Getreu dem Motto, „Lieber gut kopiert, als schlecht erfunden“, schickt Leagoo mit seiner Interpretation einen weiteren Clone des Samsung Galaxy S8 ins Rennen, um ein paar Markteinteile für sich gewinnen. Vor Kurzen haben wir Euch das Homtom S8 und das Blackview S8 vorgestellt, die ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben möchten. Beide lieferten ein passables Ergebnis. Ob das S8 von Leagoo ähnlich gut oder gar besser als seine beiden Vorgänger ist, wird euch dieser Test verraten.

Design / Verarbeitung / Lieferumfang

Leagoo fährt dick auf und hat wohl ein wenig Geld in die Hand genommen und sponsert den Londoner Premier League Club Tottenham Hotspur. Ruft man die zugehörige Website des Leagoo S8 auf, erscheint der wohl z.Z. beste Stürmer Englands, Harry Kane, im Dress des besagten Vereins. Vielleicht hat der Gute ein wenig zu viel ZDF geschaut, denn „mit dem Zweiten sieht man besser“. Ansonsten werden, wie Leagoo S8 Kanemeist üblich, alle Spezifikationen des Gerätes und seine Vorteile mittels großen Bildern dargestellt. So kann das Laden der Homepage bei schlechter Verbindung schon ein paar Sekunden dauern. Webdesign gehört definitiv nicht zu den Stärken der Chinesen.

Leagoo preist seinen Abkömmling mit „Unstoppable Fullscreen“ an. Wohl ein klarer Hinweis auf das nahezu randlose Display, das mit einem Seitenverhältnis von 18:9 daherkommt. Das S8 ist in den „überwältigen“ Farben „Dazzle Black“ und „Dazzle Blue“ verfügbar. Der Konkurrent von Homtom kann im direkten Vergleich ganze 4 Farben aufweisen. Der Aluminium Unibody ist allerdings beim Leagoo matt lackiert. Das ist ein schöner Kontrast zum Backcover, das, wie das Homtom S8, aus stark spiegelndem Polycarbonat besteht. Hält man das Homtom und das Leagoo S8 nebeneinander, ist auf den ersten Blick kaum ein Unterschied zu sehen.

Leagoo S8 Farbauswahl

Dazzle Black (li.) und Dazzle Blue (re.)

Genau wie das Homtom, macht das Leagoo S8 ebenfalls optisch einen guten Eindruck. Auf die Ähnlichkeit zum Original Galaxy S8 gehe ich jetzt nicht weiter ein. Hier ist der Name Programm. 🙂

Das Telefon liegt mit seinem Gewicht von 185g sehr gut in der Hand; auch bei längerer Benutzung. Der Power Button und der Lautstärkeregler sind auf der rechten Seite zu finden. Die linke Seite bleibt frei von jeglichen Buttons oder SIM-Tray. Letzterer befindet sich rechts auf der Oberseite des Gehäuses. Auf der Unterseite befinden sich links der 3,5mm Klinken- und mittig der USB-Anschluss. Jeweils links und rechts davon sind je 4 Bohrlöcher. Da es sich um einen Monolautsprecher handelt, kommt der Klang nur von einer Seite.

Leagoo S8 Design Verarbeitung 4 Leagoo S8 Design Verarbeitung 2 Leagoo S8 Design Verarbeitung 3 Leagoo S8 Design Verarbeitung 1

Auf der Displayoberseite befinden sich zu unserem Erstaunen neben einem Front LED Blitz zusätzlich eine Dual Frontkamera. Zu Qualität und Nutzen komme ich anschließend noch. Auf der Rückseite befinden sich oben der Dual-LED Blitz und darunter die Dual Kamera. Zu guter Letzt haben wir da noch den recht kleinen Fingerabdrucksensor, der rechteckig designed wurde. Man möge meinen, dass Personen mit sehr großen Fingern leichte Probleme beim Entsperren haben könnten. Dies ist jedoch reine Spekulation, da er bei mir reibungslos funktioniert.

