Das Blackview R6 ist ein neues Smartphone im Einsteiger-Preisbereich. Trotz des günstigen Preises ist es mit einem 5,5 Zoll FullHD-Display ausgerüstet. Desweiteren verfügt das Handy über 3/32GB Speicher, einen Quad-Core Prozessor und volle LTE Unterstützung. Ob das Blackview R6 uns zum Kampfpreis von nur 100€ überzeugen konnte, erfahrt ihr in deinem ausführlichen Testbericht!

Design und Verarbeitung

Das Gehäuse des Blackview besteht größtenteils aus Plastik. Nur der Rahmen und die eingelassenen Buttons bestehen aus Aluminium. Die Verarbeitung ist tadellos und es gibt keine auffällig großen Spaltmaße. Mit 160 x 75 x 8 mm ist das Smartphone angenehm schlank. Trotz des vielen Kunststoffs wiegt das R6 ganze 200g, womit es nicht zu den Leichtgewichten zählt.

Der Powerbutton und die Lautstärkewippe auf der rechten Seite sitzen fest im Gehäuse und haben einen angenehmen Druckpunkt. Auf der Oberseite befindet sich der Kopfhöreranschluss und auf der Unterseite das Mikrofon und der Micro-USB Anschluss.

Auf der Vorderseite befinden sich unter dem Display die 3 üblichen Soft-Touch Buttons. Über dem Display liegen die Frontkamera, sowie die Hörmuschel und die Sensoren. Auch ein LED-Blitz ist hier untergebracht. Eine Benachrichtigungs-LED ist nicht vorhanden.

Auf der Hinterseite sind die Rückkamera, der Fingerabdrucksensor und der Dual-LED Blitz zu finden. Die abnehmbare Rückseite sitzt fest auf dem Smartphone und lässt sich gut ablösen. Darunter befinden sich die beiden SIM-Schächte und ein SD-Karten Slot.

Der Lautsprecher ist bis zu einer Lautstärke von 80% passabel, darüber fängt er an zu übersteuern. Generell fehlen aber Tiefen. Die mitgelieferten Kopfhörer sind wie so oft ziemlich unbrauchbar. Hier klingt alles sehr dumpf und wenig differenziert.

Display

Das Blackview R6 verfügt über ein 5,5 Zoll großes Full-HD Display. Daraus resultiert eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln bei einer Pixeldichte von 400 ppi. Somit ist kein einzelner Pixel mit bloßem Auge zu erkennen. Das Display ist leider nicht das hellste und hat einen leichten Gelbstich. Trotz MiraVision lässt sich das Display nicht so justieren, dass es den Gelbstich behebt. Man hat also die Wahl zwischen Gelbstich oder kaltem Blaustich. Auch der Blickwinkel ist nicht ganz so stabil. Das Display des R6 kann bis zu 5 Berührungspunkte gleichzeitig registrieren und reagiert schnell auf Eingaben. Über Gorilla Glas oder ähnliches verfügt das Blackview leider nicht.

Leistung

Im Inneren werkelt ein Mediathek 6737T, der mit 4 x 1,5 Ghz taktet und von einer Mali 720 GPU unterstützt wird. Die 3 GB RAM takten mit 2462,45 MB/s , was nicht sehr schnell ist. Der interne Speicher ist mit 181 MB/s bzw. 75 MB/s Lese/Schreibgeschwindigkeit zumindest in der Lesegeschwindigkeit annehmbar schnell. Die Schreibgeschwindigkeit ist dafür ziemlich langsam. Wem der interne Speicher nicht ausreicht, kann das R6 mit einer Micro-SD Karte um bis zu 128GB erweitern. 

Im Alltag macht das System eine gute Figur. Die Navigation durchs System läuft flüssig und Apps öffnen sich schnell. Dank des üppigen RAMs ist auch Multitasking kein Problem. Bei graphischen Toptiteln ist das Handy leider überfordert. Nur grafisch weniger anspruchsvolle Spiele laufen flüssig. Das Smartphone richtet sich also hauptsächlich an die Alltagsnutzung, Gamer kommen hier nicht auf ihre Kosten.

