Das zu Huawei gehörende Unternehmen Honor gehört mittlerweile doch zu den eher bekannteren Herstellern aus Fernost. Honor versucht mit günstigen Modellen vor Allem die jüngere Käuferschicht anzusprechen. Anders als die Konkurrenz sind Smartphones dieser Marke auch hierzulande sehr einfach über Online-Shops erhältlich. Honor-Geräte können sogar im Elektronikmarkt käuflich erworben werden. Man kommt quasi nicht drumherum, sich mit dem Kauf eines Smartphones von Honor zu beschäftigen, wenn ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ausschlaggebend ist. Während die X-Reihen von Honor leistungsmäßig im Mittelfeld Platz finden, sind die C-Modelle die Einsteigermodelle des Schwesterunternehmens von Huawei. Der Hersteller bietet ein ausgewogenes Verhältnis zu Leistung, Design und Qualität. Mit dem Honor 7C steht nun das Pendant zum Honor 7X in den Startlöchern, das bereits in unserem Test einen guten Eindruck hinterlassen hat. Also, auf die Plätze, fertig…los!

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Honor 7C 6

Das ein gut verarbeitetes Smartphone nicht gleich 500€ kosten muss, hat Honor schon oft genug unter Beweis gestellt. Das Honor 7X kostete zum damaligen Zeitpunkt gerade einmal 266,00€. Das uns zur Verfügung gestellte Honor 7C wird aktuell schon für 179,00€ bei Amazon angeboten. Vom Design her unterscheidet es sich zum stärkeren 7X nur minimal. Auch das 7C liegt trotz seiner Displaygröße von 5,99 Zoll gerade durch seine schön abgerundeten Ecken sehr gut in der Hand, was auch dem mageren Gewicht von nur 164g zu verdanken ist. Die Maße des neuen Sprösslings lauten 76,7 x 158,3 x 8,1mm. Die Verarbeitungsqualität ist, wie von Honor gewohnt, schlichtweg sehr gut. Optisch und haptisch kann man nicht erkennen, dass es sich um ein Smartphone für unter 200€ handelt. Dank des sehr geringen Gewichtes zieht einem das Honor 7C auch nicht die Hose herunter, wenn man es in der Tasche trägt. Das Smartphone besitzt kein randloses Display. Ist auch gar nicht weiter schlimm. Mit knapp 3mm sind die Displayränder trotzdem recht schmal geraten. Die Screen-to-Body Ratio liegt bei recht mageren 76,5%.

Honor 7C 2Honor 7C 8Honor 7C 5 Honor 7C 11

Wie schon gesagt, sieht das 7C nahezu identisch zum 7X aus. Auffällig ist nur die geänderte Form der Dual Kamera auf der Rückseite. Beim 7X sind die 2 Sensoren einzeln angeordnet, was irgendwie an 2 „Glubschaugen“ erinnert. Bei der günstigeren Version, dem 7C, sind beide Linsen zwar auch horizontal und nebeneinander angeordnet, aber in einer etwas erhabenen, kleinen Glasscheibe eingebettet. Der LED-Blitz ist hier ebenfalls untergebracht, jedoch vom Rand in Richtung Mitte gewandert. Das Backcover besteht aus matt lackiertem Aluminium und ist Unterhalb mit einem Honor-Schriftzug versehen. Kratzer dürften nicht sonderlich leicht entstehen. Im Laufe der Nutzung waren Fingerabdrücke nur minimal zu erkennen. Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich, wie so oft, ebenfalls auf der Rückseite. Dieser ist sehr gut zu erreichen. Oben sowie unten sind die bekannten Kunststoffabdeckungen in gleicher Farbe wie das Gerät angebracht, um für optimalen Empfang zu sorgen. Wahrscheinlich dem Material geschuldet, sieht man hier jedoch einen kleinen farblichen Unterschied zum Rest des Gerätes. Das Honor 7C ist in Deutschland zumindest in den Farben Schwarz und Blau erhältlich. Schön, dass eine Farbe auch einfach mal wie eine Farbe lautet. Kein „Ocean Blue“ oder „Midnight Black“ oder Ähnliches. 🙂

Honor 7C Color Transparent

Farbauswahl des Honor 7C (in Dtl.)