Leagoo S8 Lieferumfang Leagoo S8 Rückseite Vorderseite 1

Eines allerdings machen alle Galaxy Clones meiner Meinung nach besser als Samsung: Sie platzieren den Fingerabdruck mittig unter der Hauptkamera und nicht daneben. Das Backcover ist sehr rutschig und man ist ständig dabei, seine Fingerabdrücke zu entfernen, solange man nicht die mitgelieferte Silikonhülle verwendet. Apropos Lieferumfang: Der fällt zur unserer Freude doch recht großzügig aus. In der schön designten Verpackungen erwarten den Käufer neben Ladegerät und Flachbandladekabel eine Displayschutzfolie und der besagte TPU Silikon Bumper. Sogar In-Ear Kopfhörer von besserer Qualität sind mit dabei.

Display

Das Leagoo S8 besitzt, genau wie das Homtom S8, ein 5,7“ IPS Display mit einem Seitenverhältnis von 18:9. Was Leagoo bei ihrer Version hingegen etwas besser macht, ist das „edgless“ Design des Touchscreens. Gewiss, das Homtom verwendet ebenfalls 2.5D Glas, allerdings sind die Displayränder noch abgerundeter als beim direkten Konkurrenten. Dadurch wirkt das Display des Leagoo S8 noch ein Tick „randloser“. Laut Herstellerangaben haben wir es mit einem Screen-to-Body Ration von 85% zu tun. Kratzer sollte der Nutzer nicht weiter befürchten müssen, da auch hier Gorilla Glass 4 verwendet wird. Bei der Pixelanzahl des LCD’s gibt es leider keine positiven Neuigkeiten zu berichten. Da auch das S8 von Leagoo nur in HD (720 x 1440) auflöst, kommen wir hier ebenfalls nur auf mageren 282 PPI. Somit ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass es zum Homtom kaum Unterschiede gibt.

Leagoo S8 Display 1 Leagoo S8 Display 2

Die Übersicht aller geöffneten Tabs ist genauso unscharf, bzw. verpixelt, wie beim S8 von Homtom. Ähnliches gibt es bei der Blickwinkelstabilität zu sagen. Beim Neigen des Smartphones bekommen Displayinhalte einen ähnlichen Gelbstich, auch wenn er etwas geringer ausfällt. Die Sensitivität des Touchscreen könnte zweifellos ein wenig höher sein. Es kommt Hin und Wieder vor, dass Eingaben nicht beim ersten Versuch angenommen werden. Eventuell könnte das auf die Displayschutzfolie zurückzuführen sein. Physische Buttons zur Navigation sind leider nicht vorhanden und dem Nutzer stehen ausschließlich On-Screen Buttons zur Verfügung, die aber zugunsten einer größeren Displayfläche ausgeblendet werden

Leagoo S8 vs. Homtom S8 Display Brightness

Displayhelligkeit im direkten Vergleich (Homtom S8 (li.), Leagoo S8 (re.))

können. Das S8 verfügt zudem über eine Benachrichtigungs-LED, die sich direkt neben dem Frontblitz befindet. Sie leuchtet zu unserer Freude nicht so penetrant wie die vom Homtom. Mit der Displayhelligkeit kann man, unserer Meinung nach, nicht ganz zufrieden sein. Das Display ist im Vergleich zu anderen Modellen deutlich dunkler. Weiße Inhalte erscheinen eher gräulich als weiß. Eine manuelle Anpassung via MiraVision sucht man leider vergebens. So kann es unter Umständen zu Schwierigkeiten werden Displayinhalte im Sonnenlicht lesen zu können. Zugegeben das ist schon Meckern auf höherem Niveau. In Anbetracht des Preises bekommt man dennoch ein solides Display, aber auch in dieser Preisklasse gibt es etwas bessere. Hier ist das S8 vom Homtom gegenüber dem von Leagoo leicht überlegen.

Leistung

Leagoo S8 AntutuLeagoo S8 GeekbenchLeagoo S8 CPU ZLeagoo S8 3DMark

Das Leagoo S8 verfügt über einen Mittelklasse SoC und ist nahezu identisch zum Homtom S8. Hier ist ebenfalls ein Octacore MT6750T Prozessor von MediaTek verbaut. Gesplittet in jeweils 4 Leistungsclustern takten die 4 ARM-Cortex-A53 Kerne mit maximal 1,5 GHz. Die anderen 4 Cluster takten mit maximal 1,0 GHz. Für Grafikanwendungen kommt hier ebenfalls eine Mali-T860 GPU zum Einsatz. Beim Leagoo sind es allerdings nur 3 GB Arbeitsspeicher. Das Homtom S8 bietet 1 GB mehr RAM.