Android 6 auf dem Blackview R6

Auf dem Smartphone kommt Android 6 zum Einsatz. Der Launcher ist zum größten Teil angepasst. Somit verfügt das Blackview über keinen App-Drawer, sprich die Apps werden direkt auf dem Home-Screen abgelegt. Sowohl die Icons als auch das Options-Menü wurden angepasst. Auch wenn in den Einstellungen Themes ausgewählt werden können, steht nur ein einziges zur Verfügung und es gibt keine Möglichkeit neue herunterzuladen. Alles in allem ist das System übersichtlich und läuft sehr flott. Auch auf Funktionen wie SmartWake und 3-Finger-Screenshot muss nicht verzichtet werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Blackview das R6 ohne Bloatware ausliefert wird.

 

Kamera

Die Hauptkamera besitzt einen 13 MP Sensor, der von einem Dual LED Blitz unterstützt wird. Hierbei handelt es sich nicht um einen Dual-Tone Blitz. Selbst unter guten Lichtbedingungen werden die Bilder nicht wirklich scharf. Der Kontrast und die Farben sind nur ok. Wird das Licht schlecht, so setzt das typische Rauschen ein und die Bilder werden matschig. Bei gutem Licht ist der Fokus schön schnell und auch die Auslösezeit ist flott. Bei schlechten Lichtverhältnissen braucht der Fokus allerdings etwas länger oder fokussiert oft nicht richtig.

Die Frontkamera löst mit 5MP auf. Leider werden Selfies nicht besonders scharf und auch die Videotelefonie liefert nicht gerade ein tolles Bild. Unterstützt wird die Frontkamera durch einen LED-Blitz. Somit kann man auch bei dunkler Umgebung Selfies schießen oder die Videofunktion nutzen. Leider funktioniert der Fokus bei Bildern überhaupt nicht, da der Blitz erst beim Auslösen aufleuchtet. Die Bilder werden sehr matschig und unscharf, das gleiche gilt für die Videos.

Konnektivität

Das Blackview R6 ist ein Dual-SIM Handy, in dem zwei Micro SIM-Karten eingesetzt werden können. Für den Dual-SIM Betrieb muss nicht auf eine Speichererweiterung verzichtet werden. Dabei unterstützt das Handy alle in Deutschland nötigen 2G, 3G und LTE Frequenzen. Der Empfang war immer gut und auch die Gesprächsqualität war gut. Selbst die Freisprechfunktion ist nutzbar.

Das GPS verrichtet einen guten Job und der Fix dauert nur wenige Sekunden, auch an der Genauigkeit gibt es nicht auszusetzten. Auf der 600 km langen Testfahrt kam es deshalb weder zu Fehllokalisierungen noch kamen die Ansagen zu spät. Auch zu Fuß verlief die Navigation problemlos.

Neben Bluetooth 4.0 wird auch WLAN nach Standard b/g/n unterstützt. Der WLAN Empfang war durchweg gut und auch mit dem Bluetooth gab es keinerlei Probleme. Bei den Sensoren gibt es beim R6 nur einen Beschleunigungs-, Näherungs- und Helligkeitssensor, ein Gyroskop ist nicht mit an Bord. Der Fingerabdrucksensor funktioniert extrem gut. Das Entsperren erfolgt innerhalb einer Sekunde und es kam nicht einmal zu einem Fehlerkennen meines Fingers.

Akku

Das Blackview verfügt über einen 3000 mAh Akku. Die Akkuleistung ist nicht so gut und nur bei sparsamer Nutzung kann man die Leistung über einen Tag strecken. Powernutzer werden den Akku innerhalb 4 Stunden leer saugen. Leider unterstützt das Smartphone kein QuickCharge, weswegen ein Ladevorgang beinahe 2 Stunden dauert. Trotz abnehmbarer Rückseite scheint der Akku nicht einfach herausnehmbar zu sein.

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Fazit und Alternative

67% OK

Das R6 ist ein gutes Einsteiger-Smartphone, welches ein stimmiges Gesamtpaket in seinem Preissegment anbietet. Gerade ein Full-HD Display ist hier nicht Standard, wenn auch die Helligkeit und der Farbton nicht so überzeugen konnten. Leistungstechnisch reißt das Blackview natürlich keine Bäume aus, ist für den Alltag allerdings gut gerüstet. Die Akku-Laufzeit könnte allerdings besser sein und auch die Kamera ist in diesem Segment als schwach zu bezeichnen. Als bessere Alternativen sollte man sich das Cubot Dinosaur oder das brandaktuelle PPTV King 7 anschauen.  

