Mittlerweile dürfte es den meisten bekannt sein, dass China die erste Adresse für kostengünstige Elektronik geworden ist. Dennoch haftet den Asiaten immer noch das Image an, dass dort viele Billig-Produkte mit schlechter Qualität auf den Markt losgelassen werden. Aus diesem Grund interessieren sich viele Käufer für Produkte kleinerer Firmen aus Europa, die eine bessere Preis-/Leistung als die Bigplayer bei solider Qualität versprechen. Eine dieser Firmen ist Wiko, ein französischer Hersteller, der auch in Deutschland erfolgreich seine Smartphones vertreibt. In einschlägigen Internet-Foren werden die Handys als Alternativen zu den Xiaomi Redmi Modellen behandelt und auch wir wurden von einigen Nutzern gebeten, die Geräte von Wiko einem Vergleich mit den Topsellern von Xiaomi zu unterziehen.

Wir haben uns daher das neue Wiko View XL besorgt, um in einem ausführlichen Testbericht zu klären, wie gut sich das Handy im Vergleich mit der China-Konkurrenz schlägt. In Deutschland kann das Wiko View XL für etwa 170€ direkt auf Amazon gekauft werden. Für diesen Preis erhält man ein zeitgemäßes 18:9 Display mit HD-Auflösung, 3GB RAM, 32GB Speicher und einen Snapdragon 425 Prozessor. Wie sich das Handy im Praxistest schlägt, erfahrt Ihr im Folgenden.

Design und Verarbeitung

WIKO View XL Display 3

Das Wiko View XL ist mit einem 6 Zoll Display ein sehr großes Handy, das sich an Nutzer richtet, die ihr Smartphone gerne und oft benutzen. Mit Maßen von 158 x 76 x 8,2mm ist es genauso groß wie das aktuelle Xiaomi Redmi 5 Plus. Angesichts des großen Displays ist das Handy aber angenehm kompakt gehalten. Auch wenn die einhändige Bedienung zuweilen etwas schwierig ist. Die Verarbeitung des Handys ist für 180€ durchaus angemessen und macht in der Hand einen hochwertigen Eindruck. Vermutlich hat man sich in punkto Design an Xiaomi orientiert, denn das Wiko View XL hat große Ähnlichkeiten mit dem Redmi 5 Plus.

Der Rahmen des Smartphones besteht aus Kunststoff. Auf diesen ist der Rückdeckel aus Metall aufgesetzt. Zur Verbesserung des Empfangs wurde an der Ober- und Unterseite eine Kunststoff-Kappe angebracht. Diese wird noch einmal von einem helleren Kunststoffstreifen in grauer Farbe durchzogen. Der Zweck dieses Streifens ist mir nicht ganz ersichtlich – vermutlich will man die Antennenstreifen teurer Modelle nachahmen, was meiner Ansicht nach aber eher ein optischer Störfaktor ist. Nichtsdestotrotz ist dies Meckern auf hohem Niveau, denn die Verarbeitung des Handys ist ansonsten durchaus gelungen. Das Handy ist solide gebaut und hat keine störenden Spaltmaße. Die Buttons auf der rechten Seite bestehen ebenfalls aus Kunststoff und haben einen guten Druckpunkt.

WIKO View XL Design und Verarbeitung 5WIKO View XL Design und Verarbeitung 4 WIKO View XL Design und Verarbeitung 3 WIKO View XL Design und Verarbeitung 2

Eine positive Überraschung offenbart sich zudem beim Herausnehmen des SIM-Slots. Dieser ist ein 3-in-1 Einschub, in den man zwei Nano-SIM Karten und eine MicroSD einsetzen kann. Die Rückseite ist nicht abnehmbar und der Zugriff auf den Akku bleibt verwehrt. Auf der Unterseite gibt es einen klassischen Micro-USB Anschluss. Schade, da in der Preismarke jenseits der 150€ unter den Chinahandys schon der USB-Type C Anschluss zum Standard geworden ist. Dafür gibt es aber noch einen guten alten 3,5mm Klinken-Anschluss und eine Benachrichtigungs-LED.