Die Datentransferrate des Arbeitsspeichers ist nicht von schlechten Eltern. Leagoo kratzt mit seinem S8 an der 4,0 GB pro Sekunde Marke. Eine Verdopplung im Vergleich zum Homtom. Der Gesamtspeicher beträgt 32 GB, ist aber Dank Hybrid Slot zu Lasten des Nano SIM Platzes erweiterbar. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit hingegen ist mit lausigen 90 MB/s (Lesen) und 103 MB/s (Schreiben) eher mittelmäßig.Leagoo S8 Speicher Längere Wartezeiten beim Ausführen von Befehlen sind jedoch nicht aufgefallen. Das System läuft sehr flüssig und Multitasking ist dem S8 durchaus ein Begriff. Da mit Ausnahme des geringeren Arbeitsspeichers die Hardware identisch zum Homtom ist, gibt es bei den Benchmark Ergebnissen keinerlei Überraschung zu vermelden. Auf knappe 42.000 Punkte bringt es das Smartphone im AnTuTu Benchmark. 2600 sind es im Multi-Core, bzw. 605 im Single-Core Score bei Geekbench. Für Basic Aufgaben ist das Leagoo also bestens geeignet und Zockerfreunde dürfen auch getrost Games mit etwas höheren Anforderungen ruckelfrei genießen. Egal ob FIFA Mobile oder Asphalt 8. Beide Spiele waren auf mittlerer Grafikeinstellung ohne Ruckler spielbar.

Antutu Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis Geekbench Single Ergebnis 3D Mark Ergebnis

In der hier gezeigten Tabelle, erhaltet ihr eine kurze Zusammenfassung zu den Gerätedaten der S8 Clones. Die Unterschiede sind nur marginal.

Leagoo S8 Blackview S8 Homtom S8
CPU Mediatek MT6750 Mediatek MT6750 Mediatek MT6750
Anzahl Kerne
Taktung
4 x 1,5 GHz
4 x 1,0 GHz
4 x 1,5 GHz
4 x 1,0 GHz
4 x 1,5 GHz
4 x 1,0 GHz
RAM 3 GB 4 GB 4 GB
Speicher 32 GB 64 GB 64 GB
Grafikchip Mali-T860 Mali-T860 Mali-T860
Display 1440 x 720, 5,7 Zoll 1440 x 720, 5,7 Zoll 1440 x 720, 5,7 Zoll
Betriebssystem Android 7.0 Android 7.0 Android 7.0
Akkukapazität 2940 mAh 3200 mAh 3400 mAh
Kamera 13 MP 13 MP 16 MP
Frontkamera 8 MP 13 MP 5 MP
Gewicht 185g 193g 180g
AnTuTu 41693 43506 42704

Betriebssystem

Leagoo S8 HomescreenLeagoo S8 Homescreen 1Leagoo S8 SystemLeagoo S8 Aktualisierung

Auf dem Leagoo S8 befindet sich die Custom Rom Leagoo OS4.0 auf Basis von Android 7.0. Wie eigentlich meistens in diesem Preissegment ist mit keinen Updates auf eine höhere Version zu rechnen. Bei dieser Customs Rom gibt es einige Änderungen im Design, besonders was die App-Symbole betrifft. Per längerem Touch auf dem Homebildschirm lassen sich zudem auf schnellem Wege zusätzliche Themes herunterladen. Es gibt eine zahlreiche Auswahl an unterschiedlichen Designs oder Bildschirmhintergründen. Umsonst sind sie dazu auch noch. Da wird mit Sicherheit Jeder fündig. Wie so oft muss allerdings beim Standard-Launcher auf den App Drawer verzichtet werden.

