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Umidigi A3S & Umidigi A3X – Android 10 Smartphones ab 55€ vorgestellt

Das Umidigi A3 und A3 Pro waren bereits zwei brauchbare Ultra-Low Budget Smartphones. Jetzt setzt der Hersteller noch einen drauf uns präsentiert die Nachfolger Umidigi A3S und Umidigi A3X. Der Preis ist fast schon skandalös niedrig: Lediglich 55€ verlangt der Hersteller für das Umidigi A3S und 65€ für das A3X. Bei diesem Preis überrascht es insbesondere, dass beide Smartphones von Werk aus mit Android 10 ausgestattet sind.

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Wir schauen uns im Folgenden das Design des Umidigi A3S und Umidigi A3X genauer an, checken die technischen Daten und vergleichen die beiden Modelle. Erwartet uns hier etwas der neue Ultra-Low Budget Geheimtipp?

Design & Anschlüsse

Umidigi A3X links vs. A3S rechts

Optisch unterscheiden sich beide Smartphones zwar merklich voneinander, scheinen aber jeweils einem der “alten” Smartphones aus der A3-Reihe nachempfunden zu sein. Das etwas längere, dafür aber weniger breite und schwere Umidigi A3S sieht dem Umidigi A3 ähnlich. Das Umidigi A3X hingegen sieht mit seiner breiten Einkerbung im Display wie das Umidigi A3 Pro aus.

Die Maße des Umidigi A3S betragen 154 x 73 x 8,45mm bei 197g und diejenigen des A3X liegen bei 147 x 70 x 8,7mm bei 184g. Im Gegensatz zur alten Generation sind die Abmessungen der beiden neuen Modelle sehr ähnlich – das Umidigi A3 war noch merklich kleiner als das Umidigi A3 Pro. Jetzt ist das teurere A3X das kleinere der beiden Handys.

Auf der Rückseite des A3S und A3X müssen die Unterschiede mit der Lupe gesucht werden. Beide sind aus einem Glas-Sandwich gefertigt, der Rahmen ist vermutlich aus Metall oder Kunststoff. Die Rückseite ist entweder in der Farbe “Midnight Green” oder “Space Grey” gehalten und wirkt sehr aufgeräumt – keine übergroßen Kamera-Module oder verspielte Elemente.

Die Dual-Kameras befinden sich jeweils in der linken oberen Ecke und werden von einem Blitz unterstützt. Der einzige sichtbare Unterschied ist der Fingerabdrucksensor: Der ist beim A3X nämlich oval und beim A3S rund. Die Position in der Mitte der Rückseite ist aber identisch.

Beide Smartphones kommen mit Micro USB, was wir unverständlich finden – bereits eine Generation vorher wurde das Umidigi A1 Pro mit USB-C ausgeliefert. Dieser Rückschritt ist wirklich bedauerlich, irgendwie muss der Preis aber wohl zustande kommen. Immerhin bleibt so der Kopfhöreranschluss erhalten. Der befindet sich auf der Unterseite, wo auch der Mono-Lautsprecher seinen Platz findet. Die Tasten befinden sich auf der rechten Gehäuseseite.

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Android 10 out of the box

Doch bevor wir zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Hardware kommen, erst einmal das möglicherweise größte Alleinstellungsmerkmal der neuen Low-Budget-Serie von Umi: beide Smartphones kommen von Haus aus mit Android 10! Bei einem so günstigen Smartphone ist es ungewöhnlich, dass ein erst vor kurzem veröffentlichtes Betriebssystem verwendet wird. Allerdings ist es sehr begrüßenswert und ein großer Plus-Punkt.

Leider ist Umidigi in der Vergangenheit immer wieder dadurch aufgefallen, keine oder nur eine handvoll Updates für die eigenen Smartphones zu liefern. Für mein Umidigi S3 Pro sind insgesamt zwei Sicherheitsupdates gekommen, das letzte im März (!). Erschienen ist das Smartphone im Januar.

Umidigi hat Besserung versprochen und will seine Smartphones nun für mindestens zwölf Monate aktuell halten. Das wäre immer noch viel zu wenig und wird wahrscheinlich sowieso nicht eingehalten. In Kürze wird das Umidigi F2 in der Redaktion eintreffen – mal schauen, ob sich die Versprechungen dann bewahrheiten.

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Prozessor, Speicher und Akku

Bisher haben sich die Unterschiede ja wirklich in Grenzen gehalten. Warum sollte ich mir also das Umidigi A3X für 10€ mehr als das Umidigi A3S kaufen? Die Antwort muss in der Technik liegen.

In beiden Smartphones kommt der MediaTek Helio A22 (MT6761) zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Vierkern-Prozessor mit bis zu 2,0 GHz Taktfrequenz je Kern, der bei graphischen Aufgaben von einer IMG GE8300 unterstützt wird. Unserer Erfahrung nach dürfte die Leistung dieser Kombination für ein flüssiges Navigieren durch das System oder das Senden und Empfangen von Nachrichten reichen – 3D-Gaming, VR oder anspruchsvolle Games sind aber nicht der Einsatzzweck des Prozessors.

Das Umidigi A3X kommt mit drei Gigabyte RAM, während das Umidigi A3S mit zwei Gigabyte auskommen muss. Ein Gigabyte Unterschied mag nach wenig klingen, könnte aber in der Praxis DAS Argument für das teurere Modell sein – zwei Gigabyte RAM sind nämlich mittlerweile einfach zu wenig.

