen Neato z. B. den Botvac D7 Connected testen würdet? M. E. interessant, da er ne deutlich breitere Bürste hat.

Michael
Gast
Michael (@guest_58691)
4 Monate her

Kann man in die Wassertanks eigentlich auch nicht-schäumende Putzmittel einfüllen, oder nur reines Wasser?