Das Blackview A7 ist ein Ultra-Low Budget Smartphone, das auf die Grundfunktionen eines Smartphones ausgelegt ist. Voll im Trend spendiert Blackview seinem Gerät auch eine Dual-Kamera sowie ein aktuelles Android 7 System, und ein 5 Zoll HD-Display. Die Rückseite ist abnehmbar, womit sowohl zwei SIM-Karten und eine MicroSD-Karte gleichzeitig betrieben werden können. Was das Gerät wirklich taugt, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Design und Verarbeitung

In der Hand merkt man dem Smartphone seinen Preisbereich nicht sofort an. Das Kunststoffgehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und ist sauber verarbeitet. Leider schließen die Kanten in Chrom-Optik nicht ganz sauber mit der Rückseite ab und sind etwas scharfkantig. Die schraffierte Optik auf der Rückseite gibt Blackview dem A7 nicht nur einen besseren Look, sondern auch Fingerabdrücke sind auf der Oberfläche beinahe unsichtbar. Eingelassen in die Plastikabdeckung findet man die Dual-Kamera, die von einem LED-Blitz flankiert wird.

Blackview A7 Rückseite Blackview A7 Backcover

Die seitlich angebrachten Buttons sitzen fest im Gehäuse und haben einen angenehm festen Druckpunkt. Die Ober- und Unterseite des Blackview A7 bieten keine Überraschungen und man findet Kopfhörerausgang und Mikro-USB Anschluss an den gewohnten Stellen. Auf der Vorderseite liegen unter dem Display die 3 üblichen Softtouch-Buttons. Diese sind nicht beleuchtet und auch auf eine Benachrichtigungs-LED über dem Display muss verzichtet werden. Hier findet man nur die Hörmuschel, Frontkamera und den Näherungssensor. Auch der gewohnte Lichtsensor ist nicht im Blackview A7 verfügbar.

Blackview A7 Design Verarbeitung 1 Blackview A7 Design Verarbeitung 3 Blackview A7 Design Verarbeitung 4 Blackview A7 Design Verarbeitung 2

Der verbaute Lautsprecher macht eine überraschend gute Figur. Er übersteuert nicht bei maximaler Lautstärke und das Klangbild ist recht dynamisch. Tiefere Töne kann er allerdings nicht gut verarbeiten. Sind diese zu laut, führt das unweigerlich zu unangenehmen Nebengeräuschen bei der Wiedergabe.

Im Allgemeinen ist das Blackview bis auf den Chromrand super verarbeitet und liegt durch die geringe Größe gut in der Hand.

Lieferumfang des Blackview A7

Blackview A7 LieferumfangOut of the Box gibt es beim A7:

  • Netzstecker
  • USB-Kabel
  • Silikonschutzhülle

Display

Das Blackview A7 verfügt über ein 5“ großes HD-Display, welches mit 1280 x 720 Pixeln auflöst. Dank der geringen Größe ist das Display noch schön scharf und einzelne Pixel lassen sich mit dem Auge kaum ausmachen. Die Farben wirken etwas ausgeblichen, als hätte man einen Grauschleier darübergelegt. Abgesehen davon wirken sie aber naturgetreu, es sticht also keine Farbe als besonders dominant hervor. Die Displayhelligkeit ist ok, allerdings ist bei direkter Sonneneinstrahlung kaum mehr etwas erkennbar. Durch den fehlenden Lichtsensor entfällt die adaptive Helligkeitsregelung, was eine weitere Einschränkung im täglichen Gebrauch darstellt. Das Panel verarbeitet leider nur zwei Punkte gleichzeitig und ist nicht besonders reaktionsfreudig. Manchmal wurden Eingaben erst verspätet erkannt und ich musst beim Tippen oder beim Auswählen auf der Website dem Display etwas Zeit geben.

Blackview A7 Display Blackview A7 Front Design

Das Display des Blackview A7 kann nicht überzeugen. Die Auflösung ist für die Preisklasse ok, das verbaute Panel aber alles andere als zeitgemäß.