Lieferumfang

WIKO View XL Testbericht

Im Lieferumfang des Smartphones ist folgendes Zubehör enthalten:

  • Netzteil
  • Kopfhörer
  • Kurzanleitung
  • Micro-USB Kabel

Display

WIKO View XL Display 2

Das Display des Wiko View XL ist mit 6 Zoll zweifelsfrei verdammt groß. Mit knapp 15cm Bildschirmdiagonale hat man so jede Menge Platz für Videos, Apps und Texte. Optisch wird das Display von den abgerundeten Ecken aufgewertet. Etwas schade ist, dass nur eine HD-Auflösung von 1440×720 Pixel vorhanden ist. Mit einer Pixeldichte von 268ppi sind durchaus noch einzelne Bildpunkte zu erkennen. Auch dies ist unter den Chinahandys in dieser Preisklasse nicht mehr vorzufinden. Im Praxiseinsatz kann das Display dennoch überzeugen. Das große 18:9 Format sorgt für eine angenehme Bedienung. Klassische Soft-Touch Buttons sind nicht mehr vorhanden. Dafür kann das Wiko View XL mit On-Screen Buttons bedient werden, deren Position auch in den Einstellungen festgelegt werden kann. Die Farbwiedergabe ist von Werk aus recht ausgeglichen und liefert ein gutes Bild. Die Farben sind allerdings etwas kalt, was nicht jedermanns Geschmack sein muss. Leider gibt es keine Einstellung, die Farbdarstellung den eigenen Vorlieben anzupassen. Hier wäre ein entsprechendes Tool, wie MiraVision, eine sinnvolle Beigabe gewesen.

Wiko View XL System and Benchmarks 5Das IPS-Display verfügt über eine gute Blickwinkelstabilität. Die Helligkeit des Smartphones liegt im Durchschnitt und der Einsatz im Sonnenlicht sollte unter den meisten Lichtbedingungen kein Problem sein. Das Displayglas ist zudem von kratzfestem Glas geschützt. Eine Bearbeitung mit dem Schraubenzieher hinterlässt keine Spuren, sodass das Handy auch problemlos mit dem Schlüssel in die Hosentasche gepackt werden kann. Als Bonus Funktion gibt es zudem einige Smart-Wake Features, mit denen das Handy direkt aus dem Standby verschiedene Funktionen starten kann.

In punkto Display kann das Wiko View XL trotz der geringen Auflösung durchaus eine gute Bewertung einheimsen. Zwar ist die Schärfe nicht auf einem Level mit gleichteurer Konkurrenz aus China, dafür kann das Panel aber in jeder anderen Hinsicht überzeugen.

Leistung

Wir kommen jetzt zu dem Teil des Testberichts, in dem es durchaus kritisch für das Wiko View XL wird. Das Smartphone hat einen Snapdragon 425 Prozessor verbaut, der von 3 GB RAM und 32 GB internem Speicher unterstützt wird. Die CPU wird seit Anfang 2016 in Smartphones verbaut und basiert auf vier Cortex A53 Kernen à 1,5 GHz. Es handelt sich um um einen Low-Budget Prozessor, der eigentlich nichts in Smartphones über der 150€ Marke zu suchen hat. Xiaomi etwa verbaut den Snapdragon 435 derzeit in seinem Ultra-Low Budget Gerät Xiaomi Redmi 5a. Der Verkaufspreis liegt derzeit bei 80€! Man bekommt also mit dem Wiko die gleiche zentrale Recheneinheit wie in chinesischen Konkurrenten zum halben Preis. Mit einem Preis von 180€ muss man da eigentlich bereits andere Konkurrenten zum Vergleich heranziehen. Hier wären derzeit das Xiaomi Redmi 5 Plus, Xiaomi Mi A1 oder das Vernee Mars Pro die entsprechenden Vergleichsgeräte. Wie sich in den Benchmarks zeigt, verfügen diese Handys – zumindest von der theoretischen Performance – über gut und gerne doppelt so viel PS unter der Haube.