Dafür ist der interne Speicher bei beiden Smartphones gleich klein. Ihr müsst leider mit 16 Gigabyte auskommen, von denen drei bis fünf Gigabyte wohl schon vom System belegt werden. Immerhin ermöglicht euch Umi die Speichererweiterung per Micro-SD-Karte – und das ohne Verzicht auf Dual Sim (Triple-Slot).

Das günstigere der beiden Modelle, das Umidigi A3S, hat seltsamerweise den größeren Akku. 3950 mAh statt 3300 mAh im A3X dürften für eine merklich längere Laufzeit sorgen. Beide Smartphones laden per Kabel mit bis zu fünf Watt, Wireless Charging wird nicht unterstützt.

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Display & Kamera

Bis auf die Einkerbung (Notch) des Umidigi A3X ähneln sich die Displays beider Smartphones. Die Auflösung beträgt jeweils HD+ (1440 x 720 Pixel). Die Diagonale liegt bei 5,7 Zoll. In der Software werden sowohl ein Dark Mode als auch eine Anpassung der Farbtemperatur unterstützt.

Die Kameras des Umidigi A3X und Umidigi A3S sind identisch. Der primäre Sensor auf der Rückseite hat jeweils eine Auflösung von 16 Megapixeln und kommt mit einer f/2.0 Blende und einem LED-Blitz. Der sekundäre Sensor, der laut Hersteller für den Portrait-Modus dediziert ist, hat fünf Megapixel. Mal sehen, ob der zweite Sensor seinen Zweck erfüllt oder noch immer ein Dummy ist. Die Selfie-Knipse löst mit starken 13 Megapixeln auf und bietet einen AI-Modus zur Gesichtsverschönerung.

Konnektivität

9 2Jetzt geht der Spaß so richtig los, und zwar im positiven Sinne. Beide Smartphones unterstützen 2G/3G/4G inklusive Band 20, WLAN nach a/b/g/n/ac im Dual Band, VoLTE und Bluetooth 5.0 (!). Ein so rundes Gesamtpaket bieten selbst bei doppelt bis dreimal so teuren Smartphones einige nicht – das 250€ teure Umidigi S3 Pro hat zum Beispiel nur Bluetooth 4.2. Das einzige was fehlt, ist NFC.

Unsere Einschätzung

Umidigi macht mit dem Umidigi A3S und dem Umidigi A3X auf dem Papier sehr viel richtig. Das aktuelle Betriebssystem, die tolle Konnektivität und das schicke Design sprechen deutlich für die Geräte und sind in dieser Preisklasse selten anzutreffen. Auch der Helio A22 Prozessor ist eine gute Wahl. Aufgrund des größeren Arbeitsspeichers können wir gleich schonmal sagen, dass das Umidigi A3X das empfehlenswertere Gesamtpaket darstellt, denn mit 2GB RAM sind die Kapazitäten für Multitasking zu beschränkt. Sollte man beim Umidigi A3X aber wirklich ein brauchbares Handy für weniger als 70€ bekommen, wäre das auf jeden Fall eine Bereicherung für den Markt.

Bei Umidigi ist es wie immer wichtig, auf unseren ausführlichen Testbericht zu warten. Von sehr guten bis miserablen Smartphones war bei diesem Hersteller nämlich schon alles dabei. Es wird also wie immer an der Umsetzung liegen, ob eines dieser Smartphones (oder beide) von uns eine Kaufempfehlung erhalten. Wir werden die beiden Smartphones zeitnah einem Test unterziehen und Euch dann mehr berichten.
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Robert
Gast
Robert

Also ich benutze das A3S jeden Tag als Haupthandy und muss sagen das es völlig ausreicht. Klar, ich bin weder Zocker noch mach ich viel Multitasking.
Mein Haupteinsatz ist Telefonieren, WhatsApp, im Internet surfen, Mails abrufen usw.
Also nix gravierend es.
Aber ich würde ja mit nem teuren Samsung oder iPhone auch nicht mehr machen.
Hatte vorher das A3 und muss sagen das die beiden sich nicht viel tun.
Sind beide einfach zu gebrauchen, wenn man keine allzu hohen Ansprüche hat.

Michael
Gast
Michael

Wurde das A3X mittlerweile einem ausführlichem Test unterzogen?

Frankenstein
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Frankenstein

Nicht nötig. Ich bin mit dem A5 pro zufrieden

Steinlaus
Gast
Steinlaus

Also für so einen Spottpreis ist die Technik mehr als nur adäquat. Perfekt als Einsteiger/Kindersmartphone oder sonstiges Zweitgerät. Und ehrlich, da stören fehlende Sicherheitsupdates auch nicht wirklich.

Robert980
Gast
Robert980

Hier sehe ich 2 mögliche nutzungsszenarien:
Einmal am Lenker meines motorrads insbesondere für Navigation mit gmaps und kurviger, zum anderen als junior Handy ab ca. 8 Jahren. Da ist es dann auch kein Beinbruch, wenn es mal runter fällt.
Ansonsten ist sowas für einen Erwachsenen mit halbwegs Anspruch und Einkommen natürlich inzwischen nichts mehr, was man jeden Tag mit sich rumtragen würde. Durch das relativ kleine Display aber vll. Etwas für die, die immer schreien, dass die Neuerscheinungen viel zu groß für ihren zarten kleinen Händchen sind 😉 spass muss sein.

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