Bei den einschlägig bekannten Online Händlern kann man zudem das Honor 7C auch in Gold und Rot käuflich erwerben. Ferner gibt es die Möglichkeit, neben der 3/32 GB und der 3/64 GB-Variante auch eine 4/64 GB-Version zu beziehen. Kauft man das Gerät direkt beim offiziellen Honor Shop steht allerdings derzeit nur die 3/32GB Variante zur Verfügung.

Honor 7C 10Der Rahmen des Smartphones ist zur Front- als auch zur Rückseite hin leicht abgerundet. Auch, wenn der Spalt zwischen Rahmen und Display, bzw. zwischen Rahmen und Backcover zu erkennen ist, merkt man keine Übergänge. Hier wurde sehr sauber gearbeitet. Auf der rechten Seite des Frames sind Lautstärke-Wippe und Einschaltknopf untergebracht. Die Buttons sind ebenfalls in Gehäusefarbe gehalten, haben kein Spiel und zeichnen sich durch einen angenehmen Druckpunkt aus. Der Sim-Tray befindet sich oberhalb der linken Seite des Rahmens. Erfreulicher Weise haben wir es beim 7C nicht mit einem Hybrid Slot zu tun. Im Tray selbst finden nämlich 2 Nano Simkarten und eine MircoSD Karte zur Speichererweiterung Platz. Dual LTE wird allerdings nicht unterstützt. Somit bleibt der zweiten Sim Karte maximal 3G vorbehalten. Auf der Unterseite der Rahmens findet der Käufer links den 3,5mm Kopfhöreranschluss, sowie eine Aussparung für das Mikrofon und 5 weitere für den Monolautsprecher. Mittig hat das 7C leider nur einen Standard Micro-USB Anschluss vorzuweisen.


Das Honor 7C – C’est très chic! 🙂

Auf der Displayseite ist ganz links die Benachrichtigungs-LED untergebracht. Bei Erhalt von Push-Nachrichten oder verpassten Anrufen pulsiert sie in sanftem Grün. Mitunter ist sie bei Tageslicht etwas schlecht zu erkennen. Unserer Meinung hätte sie durchaus noch etwas heller sein können. Die Navigation erfolgt ausschließlich via Onscreen-Buttons. Wie von EMUI gewohnt. ist es jedoch möglich, die 3 Buttons auszublenden und bei Bedarf wieder per Wischgeste hervorzuheben.

Wir sind vom qualitativen und äußeren Erscheinungsbild des Honor 7C durchaus angetan. Der chinesische Hersteller liefert hier ordentlich ab. Trotz des großen Displays ist es dennoch handlich und ist in der Hosentasche durch das geringe Gewicht kaum zu spüren. Zudem liegt es durch die abgerundeten Ecken sehr gut in der Hand.

Display

Klar, auch Honor folgt dem aktuellen Trend und spendiert dem Smartphone ein 5,99 Zoll großes Display im 18:9 Format. Die Auflösung des Panels liegt, entgegen der vom 7X „nur“ bei 1440 x 720 Pixeln. Somit ergibt das lediglich 269 Pixel per Inch, was unterhalb des Retinawertes liegt. Keine Sorge, im täglichen Gerbrauch fallen prinzipiell keine Pixel auf. Nur wer etwas genauer hinschaut, kann vereinzelt Pixel wahrnehmen.

Honor 7C Tabs

Tab-Übersicht

Dies fällt vor Allem auf, wenn man ein Screenshot aufnimmt. Dank IPS ist die Blickwinkelstabilität des Displays sehr gut. Die Farben sind kräftig ohne unnatürlich zu wirken. Bei der Helligkeit sind wir bei einem Mittelwert von 330 LUX eigentlich etwas höhere Werte bei IPS-Displays gewohnt. Im Freien kann man die Inhalte, sofern keine direkte Sonneneinstrahlung zugegen ist, dennoch gut genug erkennen. Der Touchscreen erkennt parallel bis zu 10 Berührungen.