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Die Frage, die wir uns vor dem Testbericht stellten, ist, ob das Wiko dies mit einer guten Systemoptimierung wieder wettmachen kann. Bereits eine viertel Stunde nach der Inbetriebnahme war jedoch klar, dass die Antwort auf diese Frage „nein“ lautet. Das System ruckelt bereits leicht, wenn man durch die Homescreens scrollt – ein Effekt, der auf dem deutlich günstigeren Xiaomi Redmi 5a nicht auftritt. Hier hat der Hersteller also noch etwas Optimierungsarbeit zu leisten. Bei aller Kritik muss natürlich auch gesagt werden, dass die Performance keinesfalls katastrophal schlecht wäre. Das System ist einfach etwas träge unterwegs und gönnt sich häufig die ein oder andere Wartesekunde.

Was die verbauten Speichermodule angeht, ist das Wiko zwar nicht gerade mit einer großen GB-Zahl ausgestattet, immerhin handelt es sich aber um schnellen Speicher. So bringt es der intere Speicher auf eine Geschwindigkeit von 186MB/s im Lesen und 145 MB/s im Schreiben. Der Arbeitsppeicher ist mit 3,8GB/s durchschnittlich schnell.

Bei der Low-End Ausstattung sollte klar sein, dass das Wiko View XL kein Handy für Gamer ist. Grafisch aufwendigere Spiele wie Asphalt 8 oder RealRacing lassen sich mit der Adreno 405 GPU zwar zocken – allerdings nur, wenn man die Grafikeinstellungen auf die niedrigste Stufe setzt. Der Leistung des Handys entsprechende Games sind eher Angry Birds und Temple Run.

In punkto Leistung steht das Wiko View XL weit hinter dem zurück, was man von den chinesischen Konkurrenten geboten bekommt. Leider kann der Hersteller diesen Vorsprung auch nicht durch eine gute Systemoptimierung rausholen.

System

Was das System angeht, hat Wiko den größten Teil des Android-OS 7.1 in seinem ursprünglichen Zustand belassen, was mir persönlich gut gefällt. Die Oberfläche ist aufgeräumt und übersichtlich. Die Schnellstartleiste wurde nicht verändert und das Einstellungsmenü nur durch wenige Zusatzfunktionen erweitert. Die App-Icons wurden vom Hersteller angepasst und haben ein kreisrundes Layout. Leider wird diese Optik nicht konsistent auf neuinstallierte Apps angewendet, sodass man nach der Einrichtung die Hälfte der App-Icons im Wiko-Layout und die andere Hälfte im Standard-Layout präsentiert bekommt. Diese Nachlässigkeit sollte der Hersteller zugunsten eines homogenen Looks besser beseitigen. Ansonsten bekommt man aber ein einsteigerfreundliches System, das Smartphone-Neulinge nicht mit zu vielen Features verwirrt. Auf der anderen Seite muss man natürlich sagen, dass es nicht im Ansatz so viele Zusatzfunktionen gibt, wie bei den Systemen der großen Hersteller.

Wiko View XL System and Benchmarks 3 Wiko View XL System and Benchmarks 4 Wiko View XL System and Benchmarks 7

Die größte Erweiterung, die Wiko am System vorgenommen hat, ist eine weiterer Homescreen, der wichtige Informationen für den Nutzer zusammenfasst. Hier sieht man zum Beispiel die meistgenutzten Apps, Kontakte, das Wetter oder anstehende Termine. Eine nette Erweiterung, die sich durchaus gut in das System einfügt.

Wiko View XL System and Benchmarks 23Wiko View XL System and Benchmarks 22 Wiko View XL System and Benchmarks 1

Was mich anfangs an dem System sehr gestört hat, sind die vorinstallierten Werbeangebote. Bevor man das Wiko View XL gründlich aufgeräumt hat, bekommt man ständig „Nachrichten“ der vorinstallierten Drittanbieter-Apps, die einen über neue Games oder Gewinnspiele informieren. Glücklicherweise kann man die Softwareangebote der Drittanbieter einfach deinstallieren. Danach hat man ein aufgeräumtes System zur Verfügung, sodass nach der Einrichtung keine weitere Beeinträchtigung mehr vorhanden ist.

