Meizu M6S

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Mit dem Meizu M6S präsentiert der Hersteller ein vielversprechendes Mittelklasse Smartphone, das als direkter Konkurrent zu den neuen Xiaomi Redmis durchgeht. MEIZU ist der kleine Zwerg unter den China-Riesen und hinkt bei den Absatzzahlen hinter Huawei, Xiaomi, Oppo und Vivo weit zurück. Dabei bieten die Smartphones ähnlich viel Leistung fürs Geld. Auch in unseren Testberichten können die meisten Meizu Smartphones fast immer punkten und liefern ein sehr gutes Gesamtergebnis. Beim Meizu M6 Note scheiterte es dann eher an der Verfügbarkeit, als an der Preis-/Leistung. Ob die Global Version des Meizu M6S uns in Europa erreicht, wird über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die Ausstattung des Meizu M6S klingt jedenfalls vielversprechend.

Meizu M6S Ankündigung

Design und Display

Meizu ist berühmt für den mTouch Button, und genau dieser ist nun dem 18:9 Rausch zum Opfer gefallen. Der mTouch Button kombinierte alle Befehle und den Fingerabdrucksensor im Home-Button. Als Alternative stellt Meizu im M6S den „Super mBack“ Button zur Verfügung. Dieser druckempfindliche Button befindet sich im Display und kombiniert weiterhin den Zurück-, Home- und Multitasking-Befehl. Wie gut das Ganze funktioniert, werden wir erst im Testbericht herausfinden. Der Fingerabdrucksensor ist nun rechts im Power-Button integriert. Laut Hersteller dauert die Entsperrung nur 0,2 Sekunden und der Erkennungswinkel umfasst 360°.  Das Design erinnert ansonsten stark an das M6 Note und ist wie bei Meizu üblich auch stark an Apple angelehnt. Die Antennenlinien oben und unten und das Unibody Metallgehäuse erinnern ans Iphone 7. Die Verarbeitung war bei Meizu bislang immer tadellos, das wird sich auch beim M6S kaum ändern.

Meizu M6s Rückseite Meizu M6S Display Meizu M6s Design M6S Fingerabdrucksensor

Besonders stolz ist man auf das 18:9 Display und preist es als innovative Neuerung an. Das Edge-to-Edge Display verringert die Ränder über und unter dem Display und durch das 18:9 Format bleibt das M6S auch mit 5,7 Zoll Diagonale kleiner als ein 5,5 Zoll Smartphone. Die genauen Abmessungen betragen 152*72.5*8mm und 160g bringt das kompakte Gerät auf die Waage. Die Euphorie schmälert die HD+ Angabe beim Display. Dieses löst nämlich „nur“ mit 1440 x 720 Pixel auf. In der Praxis könnte es aber dennoch überzeugen.

Meizu M6S edge to edge Display

Leistung und Ausstattung

Für genügend Leistung im Meizu M6S soll der brandaktuelle Exynos 7872 Prozessor von Samsung sorgen. Der energieeffiziente Prozessor wird ebenso wie der Snapdragon 625 im 14nm Verfahren gefertigt, bringt es im Antutu 7 aber fast auf 90000 Punkte. Der Snapdragon 636 aus dem Note 5 bleibt aber mit 120000 Punkten dennoch der Klare Sieger. Der Hexa-Core Prozessor taktet mit 2 x  2,0GHz im Leistungscluster (Cortex-A73 Kerne) und 4 x 1,6GHz (Cortex A53 Kerne) im Stromsparcluster. Unterstützt wird der Prozessor durch eine Mali-G71 GPU und 3GB LPDDR3 RAM. Mit dieser Ausstattung ist das Meizu M6S auch für aktuelle Spiele geeignet und ein flüssiges System sollte kein Problem sein. Meizu setzt wie die meisten Hersteller auf ein angepasstes Android System, welches auf den Namen Flyme hört. Vermutlich wird das angepasste System noch auf Android 7 Basis laufen, aber wir lassen uns gerne positiv überraschen.