Die Farbdarstellung des Gerätes ist mir im Standard-Wert einen kleinen Tick zu warm. Das ist natürlich nur mein persönliches Empfinden. Zum Glück bietet EMUI dem User die Möglichkeit, die Farbwerte manuell einzustellen. Durch Verwendung von 2.5D Glas sind die Displayränder angenehm abgerundet. Kratzresistentes Gorilla Glass wird im Honor 7C nicht verbaut. Hier muss man sich also ggf. eine Panzerfolie zulegen, sofern einem die mitgelieferte Displayschutzfolie zu wenig Sicherheit vermittelt.

Da ja bekanntlich die 18:9 Displays immer populärer werden, kann auch das Seitenverhältnis in der YouTube App entsprechend angepasst werden. Zudem gibt es einen Lesemodus, der den Blauwert mindern. Dies ist gerade bei Dunkelheit sinnvoll, da zu kaltes Licht bei Dunkelheit die Augen und den Geist zu sehr beanspruchen. Der „Augen schonen Modus“ kann zudem auch zu einer bestimmten Uhrzeit vom System automatisch an und wieder ausgeschaltet werden.

Wie beim 7X, kann auch das Display des 7C weitestgehend überzeugen. Die Bildqualität liefert starke Farben und eine gute Blickwinkelstabilität. Allerdings muss auch gesagt werden, dass wir ein HD-Panel bei einem Handy über 150€ einfach nicht mehr angemessen finden. Bei der chinesischen Konkurrenz in unserer Bestenliste 100-150€ haben die Top-Smartphones alle Full-HD Panels verbaut.

Leistung

Honor 7C AnTuTuHonor 7C 3D MarkHonor 7C GeekbenchHonor 7C CPU

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Honor bei seinen Smartphones immer bestrebt, vernünftige Hardware zu einem ansehnlichen Preis zu verbauen. In der Regel werden Huawei’s eigene HiSilicon Kirin Prozessoren verbaut. Beim 7C hingegen hat man sich bei der Konkurrenz bedient und spendiert ihm einen Snapdragon 450 von Qualcomm. Dies ist der direkte Nachfolger vom SD 435, ist aber mit dem SD 625 verwandt. Lediglich die Taktrate von 1,8 Ghz der 8 Cortex A53 Kerne ist geringer. Der Mittelklasse Prozessor wird im effizienteren 14nm Verfahren hergestellt und soll bei ansonsten gleicher Hardware 4 Stunden länger durchhalten als der SD 435. Die neue SoC beherbergt einen verbesserten Bildprozessor, der auch ein Dual Kamera Setup unterstützt. Displays im 18:9 Format können hier nun auch angesprochen werden. Die SoC bietet eine gute Kombination aus genug Power und ausgewogener Energieeffizienz. Grafikberechnungen führt die Adreno 506 GPU durch. Leistungsmäßig ist das 7C dem 7X etwas unterlegen, wobei der Unterschied zum Kirin 659 nicht sonderlich groß ausfällt. Das Honor 7X erreichte in unserem AnTuTu Benchmark 81.000 Punkte. Das 7C kommt immer noch auf stattliche 72.000. Wartezeiten muss man also auch bei der abgespeckten Version des 7X nicht befürchten. Alle Apps werden verzögerungsfrei geöffnet und auch Asphalt 8 kann bei maximaler Detailstufe ruckelfrei gespielt werden. Die Wärmeentwicklung des Honor 7C ist auch nach einer ausgiebigen Spiele-Einheit relativ niedrig.

Honor 7C SpeichergeschwindigkeitDas Honor 7C ist in 2 Variationen erhältlich. Zur Auswahl stehen die 32 GB Version mit 3, sowie eine 4 GB DDR3 RAM Version mit 64 GB Hauptspeicher. Die Übertragungsrate liegt bei knapp 3,2 GB/s, was Niemanden vom Hocker haut, aber dennoch im täglichen Gebrauch ausreichend ist. Der Speicher erreicht mit einer Lesegeschwindigkeit 90 MB/s nicht gerade Spitzenwerte. Die Schreibgeschwindigkeit war leider nicht messbar. Dennoch reicht schon ein Wert, um festzustellen, dass das Ergebnis nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Das Smartphone unterstützt MicroSD-Karten bis zu einer Größe von 256 GB.