Leistung und System

Im Blackview A7 werkelt der aktuelle Favorit der Low-Budget Serien, ein Mediatek MT6580A, dessen 4 Kerne mit 1,3 Ghz takten. Unterstützt wird er von einer Mali 400 GPU und 1GB RAM. Dieser taktet mit langsamen 1,6 Ghz und ist in der Regel sehr schnell ausgereizt. Viele Apps sollte man also nicht im Hintergrund laufen lassen. Der interne Speicher ist mit 8 GB angegeben. Zur Verfügung stehen allerdings nur circa 4GB, von denen etwa die Hälfte schon belegt ist. Eine MicroSD Karte ist also fast schon Pflicht, wenn man seine Musiksammlung oder viele Apps auf dem Handy speichern will. Diese lässt sich auch problemlos im Dual-SIM Betrieb nutzen, da das Handy nicht über einen Hybrid-Slot verfügt.

Blackview A7 Benchmark 1 Blackview A7 Benchmark 2 Blackview A7 Benchmark 3 Blackview A7 Benchmark 4

Grundsätzlich reicht das Blackview A7 für alltägliche Aufgaben wie WhatsApp, Telefonieren oder ein bisschen Surfen. Allerdings sind gerade der kleine RAM und der langsame Speicher der Flaschenhals. Aufwändigere Apps brauchen gefühlte Ewigkeiten um zu laden und selbst das System fühlt sich zäh an.

Auf dem Blackview A7 läuft ein clean gehaltenes Android 7.0. Blackview bietet zwar wieder eine Themeauswahl, alledings gibt es nur das eine und neue kamen noch nie hinzu. Auch ein App-Drawer ist an Bord, weshalb die Apps in einem klassischen Menü zu finden sind. Außer den gängigen Google-Apps sind keine Apps vorinstalliert und das System ist frei von Bloatware oder Trojanern. Auch einige Sonderfunktionen bringt das Blackview mit sich. So sind die Entsperr-Gesten, Double-Tap to Wake und ein erweiterter Screenshot  verfügbar. Auf alles andere muss man verzichten.

Blackview A7 Android 2 Blackview A7 Android 3Blackview A7 Android 1

Das System läuft größten Teils flüssig, sobald der RAM etwas belastet ist, sind selbst die Wechsel von einem Bildschirm auf den anderen etwas zäh.

Kamera

Die Hauptkamera löst mit gerade mal 5+0,3 MP auf. Hier folgt Blackview dem Trend und verbaut eine Dual-Kamera. Wie so oft ist die zweite Kamera aber nur Zierde, denn der Bokeh Modus wird rein durch die Software erzeugt. Warum Unternehmen diesen Schritt immer wieder gehen, ist mir ein Rätsel und hinterlässt das Gefühl, dass man betrogen wird.

Viel wichtiger sind aber ohnehin die Standard-Aufnahmen. Die Kamera mit einer F/2.4er Linse macht für die Preisklasse und die geringe Auflösung eine überraschend gute Figur. Die Bilder sind auch auf einem großen PC Bildschirm noch anschaubar und eignen sich locker für den ein oder anderen Schnappschuss. Natürlich ist die Bildqualität aber nicht perfekt – Die Bilder haben einen leichten Gelbstich, der oft durch den automatischen Weißabgleich hervorgerufen wird. Dieser lässt sich leider nicht umgehen. Den Aufnahmen werden trotz 5MP einige Details entlockt. Bei Licht von vorne oder von hinten hat sie aber stark mit Überbelichtung zu kämpfen.

Die Frontkamera löst mit gerade mal 2MP aus und die Aufnahmen würde ich persönlich als grausam bezeichnen. Wenig Details und Rauschen dominieren die Bilder. Als Selfie-Cam also völlig ungeeignet.