Meizu M6S Hand

Die Global Version des Meizu M6S unterstützt alle in Deutschland notwendigen 2G, 3G und 4G (LTE) Frequenzen:

4G FDD-LTE: B1/3/5/7/8/20

4G TD-LTE: B40

3G WCDMA: B1/2/5/8

3G CDMA: Bc0

2G GSM: B2/3/5/8

WLAN funkt im n-Standard sowohl im 2,4 als auch im 5GHz Netz. Bluetooth 4.2 und die üblichen Sensoren sind mit Näherungs-, Beschleunigungs- und Helligkeits-Sensor auch vorhanden. Obendrauf gibt es auch noch ein Gyroskop, Drucksensor und einen Kompass. GPS wird selbstverständlich auch unterstützt.

Kamera und Akkulaufzeit

Meizu verzichtet auf den Dual-Kamera Trend, was wir bei einem Kampfpreis von 150€ durchaus als positiv verbuchen. Die 16 Megapixel Hauptkamera arbeitet mit einer f/2.0 Linsenöffnung und PDAF Autofokus. Für anständige Selfies soll ein 8 Megapixel-Sensor sorgen. Meizu hatte in der Vergangenheit häufig ein Händchen für gute Kameras, ob das auch beim M6S der Fall ist, werden wir erst im ausführlichen Testbericht herausfinden.

Meizu M6S Kamera

In Anbetracht des sparsamen Prozessors und dem „nur“ HD+ Display reicht der 3000 mAh auf jeden Fall aus, um durch den Tag zu kommen. Quick-Charge wäre nett, aber in dieser Preisklasse auch kein Zwang. Flyme-OS könnte die Akkulaufzeit nochmals erheblich verbessern, im Testbericht wird sich das dann zeigen.

Unsere Einschätzung

Meizu ist der Underdog unter den großen chinesischen Herstellern und immer für eine Überraschung gut. Das Gerät hat laut Spezifikationen zwar keine Chance, dem großen Redmi Note 5 Konkurrenz zu machen, aber als Alternative für ein Redmi 5 Plus geht das Gerät allemal durch. Wir werden uns schnellstmöglich ein Testgerät besorgen und uns dann mit einem ausführlichen Testbericht zurückmelden. Derzeit befindet sich der kleine Bruder M6 schon im Testlabor.

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Enzio
Gast
Enzio

Der wirkliche Konkurrent für das Note 5 dürfte sowieso das Meizu E3 werden. Zumindest auf dem Papier zerreißt es das Xiaomi-Gerät spielend und kostet nicht bedeutend mehr.

Harald
Gast
Harald

Habe mir ein Redmi Note 5 4/64 für 186€ vorbestellt.
Das Meizu E3 6/64 kostet in China bereits 50€! oder ca. 25% mehr und das wäre der direkt umgerechnete Kurs ohne den üblichen Aufschlag, welchen man bezahlt, wenn man es hier über einen China Shop kaufen würde.
Die Kamera scheint auf dem Papier besser zu sein und es hat USB Typ C, darüber hinaus 6 GB RAM.
Mal abgesehen vom deutlichen Preisunterschied, die 2GB RAM merh wirst du null im täglichen Gebrauch bemerken. Bleibt eine eventuell bessere Kamera und C-Type, das nenne ich einen kleinen Vorteil zu entsprechenden Mehrkosten von vermutlich 70€ aber sicher kein Zerreißen.

Darüber hinaus:
Es hat Flyme 7 OS installiert, das auf Android 7.1.1. Ernsthaft ein gerade erscheinendes Smartphone auf Basis von Android 7
Hat es eigentlich Band 20?
Es hat mindestens eine 25% kürzere Laufzeit da kleinerer Akku.

Enzio
Gast
Enzio

Erstmal abwarten, wie die Global-Version vom Note 5 wirklich aussieht. Die Kamera ist schlechter als die der Chinaversion, und der EIS ist eventuell auch gestrichen worden. Falls das wirklich so sein sollte, stopfe ich Xiaomi kein Geld für so eine Spar-Variante in den Hals.