passende MicroSDs auf

Da wir es beim SD 450 um einen Prozessor im unterem Mittelfeld zu tun haben, ist es auch klar, dass wir es auch nicht mit einem Leistungsmonster zu tun haben. Mit dem Kirin 659 des Honor 7X kann er nicht ganz mithalten und bei Xiaomi bekommt man den gleichen Prozessor im Redmi 5 schon für 120€. Zudem liegt zwischen dem Snapdragon 636 im Redmi Note 5 und dem SD450 des 7C ein gigantischer Unterschied zu Ungunsten von Honor, obwohl das Konkurrenz-Modell das gleiche kostet. Dennoch macht die SoC in der Praxis eine gute Figur. Werden doch jetzt auch zeitgemäße Features unterstützt. Die sehr gute Energieeffizienz des Prozessors ist auch beim Akku-Test zu erkennen.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

Android

Honor 7C HomeHonor 7C MenueHonor 7C AppDrawerHonor 7C Version

Als Tochterunternehmen von Huawei ist es quasi selbstverständlich, dass auf dem Honor 7C EMUI läuft. Installiert ist die Version 8.0.0, die auf Android 8.0 basiert. Das System ist typischer Weise so stark modifiziert, dass von einer Stock-Version nahezu keine Spur mehr vorhanden ist. Im Falle von EMUI ist das aber durchaus positiv, da es wie gewohnt mit zahlreichen und nützlichen Features ausgestattet ist. Unter anderem kann, wie bereits erwähnt, die Farbtemperatur nach Belieben eingestellt werden. Der Fingerabdruck-Sensor ist nicht nur einfach zum Entsperren des Smartphones gedacht, sondern kann auch andere Funktionen übernehmen. Da wäre zum Beispiel die Annahme eines eingehenden Anrufes. Bei der Anzeige von Fotos kann man auf dem Sensor mit einem leichten Wisch nach rechts oder links das nächste oder vorige Bild anzeigen lassen. In der Tat klappt das auch in der Praxis ausgesprochen gut. Und es geht noch weiter: Per einfachen Wisch von oben nach unten, wird zu jederzeit die Benachrichtigungszeile eingeblendet. Toll ist auch die einfache Auswahl von Standard Apps. So lässt sich blitzschnell ein anderer Launcher einstellen und als Standard einrichten.

Honor 7C NavidotHonor 7C ModiHonor 7C Fingerprint IDHonor 7C Telefonmanager

Des Weiteren kommt EMUI mit einem integrierten Telefonmanager daher. Dies kann das System aufräumen, bestimmte Telefonnummer auf die „Black-List“ setzten und zudem nach schadhaften Programmen suchen. Wem das Erscheinungsbild des Systems nicht ganz gefällt, kann im Theme-Shop dutzende, frei verfügbare Designs herunterladen. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine Huawei ID, die einer vorigen Registrierung Bedarf.

Honor 7C Bloatware

Bloatware

Zum Bedienen unterwegs kann man ganz easy mittels Wischgeste auf den Onscreen-Buttons den Bildschirmausschnitt verkleinern (One-Hand-Mode). Wem die 3 Standard Android Buttons nicht zusagen, kann anstatt dessen den „NaviDot“ aktivieren. Dieser übernimmt dann die gleichen Funktionen. Der NaviDot ist frei beweglich und kann somit überall auf dem Bildschirm platziert werden. Tippt man ihn einmal an, geht man einen Schritt zurück. Kurz gedrückt halten und man kommt zum Startbildschirm zurück. Tippt man den „Dot“ an und zieht ihn parallel in eine beliebige Richtung, werden alle z.Z. offenen Applikationen angezeigt. Naja, „nice to have“, aber wer will schon einen weißen Punkt auf seinem Bildschirm haben?! :O)

 

Wenig Überraschendes gibt es an der Malware-Front zu berichten. Unsere sorgfältige Überprüfung brachte als Resultat, dass das Honor 7C, bzw. EMUI völlig frei von Schadsoftware ist. Das haben wir auch nicht anders erwartet. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch. Im EMUI-System sind von Hause aus doch so einige Apps und Spiele von Drittanbietern mitliefert. Erfreulicher Weise kann man sie ohne Weiteres deinstallieren. Trotzdem muss das doch nicht sein…aber gut.