  • Verarbeitung und Design 80 %
  • Display 60 %
  • Betriebssystem und Performance 60 %
  • Kamera 60 %
  • Konnektivität und Kommunikation 80 %
  • Akkulaufzeit 60 %

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12 Kommentare zu "Blackview R6 Testbericht"

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Mäcci
Gast
Mäcci

Gelbstichiges und wenig helles Display, schlechte Kameras, Akku so lala, viel zu lang und schwer für ein 5,5 Zöller und mit 115,- € auch kein Schnäppchen, und dann als Fazit „guter Einsteiger“?? Einfach nur lachhaft…

arminius
Gast
arminius

Übrigens steht jetzt überall nur noch f1/1,8. Die Aufregung war also umsonst…

Harald
Gast
Harald

Danke, bin mal gespannt auf einen eventuellen Test.

„Aperture“ heißt auf deutsch übrigens ‚Blende“.

Marc
Gast
Marc

„Aperture“ heißt auf Deutsch nicht „Blende“, sondern „Öffnungsverhältnis“ oder kurz: „Öffnung“ (einfach mal bei Wikipedia reinschauen). Und nur dieser Begriff bezieht sich auf das Objektiv an sich bzw. bezeichnet die Lichtstärke des Objektivs. „Blende“ meint vielmehr einen Öffnungswert, den man einstellen kann. Das können außer der größtmöglichen Öffnung auch alle möglichen Werte darunter sein. Die „Blende“ entspricht also nur dann der „Öffnung“, wenn sie ganz offen ist.

arminius
Gast
arminius

Im deutschen Sprachgebrauch bezieht sich „Blende“ in Zusammenhang mit Eigenschaften eines Objektivs immer auf die Offenblende. Z.B. „Ich habe ein 50mm Objektiv mit Blende f1/1,8“. Ich wüsste nicht, warum man bei Handy davon abweichen sollte und Blende nun Aperture nennen sollte.

Natter
Gast
Natter

Im deutschen Sprachraum meint man mit Blende f/X.X, dass die Blende eben maximal einem entsprechenden Öffnungsverhältnis möglich ist. Jede andere Angabe zu einer Linse macht keinen wirklichen Sinn, da eine Blende weiter zu (bis zu einem Wert, wo es entweder nicht weiter geht oder aufgrund von Lichtbeugung an den Blendenlamellen keinen Sinn mehr macht) immer möglich ist.
Das Wort Aperture wird im Englischen verwendet, und auch ein anderes (vielleicht ja besser geeignetes) Wort wie Öffnungsverhältnis macht nur Sinn, wenn man ein extremes Verhältnis damit angeben möchte.

In den Artikeln sollte das deutsche Wort Blende verwendet werden. Aperture wirkt eher so, als würde der Autor sich nicht in der Materie auskennen.

arminius
Gast
arminius

Stimme zu. Das ständige „Aperture“ nervt und ist völlig überflüssig.

Herbert
Gast
Herbert

Das geht mir auch schon länger auf die Nerven, dass hier grundlegende Fachbegriffe aus welchen Gründen auch immer, ständig falsch wiederholt werden. Blende ist der richtige deutsche Begriff für „Aperture“, mal sehen, wann es unsere Handy-Studenten lernen 🙂

Tobi
Gast
Tobi

f1.2 Blende? Wer’s glaubt wird selig. Wenn es f2 wird, sollten sich die Käufer freuen, alles andere ist eher in diesem Preisbereich unglaubwürdig…(btw. besser als f1,7 hab ich noch nirgends gesehen

Natter
Gast
Natter

Glaube auch, dass sowas hier nicht möglich ist, ohne eine gigantisch schlechte Bildschärfe zu erzeugen.

arminius
Gast
arminius

Eine korrekte Fokussierung vorausgesetzt, sehe ich keinen Grund warum bei f1/1,2 die Schärfe schlecht sein soll.

Auch eine Befürchtung die Tiefenschärfe könnte so gering sein, dass man bei flüchtigem Hinsehen das Bild als gesamtes als unscharf ansehen könnte teile ich nicht, denn die Brennweite wird so kurz sein, dass die Tiefenschärfe trotz der großen Blende relativ hoch ist.

Einzig ein mangelhaftes Obejktiv würde zu Unschärfe führen.

Natter
Gast
Natter

Genau das Letzte meinte ich eigentlich… Das Bild wird zu den Rändern nicht gut bzw. so scharf wie im sweet spot sein. Bei einer so kleinen Linse kriegen die die Linse sicher nicht präzise genug gearbeitet. Sonst hätten die Marktführer doch schon längst noch lichtstärkere Objektive verbaut.

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