Konnektivität des Blackview A7

Dank Dual-SIM Funktion, können im Blackview eine Micro- und eine Nano-SIM in Betrieb genommen werden. Dabei muss auf eine gleichzeitige Erweiterung per MicroSD-Karte nicht verzichtet werden. Das Smartphone kommt leider ohne LTE, was in diesem Preisbereich aber zu verschmerzen ist. Der Empfang ist im 2G und 3G Netz dafür gut und immer stabil. Über die Hörmuschel sind Gespräche klar verständlich, ich wurde aber von der Gegenseite nur sehr dumpf wahrgenommen. Das Mikrofon des A7 ist also nicht für Viel-Telefonierer geeignet. Bei WLAN und Bluetooth gibt es nichts zu beanstanden. Das GPS hingegen braucht etwas Zeit um die Position zu bestimmen. Auf dem Land und der Autobahn war das Navigieren problemlos möglich, in der Stadt wurde ich aber oft nicht in der richtigen Straße lokalisiert. Das GPS kann hier also auch nicht glänzen.

Auch in Sachen Sensoren sieht es bei dem A7 sehr mager aus. Lediglich ein Nährungs- und ein Beschleunigungs-Sensor sind mit an Bord.

Akkulaufzeit

Blackview A7 AkkulaufzeitIm Blackview A7 sind laut Angaben ein 2800 mAh Akku verbaut. Gemessen habe ich 2400-2500 mAh. Die Abweichung liegt also im Rahmen. Umso mehr hat mich der Wert im PCMark Battery Test überrascht. 6 Stunden und 18 Minuten hielt der Akku durch, bevor er die 20% Marke erreicht. Für ein Low-Budget Handy ist das ein sehr guter Wert! Mit einer Ladung kommt man dank des stromsparenden Prozessors also gut über den Tag. Wer sein Smartphone selten zur Hand nimmt, kommt auch auf 2 Tage Laufzeit. Der Akku braucht 2 Stunden und 50 Minuten bis er voll ist.

Fazit und Alternative

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Mathias:

Das Blackview A7 ist das typische Einsteiger-Smartphone von heute. Eine unnütze Dual-Kamera prangt zum optischen Angeben auf der Rückseite und grundlegende Funktionen werden vernachlässigt. Selbst wer ein reines Telefon sucht, muss sich mit einem dumpfen Mikrofon zufriedengeben. Extrem langsame Hardware und ein veraltetes lahmes LCD-Panel machen diese Smartphone nicht gerade zu einem heißen Kandidaten.
Das Blackview A7 geht in den chinesischen Onlineshops allerdings schon für teilweise nur 35€ über die Ladentheke. Zu diesem Preis bekommt man in Deutschland nur völlig veraltete Hard- und Software geboten, gegen die selbst das Blackview A7 mit seinem Android 7 System und HD-Display sehr gut ausgestattet ist. Wer also nach einem extrem günstigen Handy sucht, ist mit dem Blackview A7 noch verhältnismäßig gut bedient. Wir würden Euch dennoch empfehlen, 15€ mehr in die Hand zu nehmen und zu einem Smartphone wie dem A9 Pro zu greifen.

58%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Display 50 %
  • Leistung und System 60 %
  • Kamera 40 %
  • Konnektivität 50 %
  • Akku 70 %

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Rüdiger
Gast
Rüdiger

Das Blackview A7 Pro mit 2GB Ram ist ja schon seit einiger Zeit draussen.
Durch den größeren Speicher müsste es die Performance Probleme des A7 in den Griff bekommen.
Aber: Ist das GPS besser?

Tom
Gast
Tom

Hatten das Phone in weiß für 35 Euro bei Gearbest geholt…was soll ich sagen positive Überraschung im Niedrigsegment. Besser als das Cubot Rainbow 2 welches Softwaremäßig etwas ruckelte. In weißauch sehr schönes Design…

Markus Zimmermann
Gast
Markus Zimmermann

Also für diese Preisklasse sind die Bilder und die Akkulaufzeit der Hammer!

Jürgen
Gast
Jürgen

Oder zum Uhans A101 greifen.
Habe es für meine Tochter als Anfänger Smartphone gekauft.Meines Meinung nach ein ideales Einsteiger Smartphone zum top Preis.