Meiigoo hat sich mit dem Note 8 optisch seinen Namensvetter aus dem Hause Samsung als Vorbild genommen, man könnte hier sogar von einem Klon sprechen. So verfügt das Meiigoo Note 8 ebenfalls über gebogenes 2.5D Glas und einem 18:9 Bildschirm, wenngleich auch keinen randlosen. In Sachen Leistung siedelt sich das Meiigoo entgegen seinem Vorbild aber eher in der unteren Mittelklasse an. Was das Smartphone wirklich kann, erfahrt Ihr im Testbericht.

Design und Verarbeitung

Meiigoo Note 8 FarbenDas Meiigoo Note 8 ist trotz einer Displaygröße von 5,99 Zoll handlich. Gerade mal 159 x 75,8 x 8,2 mm misst das Gerät und ist dabei 196g schwer. Die geschwungene Rückseite trägt ebenfalls zu einem guten Gefühl in der Hand bei. Durch das 18:9 Format lässt sich das Smartphone tatsächlich noch mit einer Hand bedienen. Erhältlich ist es in den Farben schwarz, gold und blau.

Dass das Meiigoo dem Samsung Note 8 sehr ähnlich sieht, haben wir schon geklärt, aber kann es auch mit seiner Verarbeitung überzeugen? Hauptsächlich setzt Meiigoo bei seinem Gerät auf Plastik, lediglich der Rahmen besteht aus Metall. Die Verarbeitung ist passabel und größere Spaltmaße sind bei unserem Testgerät nur an der Oberseite des Rahmens, der hier nicht ganz sauber mit der Rückseite abschließt. Die Ausfräsungen für den USB Anschluss wurde hingegen nicht sauber abgeschliffen und ist dadurch ziemlich scharfkantig.

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Der Meiigoo Schriftzug prangt auf der Rückseite direkt unter der Dual-Kamera, die wie beim Samsung-Pendant ziemlich protzig wirkt. Direkt daneben liegt der schmale Fingerabdrucksensor und der LED-Blitz. Die Vorderseite besteht hauptsächlich aus einem – dem großen Display. Darüber befinden sich die Frontkamera, die Hörmuschel und die üblichen Sensoren. Ebenfalls positiv ist, dass auch an eine Benachrichtigungs-LED wurde gedacht. Neben dem Helligkeitssensor liegt, rein der Optik nach, ein IR-Sensor, der die Gesichtserkennung bei schlechtem Licht verbessern soll. Allerdings stellt dieser sich im Test als Fake heraus. Meiigoo hat hier rein für die Ähnlichkeit zum Vorbild eine schwachleuchtende, rote LED verbaut, um den Anschein eines Sensor zu erwecken.

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Auf der rechten Seite befindet sich der Powerbutton , Lautstärkewippe und Sondertaste sind auf der linken Seite untergebracht. Die Buttons sitzen fest im Gehäuse und verfügen über einen guten Druckpunkt – hier stimmt die Verarbeitung.

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Auf der Unterseite liegen der USB-C Anschluss und die Öffnung für den Lautsprecher. Einen Kopfhörereingang gibt es ebenfalls. Die Oberseite ist bis auf den SIM-Schacht clean geblieben. Das Klangbild des Lautsprechers ist recht passabel. Mitten und Höhen sind gut, Tiefen gibt es aber fast nicht. Auch wenn Meiigoo dem Note 8 zwei Öffnungen auf der Unterseite spendiert hat, so verfügt das Gerät nicht über einen Stereolautsprecher. Ingesamt ist die Verarbeitung des Meiigoo Note 8 noch als gut zu bezeichnen, ein paar kleine Mängel gibt es allerdings, womit die Meiigoo Note 8 Lieferumfang 1Verarbeitungsqualität nicht auf dem Niveau des Idols liegt.

Lieferumfang des Note 8:

  • Netzteil
  • USB-C Kabel
  • Silikonhülle
  • SIM-Pin
  • Displayschutzfolie

Display des Meiigoo Note 8

Das Note 8 kommt mit einem gigantischen 5,99“ Full-HD Display daher, welches im 18:9 Format mit 2160×1080 Pixeln auflöst. Auf dem IPS LCD Panel ergibt sich ein gestochen scharfes Bild mit 402 PPI, an dem es nichts zu bemängeln gibt. Die Farben wirken kräftig und auch die maximale Helligkeit reicht locker aus, um bei direkter Sonneneinstrahlung noch etwas zu sehen. Dafür sprechen auch die 626 des Displays (weißer Bildschirm). Auch die Schwarzwerte sind mit 4 Lux nicht schlecht.