Leagoo S8 Themestore

Themestore

Leagoo has es sich leider wieder einmal nicht nehmen lassen und neben dem Google Play Store einen eigenen (unnützen) App Store bereitgestellt. Zwar verlief der Malware-Test negativ, aber dennoch empfehlen wir die Deaktivierung der App, da alle Apps auch über den „sicheren“ Google Play Store installiert werden können. Des Weiteren sollten Käufer des Leagoo S8 sofort nach Einrichten des Telefons den „Browser“ ebenfalls deaktivieren, da der Sicherheitstest hier Malware erkannt hat. Zudem verlangt die App Berechtigung zum Lesen der Kontakte, dem Zugriff auf den Standort und das Senden von SMS. Der Google Chrome Browser ist ja schließlich auch serienmäßig installiert, wie auch der Rest der Standard Google Apps.

Die Größe der Schrift kann, wie üblich, variabel nach eigenen Wünschen in Android angepasst werden. Zu meiner Freude ist die Schriftgröße im Vergleich zu anderen Smartphones jedoch deutlich geringer. So passt mehr Text auf dem Bildschirm. Das kommt dem Lesen sehr zu Gute.

Leagoo S8 Textsize

Leagoo S8

Homtom S8 Textsize

übliche Größe

Kamera

Qualität geht vor Quantität. Gewiss klingt es für den Kunden im Vorfeld sehr verlockend, wenn von 4 Kameras die Rede ist. Im unteren Preissegment konnte bisher keine Dual Kamera der von uns getesteten Smartphones einen Mehrwert darstellen. Wie beim Blackview S8 entpuppt sich das Ganze als Werbe-Fake. Beim Leagoo würde ich jetzt nicht ganz so weit gehen, allerdings wird auch hier der Käufer etwas getäuscht. „Bokeh-Effekte“ lassen sich mit Hilfe beider Dual Kameras nicht verwirklichen. Wie so oft wird hier keine zweite Linse verwendet, um den Effekt darstellen zu können, sondern wieder nur ein typischer Softwarefilter. Allerdings sind beim Leagoo die Dual Kameras wirklich vorhanden und keine Fälschung. Eine Besonderheit stellen sie trotzdem nicht dar. Leagoo teilt die Kameras einfach auf. Standardgemäß wird je eine der Front- und Back-Kamera für die Farbaufnahmen verwendet, während je die Zweite für schwarz/weiß Aufnahmen zuständig ist. Ein Vergleich zum Beispiel zum aktuellen Honor 9 sollte allerdings vermieden werden. Die Monochromaufnahmen sind eher auf schlechtem Niveau.

Auf der Rückseite verbaut Leagoo eine Sony IMX258 Hauptkamera, die mit 13 MP auflöst und eine F/2.2 Blende hat. Dieser Sensor kommt in diesem Preissegment des Öfteren zum Einsatz. Der Autofokus arbeitet sehr zuverlässig, schnell und präzise. Die Bilder haben eine durchschnittliche Schärfe für diesen Preisbereich, sind allerdings in der Detaildarstellung etwas verschwommen. Bei Nutzung von der HDR-Funktion entstehen tatsächlich brauchbare Aufnahmen. Ohne HDR sind die Bilder deutlich zu dunkel, kommen jedoch mit kräftigen Farben daher. Die zweite Hauptkamera (Monochrom Aufnahmen) löst hingegen nur mit 2 MP auf. Bei solch geringer Auflösung, kann man keine schönen Bilder erwarten. Schon auf dem ersten Blick ist die niedrige Auflösung einfach zu gering um schöne (schwarz/weiß) Aufnahmen zu machen. Gleiche Situation bei der zweiten Frontkamera, die Fotos ebenfalls nur mit 2 MP knipst. Hier entstehen bei Selfies schon teils starke Texturfehler. Die Selfie-Qualität leidet teilweise deutlich darunter. Nutzt man die „echte“ 8 MP Frontkamera, also Selfies in Farbe, kann man durchaus zufriedenstellende Aufnahmen produzieren.