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Kamera

Das 7C besitzt eine echte Dual-Kamera auf der Rückseite, die aus einem 13 Megapixel Sensor mit einer Blende von f/2.2 und einer weiteren 2 Megapixel Kamera besteht. Sofern gute Lichtverhältnisse vorherrschen, gelingen sehr gute Aufnahmen mit kräftigen Farben mit dem Smartphone. Bei schlechteren Lichtverhältnissen, hier reicht auch schon ein bedeckter Himmel, zeigen alle Aufnahmen einen deutlichen Rot-Stich. Aufnahmen bei Dunkelheit wirken sehr verrauscht und detailarm. Der LED-Blitz hat zudem zu wenig Power, um die Umgebung gut auszuleuchten. Sofern der Blitz aktiviert ist, dauert es doch 1, 2 Sekunden bis das Foto nach Betätigen des Auslösers geschossen wird. Der Autofokus arbeitet nahezu verzögerungsfrei und sehr solide. Als kleines Gimmick kann man sein Foto mit einem Sticker versehen. Unter anderem kann man so direkt auf dem Foto festhalten, wo man es geknipst hat und wie warm es zum damaligen Zeitpunkt war. Natürlich können die Fotos auch mit „lustigen“ Sprüchen versehen werden.

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Live-Foto-Filter

Die 8 Megapixel Frontkamera hinterlässt einen guten Eindruck. Sie bietet viele Details und eine realistische Farbdarstellung, auch wenn hellere Objekte im Hintergrund (z. Bsp. Himmel) deutlich überbelichtet werden. Videos lassen sich maximal in HD-Qualität aufnehmen und halber oder 1,5-facher Geschwindigkeit abspielen. Dabei sollte man das Handy aber unbedingt ruhig halten, da eine optische (OIS) oder elektronische (EIS) Bildstabilisierung leider nicht vorhanden ist.

Dual Kamera

Dank zweiter Kamera auf der Rückseite liefert das 7C tolle Bokeh-Aufnahmen. Aufnahmen mit unscharfem Hintergrund sind zwar ohne Weiteres möglich, aber mit Sorgfalt zu bedienen. Die Abtrennung des Hintergrundes, vor Allem bei Personen, Blättern oder Sträuchern, funktioniert teilweise nicht zuverlässig. Gleiches Problem haben wir bereits beim Honor 7X feststellen müssen. Bei symmetrischen Objekten macht die Dual-Cam allerdings eine sehr gute Figur und es lassen sich gut aussehende Fotos knipsen.

Konnektivität und Kommunikation

Auch das Honor 7C ist ein Dual SIM Smartphone. Erfreulicher Weise verzichtet man auf einen Hybrid Slot. So ist es möglich, parallel 2 Nano-SIM Karten zu verwenden und dennoch den Speicher zu erweitern. Das für Deutschland wichtige LTE-Band 20 ist natürlich mit dabei, beim Kauf aus China sollte man aber auf die Global Version achten!

Honor 7C GPSBei der Gesprächsqualität haben wir rein gar nichts auszusetzen. Mein Gesprächspartner konnte mich zu jeder Zeit ausreichend gut verstehen. Die Sprachqualität bei Verwendung der Freisprechoption lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Zur Verbesserung der Gesprächsqualität unterstützt das Honor 7C zudem Voice over LTE, also kurz (VoLTE). Die Navigation verläuft im Auto, wie auch zu Fuß, anstandslos gut.

Der Klang des Lautsprechers hat ein wenig überrascht. Natürlich kann man kein wirkliches Klangerlebnis erwarten, da die kleinen Soundgeber der Smartphones in den meisten Fällen immer sehr blechernd klingen. Beim 7C gibt der Lautsprecher aber auch bei maximaler Lautstärke immer noch ein klares Klangbild ab ohne zu übersteuern. Der 3,5mm Kopfhöreranschluss funktioniert tadellos. Das eingesteckte Kabel dient zeitgleich als Antenne für das UKW-Radio.