Kamera

Das Wiko View XL hat eine 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite und eine 16 Megapixel Selfie-Kamera verbaut. Über die verwendeten Sensoren oder die Blendenöffnung gibt es seitens des Hersteller keine Angaben. Die Kamera-Qualität erweist sich im Test als durchschnittlich. Die Bilder haben eine brauchbare Schärfe. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass die Konturen häufige sehr weich gezeichnet wurden. Zudem gibt es gelegentlich Probleme beim Weißabgleich, was dazu führt, dass der Himmel manchmal komplett einfarbig dargestellt wird, oder dass weiße Objekte sehr unscharf erscheinen. Auch erscheinen viele der Bilder häufig sehr trüb, was vermutlich an einer kleinen Blendenöffnung liegt. Davon abgesehen lassen sich bei Tageslicht aber brauchbare Aufnahmen mit dem Wiko machen. Aufnahmen mit wenig Licht neigen leider dazu, stark verwaschen zu sein. Dies ist allerdings typisch für den Preisbereich.

Die Bilder der 16 Megapixel Frontkamera können auf den ersten Blick überzeugen. Sie haben eine gute Schärfe und eine satte Farbdarstellung. Häufig kommt es dazu, dass das Gesicht nicht ganz scharf gestellt wird. Auch dann sind die Bilder allerdings noch zu gebrauchen.

Konnektivität

WIKO View XL Sim Slot 3 1Das Wiko View ist ein Dual SIM Handy. Es lassen sich, wie von den chinesischen Pendants bekannt, zwei SIM-Karten gleichzeitig in dem Handy betreiben. Dabei werden alle in Europa wichtigen LTE Frequenzen unterstützt. Positiv ist zudem, dass die zweite SIM-Karte nicht der Slot zur Speichererweiterung belegt, sodass man zusätzlich noch eine Micro-SD Karte in das Handy einfügen kann. Der Netzempfang war zu jeder Zeit ausreichend und es konnte fast immer eine Verbindung zum 4G-Netz hergestellt werden. Beim Telefonieren zeigt das Wiko View XL eine durchschnittliche Gesprächsqualität. Auch die Freisprechfunktion kann verwendet werden.

Der Mono-Lautsprecher auf der unteren Seite produziert einen ausgewogenen Klang. Auch auf höchster Lautstärke gibt es kaum Verzerrungen, lediglich der Bass kommt etwas kurz. Schließt man Kopfhörer an das Handy an, bekommt man ebenfalls einen brauchbaren Klang geliefert. Zur drahtlosen Verbindung steht weiterhin Bluetooth 4.2 und Wifi mit b/g/n (2,4GHz) Standard zur Verfügung. Die Empfangsstärke ist durchschnittlich und es gab hier während der Testphase keine Probleme.

Ebenso kann das Handy bei der Navigation überzeugen. Ein ausreichend starkes GPS-Signal wird in kurzer Zeit gefunden und die Standortbestimmung verläuft fehlerfrei. Zur Erleichterung der Fußgängernavigation ist zudem ein E-Kompass vorhanden.

Akku

Das Wiko View XL ist mit einem 3000mAh Akku ausgestattet. Für ein 6 Zoll Smartphone ist dies nicht besonders viel. Auf der anderen Seite ist das Display durch seine niedrige Auflösung energiesparend und auch der langsame Snapdragon 425 hat nur einen geringen Verbrauch. Insgesamt kommt das Wiko View XL zu einer durchschnittlichen Akku-Leistung. Über den Tag verteilt kann das Smartphone gute 3 bis 4 Stunden aktiv verwendet werden, ohne dass vor Ende des Tages die Lichter ausgehen. Das Abspielen eines einstündigen Youtube-Videos braucht bei halber Helligkeit 14 Prozent Akku und im PC-Mark Battery Test hält das Handy ebenfalls nicht ganz 7 Stunden durch.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Die Leistung des Akkus ist also für den Normal-Nutzer ausreichend. Gleichzeitig steht das Wiko View XL hinter dem Redmi 5 Plus gewaltig zurück. Und das bei gleicher Größe und erheblich niedriger Bildschirmauflösung. Eine wirklich gute Note kann das View XL daher auch hier nicht einheimsen. Ein brauchbares Ergebnis ist es dennoch. Zum Aufladen benötigt das Smartphone 2:10h. Auch hier ist man von Quick-Charge noch weit entfernt.