Wer den Farbton, Kontrast oder Sättigung auf seine Bedürfnisse anpassen möchte kann auf MiraVision zurückgreifen.

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Das Panel des Meiigoo verarbeitet ganze 10 Berührungspunkte gleichzeitig und reagiert flott auf jede Eingabe. Entgegen seines Vorbilds gibt es hier leider kein randloses Display, durch die abgerundete Oberfläche wirken die seitlichen Ränder aber dennoch sehr schmal.

Das Display des Note 8 ist also durchaus gelungen, was Farben, Helligkeit und Schärfe angeht. Das direkte Vorbild ist ein randloses Display, dessen Ränder abgerundet sind und gerade dieses randlose Design fehlt bei dem Klon.

Leistung des Meiigoo Note 8

Im Inneren des Meiigoo Note 8 werkelt ein Mediatek MT6750T, dessen 8 Cortex A53 Kerne in zwei Cluster unterteilt wurden, die mit jeweils 1 Ghz beziehungsweise 1,5 Ghz takten. Unterstützt wird er von einer Mali T860 GPU und 4GB RAM. Letzterer wird mit 3,8 GB/s beschrieben und ist somit im Durchschnitt der aktuellen Preisklasse. Die Daten finden auf 64GB Platz, der bei Bedarf mit Verzicht auf die Dual-SIM Funktion, erweitert werden kann. Die Lesegeschwindigkeit des internen Speichers ist mit 97 MB/s etwas langsam, die Schreibgeschwindigkeit mit 131 MB/s in Ordnung.

Das Meiigoo Note 8 ist kein Leistungskiller. Der Prozessor ist bereits etwas in die Jahre gekommen, verrichtet aber noch einen soliden Job bei Standardaufgaben und nicht ganz so anspruchsvollen Spielen. Die Größe des RAMs ist üppig genug, um auch viele Apps gleichzeitig geöffnet zu lassen. Unter Volllast wird das Smartphone nach einiger Zeit ziemlich heiß und die 60°C, die der Prozessor erreicht, sind deutlich zu spüren.

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System

Auf dem Smartphone läuft ein stark angepasstes Android 7, welches mit unterschiedlichen Themes im Style angepasst werden kann. Allerdings gibt es keine Themes-App, wie das oft der Fall ist. Somit steht scheinbar nur die vorinstallierte Auswahl zur Verfügung und kann nicht mit neuen Themes ergänzt werden. Auf einen App-Drawer wurde verzichtet, weshalb die Apps direkt auf dem Homescreen abgelegt werden. Das System an sich ist flott, allerdings lässt die Reaktionsfreude ab und an nach und es wird träge. Noch dazu wurden manchmal Einstellungen, wie z.B. die Dauer bis zum Display-Standby zurückgesetzt. Positiv hingegen ist, dass Meiigoo etliche Sonderfunktionen mit sich bringt. Dazu gehören die Gestensteuerung, die die Navigation, das Annehmen von Anrufen oder auch das Stummschalten von Anrufen ohne Toucheingabe ermöglicht. Auch eine Gesichtserkennung ist mit an Bord, die allerdings auch mit einem Foto getäuscht werden kann. Trägt man zur Einrichtung der Sperre keine Brille und möchte das Smartphone mit getragener Brille entsperren, gelingt dies nicht. Die Sondertaste an der linken Seite ist übrigens nur zum Öffnen und Auslösen der Kamera in der Lage, andere Funktionen können ihr nicht zugewiesen werden.

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Das System kommt zwar ohne vorinstallierte Bloatware, dafür verstecken sich zwei Trojaner im System und zwar direkt im Launcher und in der Mikrofon-App. Allein deswegen ist das Meiigoo Note 8 NICHT zu empfehlen.


Da wir in der Vergangenheit schon mal Meiigoo-Geräte hatten, die nicht verseucht sind, könnte es sich auf unserem Testgerät eventuell um eine nicht originale ROM handeln, eine offizielle ROM war allerdings noch nicht zu beschaffen. Sollte es soweit sein, eine offizielle ROM zu bekommen, werden wir den Testbericht natürlich aktualisieren.