Die folgende Passage ist nur für Frauen, bzw. für Mädchen von Relevanz: Alle geschossen Selbstportraits lassen sich ohne große Umwege „aufhübschen“. So kann man seinem eigenen Ich einen anderen Lippenstift verpassen, mehr Rouge auftragen lassen, die Augenbrauen anpassen, Eyeliner / Lidschatten dazufügen und Vieles mehr. Das Erstaunliche daran ist, wie gut das doch tatsächlich funktioniert. Klar, sehen die Selfies dann leicht „gephotoshoped“ aus, aber ein paar gute Portraits kommen mit den Tools mit Sicherheit zu Stande. 

Mit der S8 von Leagoo lassen sich sogar halbwegs brauchbare Slowmotion Videos aufnehmen. Großes Manko ist allerdings die Begrenzung der Auflösung von gerade einmal 640 x 480. Standard Videos können in Full HD aufgenommen werden. Die Qualität ist ausreichend.

Zusammenfassend muss man sich einfach fragen, was dieser Quatsch mit den 2 zusätzlichen Kameras soll? Liebes Leagoo Marketing Team: Mit Sicherheit muss man mit dem Strom mitschwimmen. Man mag meinen, wer heutzutage keine Dual Kamera (oder mehr) vorzuweisen hat, ist schnell weg vom Markt. Ich bin da eher ein Verfechter, sich gerade in diesem Preissegment auf die Basics zu konzentrieren. Diese müssen dann aber auch entsprechend in guter Qualität vorhanden sein. Das S8 liefert nämlich brauchbare Fotos mit der 13 MP Haupt- und der 8 MP Frontkamera. Die Monochrom Kameras sind da eher verschwendeter Platz. Hier hätten Kapazitäten durchaus sinnvoller investiert werden können.

Konnektivität

 

Leagoo S8 SIM Netz Empfang 1Das S8 bietet Platz für 2 SIM Karten. Da es sich um einen Hybrid Slot handelt, kann bei Verwendung von einer Speicherkarte nur der Micro SIM Slot verwendet werden. Der Nano SIM Karten Steckplatz dient nämlich auch als MicroSD Karten Träger. Das  Leagoo kann maximal mit einer Speicherkarte von zu 128 GB betrieben werden. Das Gerät unterstützt alle 2G und 3G und 4G Frequenzen, die für alle deutschen Mobilfunknetze von Nöten sind. LTE kann ohne Einschränkung benutzt werden und der Empfang ist stets sehr gut.

Zusammen mit Bluetooth 4.0 stehen dem User, wie beim Homtom, zahlreiche Sensoren zur Verfügung. Neben den Basics, wie Helligkeits-, Beschleunigungs– und Annäherungssensor, sind auch Magnetfeldsensor, Kompass, Gyroskop und Hall-Sensor implementiert. Nice to have. 🙂

Leagoo S8 GPSDer bereits erwähnte Fingerprint ID Sensor funktioniert in der Praxis einwandfrei. Von 10 Versuchen wurde mein Fingerabdruck jedes Mal direkt erkannt und das Smartphone entsperrt. Für mein Empfinden könnte das dennoch etwas fixer vonstatten gehen. Wünschenswert wäre allerdings auch hier wieder gewesen, dass der User ein haptisches Feedback bekommen würde, wenn der Fingerabdruck erkannt oder nicht erkannt wurde.

Bei der Gesprächsqualität, auch bei Nutzung der Freisprechfunktion, gibt es keine negative Überraschung. Bei zahlreichen Testanrufen wurde ich sehr gut verstanden. Der Gesprächspartner war ebenfalls immer klar und deutlich zu hören. Störende Nebengeräusche sind bis dato nicht aufgetreten.

Leagoo S8 Navi

Bei der Navigation mit Auto gab es keinerlei negative Erfahrung. Das Leagoo S8 führt mich stets zum Ziel und die aktuelle Position wurde immer korrekt gefunden; auch wenn anfangs kleinere Standortkorrekturen durchgeführt werden mussten. Anders verhält es sich allerdings beim Navigieren zu Fuß. Das Smartphone ist hierfür leider ungeeignet. Zwar sind Standort und Ziel schnell gefunden, jedoch wird der Positionspfeil ungenau, bzw. verdreht angezeigt. Als Resultat nähert man sich dem Ziel quasi rück- oder seitwärts. Teilwiese befindet sich die Route dann auch unterhalb des Positionspfeils und ist somit für den User nicht sichtbar. Eine Neukalibrierung des Kompasses in Google Maps brachte keinen Erfolg.