Honor 7C SensorsAn Sensoren bietet das Smartphone das Standard Repertoire an. Neben Näherungs- Beschleunigungs- und Helligkeitssensor, hat das 7C noch einen E-Kompass, einen Hall- sowie Magnetsensor zu bieten. Auf NFC muss in dieser Preisklasse, wie so oft, verzichtet werden. Dank OTG-Funktion können USB-Sticks direkt angeschlossen und verwendet werden. Das WiFi-Modul unterstützt lediglich den b/g/n Standard im 2.4 Ghz Frequenzbereich und verrichtet seine Arbeit zuverlässig. Bluetooth liegt in Version 4.2 vor. Zu guter Letzt lassen sich parallel 2 Bluetooth-Endgeräte (Dual Blootooth) mit dem 7C verbinden. Die gleichzeitige Audio-Ausgabe auf 2 unterschiedlichen BT-Kopfhörern ist aber nicht möglich. 🙂

Das Entsperren mittels Fingerabdruck funktioniert absolut tadellos. Zudem spendiert Honor dem 7C auch eine Entsperrung mittels Gesichtserkennung, was in dieser Preisklasse noch recht ungewöhnlich ist. In der Praxis klappt das ebenfalls hervorragend, wenn da nicht die Möglichkeit besteht, den Sensor mittels eines Fotos auszutricksen. Das klappt zwar nicht bei jedem Versuch und Bedarf etwas Geduld, aber ist möglich. Aber gut, die Hersteller weisen ja auch selbst immer darauf hin, dass das Entsperren per Gesichtserkennung nicht vollständige Sicherheit geben kann.

Akku

Honor 7C AkkuHonor spendiert dem 7C einen Akku mit einer Kapazität von 3000 mAh. Für ein Smartphone mit solch großem Display ist das eigentlich kein besonders guter Wert. Rein von der Zahl her könnte man ja schon fast vermuten, dass das Smartphone keinen kompletten Tag aushält, ohne nachgeladen zu werden. Hierzu fällt mir doch gleich mein LG V10 ein, dass zwar auch mit großem 16:9 Display daherkommt, sogar über eine QHD-Auflösung verfügt, aber mit 3300 mAh nicht einmal einen Tag überlebte, ohne nach Strom zu verlangen. Aus diesem Grund habe ich es auch bereits in den Vorruhestand geschickt. Wir können euch jedoch beruhigen, denn dem Honor 7C ergeht zum Glück nicht das gleiche Schicksal. Dank der geringeren Auflösung und vor Allem dank des stromsparenden SD 450 kommt man bei normalem Nutzungsverhalten knapp 2 Tage hin, ohne das Gerät an die Dose hängen zu müssen.

Honor 7C Battery LoadingBeim Work-Life Battery Test schlug sich das 7C mit fast 9 Stunden DOT doch ganz gut. Schaut man ein einstündiges HD YouTube Video bei mittlerer Displayhelligkeit, gehen 13% an Akkuleistung verloren. Nach einer einstündigen Spiele-Session bleiben nach vollständiger Ladung noch 74% übrig. Geladen wird das Honor 7C mit einem 5V/2A Ladeadapter. Quick-Charge ist für das Honor 7C leider ein Fremdwort. Das vollständige Laden des Smartphones nimmt fast nie endende 4 Stunden in Anspruch.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

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Christian Müller:

Das Honor 7C kann in unserem Testbericht größtenteils überzeugen. Es ist zweifelsfrei eines der besten Low-Budget-Handys, die aktuell auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Insbesondere die hochwertige Verarbeitung, das flotte EMUI System, das mit zahlreichen Features ausgestattet ist und der energieeffiziente Prozessor haben uns gut gefallen.

Sofern gute Lichtverhältnisse vorherrschen, bekommt man ausreichend gute Fotos mit der Dual Kamera geliefert. Bei Nachtaufnahmen entstehen allerdings keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Außerdem erwarten wir eigentlich schon ein USB Type-C Anschluss. Des Weiteren ist das EMUI-System leider mit zahlreichen Zusatzapps (Bloatware) versehen, die sich zwar leicht deinstallieren lassen, aber trotzdem hier nichts zu suchen haben. Davon abgesehen bekommt man aber ein sehr gutes; und vor Allem ein sehr günstiges Smartphone.

Aufgrund schnellerer Hardware und besserer Kamera können wir euch auch einen Blick auf das Xiaomi Redmi S2 und das Redmi Note 5 als Alternativen empfehlen.

83%
  • Design und Verarbeitung 100 %
  • Display 70 %
  • Leistung und System 70 %
  • Kamera 80 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 90 %

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