Kamera

Die Kamera ist wohl das enttäuschenste Element des Smartphones. Die Hauptkamera löst mit 13MP (interpoliert 16 MP) und schießt leider keine guten Fotos. Sämtliche Bilder rauschen recht stark, löst man den Fokus selbstständig durch Tippen aus, werden die Bilder zu 90% überbelichtet. Fokussiert das Handy selbstständig auf einen Punkt, werden Bilder zumindest in diesem Punkt deutlich besser. Ansonsten werden Bilder generell nicht besonders farbecht. Die zweite Kamera ist übrigens ein Fake und Bokeh-Shots werden rein durch die Software erzeugt.

Die Frontkamera löst mit 5MP (interpoliert 8MP) auf. Die Selfies werden ebenfalls nicht besonders gut. Bilder verrauschen noch stärker und sehen aus wie von einem Smartphone von vor etlichen Jahren. Auch die Farben sind bei der Frontkamera alles andere als kräftig.

Konnektivität

Das Meiigoo Note 8 unterstützt alle für Deutschland nötigen 2G, 3G und 4G Frequenzen, die man zum Betrieb in Deutschland braucht. Damit ist auch das wichtige Band 20 mit an Bord. Im Meiigoo finden zwei Nano-SIM Karten Platz oder bei erweitertem Speicher nur eine.

passende MicroSDs auf

Der Empfang ist durchweg gut und die Qualität der Verbindung ok. Anrufer sind gut zu verstehen, ich wurde aber oft als etwas dumpf wahrgenommen.

Das GPS des Meiigoo ist top, ein Fix ist innerhalb weniger Augenblicke hergestellt und die Navigation erfolgte ohne große Abweichungen. Die Navigation zu Fuß unterstützt der elektronische Kompass. Generell hat Meiigoo an Sensoren nicht gespart. So wurden neben den Standardsensoren (Beschleunigungs-, Licht- und Nährungssensor) auch ein Gyroskopsensor, E-Kompass und Fingerabdrucksensor verbaut. Dieser funktioniert recht zuverlässig bei 9 von 10 Versuchen.

Bluetooth funkt mit dem Standard 4.0 und lässt sich problemlos mit meiner Soundanlage verbinden. Nur mit der Freisprecheinrichtung im Auto gab es ab und an Probleme, da sich das Note 8 zwischenzeitlich abmeldete und eine erneute Anmeldung verweigerte. Beim WLAN werden die Standards a/b/g/n unterstützt.

Akku

Der Akku des Meiigoo Note 8 wird mit 3300 mAh angegeben. Messen konnte ich leider nur circa 2100. Dieser Wert wird auch vom Akku Benchmark gestützt, in dem das Gerät lediglich 4h 15 durchhielt. Das ist ein absolutes No-Go und auch im Alltag überzeugt der Akku nicht mit seiner niedrigen Kapazität. Bei intensiver Nutzung kommt man nicht einmal über den Tag und muss auch schon mal zwischendurch an die Steckdose. QuickCharge beherrscht das Note 8, braucht aber für den kleinen Akku trotzdem noch 1,5h zum Laden.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Fazit und Alternative

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Mathias:

Das Meiigoo Note 8 sieht zwar stark aus wie sein Namensvetter aus dem Hause Samsung, spielt aber in einer weit niedrigeren Liga und kommt bei weitem nicht an die Qualität des Koreaners heran. Auch wenn die Funkstandards und Sensoren auf guten Niveau sind, fehlt es an Leistung, einer passablen Kamera und vor allem Ehrlichkeit. Eine gefakte Akkugröße und ein verseuchtes System sind eine klare Warnung vor diesem Gerät, für den Preis gibt es Besseres! Ein Blick in unsere Bestenlisten zeigt Euch schnell andere Smartphones, die im Gegensatz zum Meiigoo Note 8 einen Kauf wert sind.

62%
  • Design und Verarbeitung 80 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 30 %
  • Kamera 40 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 40 %
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Simon M.
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Simon M.

Ich weis ja nicht was bei euch ORIGINALGETREUER NACHBAU heißen soll
Nur das design der kameraleiste und des fas isg gleich