Was den Sound betrifft, reicht der verbaute Monolautsprecher allemal zum Telefonieren, Spielen und zum gelegentlichen Schauen von YouTube Videos. Ein Klanggenuss ist das zwar nicht, da der Sound wie so oft eher blechern ist, aber zugegeben: Wer hört seine Lieblings-Playlist schon über den Lautsprecher des Telefons?! Für alle Basic-Aufgaben ist der Lautsprecher völlig ausreichend.

Beim WiFi-Empfang gab es keine Aussetzer oder Beanstandungen. Unterstützt werden die Protokolle 802.11a/b/g/n und dank Dual Band funkt das Smartphone im 2,4 sowie 5 GHz Bereich.

Akku

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Leagoo’s Version des S8 ist mit einem verhältnismäßig kleinen Akku ausgestattet. Gerade einmal 2940 mAh misst der EnergieLeagoo S8 Akkuträger. Für heutige Verhältnisse doch recht dürftig. 5 Stunden hielt das Gerät im PC Mark Work Battery Life Test durch. Power User könnten also Probleme bekommen, über den Tag zu kommen. Wer sein Handy eher gelegentlich zur Hand nimmt, kommt aber auf einen Tag Laufzeit. Der Akku ist also durchaus noch in Ordnung, wobei Nutzer, die eine starke Akkulaufzeit benötigen, besser zu einem anderen Modell greifen sollten. Immerhin stehen dem S8 dank Fast Charge binnen 60 Minuten 70% der Kapazität zur Verfügung.

 

Fazit und Alternative

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Christian Müller:

Der Kunde hat die Qual der Wahl. Soll es ein S8 von Homtom, von Blackview oder von Leagoo sein. Alle 3 Geräte haben ihre Stärken und Schwächen. Technisch gesehen sind sie alle beinahe identisch.

Wirklich gegen einen Kauf des Leagoo S8 spricht eigentlich nichts. Man muss allerdings ein paar Abstriche in Bezug auf Display und Kamera in Kauf nehmen. Mittlerweile kann man sich ja inzwischen schon freuen, wenn die angepriesene Dual Kamera tatsächlich vorhanden ist. Das Leagoo besitzt sogar eine Dual Kamera vorn, sowie eine auf der Rückseite. Irritierend ist allerdings der Nutzen davon. Die zwei zusätzlichen Kameras lösen nur mit 2 MP auf und es können nur schwarz/weiß Aufnahmen geschossen werden. Diese Bilder sind weder schön, noch erfüllen diese Kameras irgendeinen weiteren Sinn, außer dem Zweck des Marketings. Der Bokeh-Effekt ist wieder einmal nur ein 0815-Filter. Für normale Farb-Aufnahmen ist das Smartphone jedoch ausreichend.

Insgesamt stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis. Die gute Verarbeitung, der für alle Standardapplikationen und -aufgaben vorhandene SoC und die Unterstützung aller wichtigen LTE-Bänder sprechen für einen Kauf des Gerätes. Man sollte allerdings beachten, dass der Akku nicht besonders ausdauernd ist.

78%
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Display 70 %
  • Leistung und System 90 %
  • Kamera 75 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 60 %

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Marcus GerschewskiJano NymJörg Letzte Kommentartoren
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Marcus Gerschewski
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Marcus Gerschewski

Hallo auch ich würde mich freuen wenn ihr die Pro Version mal kurz antesten könntet, und da ein Fazit zu abgibt, danke, ein treuer Leser der Seite chinahandys.net.

Dank euch habe ich mir das Xiaomi Redmi 5plus gekauft und bin mehr als zufrieden.

Macht weiter so

Jano Nym
Mitglied
Mitglied
Jano Nym

Wie sieht es denn mit der Pro-Version aus? Testet ihr die auch noch?

Jörg
Gast
Jörg

Maleware vorhanden und dann 78%? Malware ist grundsätzlich ein Grund den Hersteller von seiner Einkaufsliste zu streichen. So wie Doogee der auf meiner persönlichen Blacklist steht.