Fazit und Alternative

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Joscha Becking:

Das Wiko View XL ist zweifelsfrei ein gutes Handy. Allerdings kann bei dem Handy keinesfalls von guter Preis-/Leistung gesprochen werden. Was man für 180€ geboten bekommt, ist etwa auf einem Niveau von dem, was man auch von Samsung und Co. kriegt. Wenngleich das Handy mit einem brauchbaren Design, einem sauberen Android und passabler Geschwindigkeit keinen schlechten Eindruck hinterlässt, gibt es für mich keinen Grund, eine Kaufempfehlung auszusprechen. Zieht man einen Vergleich mit dem Xiaomi Redmi 5 Plus, das mit seinem 6 Zoll Display der direkte Konkurrent zum Wiko ist, geht das französische Smartphone in nahezu allen Bereich gnadenlos baden. Der Prozessor ist erheblich langsamer, das Display ist deutlich weniger scharf und das System läuft auch nicht ganz so rund. Selbst das Argument, dass man bei Wiko Garantie und Versand aus Deutschland bekommt, ist hier schlichtweg fehl am Platz. Für 180€ bekommt man bei Amazon.de ein Xiaomi Redmi Note 4X mit Garantie und Versand aus Deutschland, das das Wiko ebenfalls in allen Bereichen vernichtet. Bestellt man ein Smartphone aus China, bekommt man bereits für 130€ bessere Geräte.

75% Okay
  • VERARBEITUNG UND DESIGN 80 %
  • DISPLAY 80 %
  • BETRIEBSSYSTEM UND PERFORMANCE 60 %
  • KONNEKTIVITÄT UND KOMMUNIKATION 90 %
  • KAMERA 70 %
  • AKKULAUFZEIT 70 %

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Gast
Harry

Ich hatte das Xiaomi 3S. War ein tolles Telefon…wenn es nicht so gravierende Mikrofonprobleme gehabt hätte. Auch nach fast 6 Monaten haben sich immer wieder Leute beschwert, die mich teilweise nicht verstanden haben. Egal ob übers eingebaute Mikro oder über Headset. Nichts funktionierte zuverlässig. Gleiches galt für Videoaufnahmen. Verzerrter, teilweise kaum verständlicher Ton. Das war das KO Kriterium für das Xiaomi. Als Ersatz wollte ich mir das Xiaomi 5X holen. Aber auch dort las man von ähnlichen Problemen. mal abgesehen, das es kein FM Radio mehr hat.
Dann hab ich das Wiko Prime (ohne XL) für 159€ bei Media Markt gesehen. Optisch echt schick, kompakte Größe bei großem Display. Außer mit Headset, funktioniert das Mikro einwandfrei. Zugegeben ist der Prozessor echt lahm und die Kamera funktioniert nur bei ausreichend Licht vernünftig (habe selten eine so schlechte Rückseiten Cam bei schwachem Licht in einem Smartphone gehabt) Es hat aber ein FM Radio mit RDS (gabs gar nicht bei Xiaomi) und alles andere wichtige funktioniert zuverlässig.
Hätte das Xiaomi gut funktioniert, wäre Wiko keine Alternative. Da ich mein Smartphone aber auch viel zum telefonieren nutze, ist eine zuverlässig Telefonfunktion ein muss. Und das hapert es leider beim Xiaomi.
Dazu hält das Wiko trotz „normalem“ Akku auch mal 4-5 Tage durch (bin kein Poweruser und schalte WLAN und Datennutzung nur bei Bedarf ein). Da kann es durchaus mit dem Xiaomi mithalten. Evtl. ein Vorteil des schwachen Prozessors.

Alles in allem, ist das Wiko ok. Ich denke aber, das viele ähnliche Smartphones wesentlich besser sind und ich es mir wegen der Headset- und Cameraprobleme und wegen des schwachen Prozessors nicht erneut kaufen würde.

Gast
Harry

Sorry, hab das Wiko Viiw Prime und nicht das Wiko View!

Gast
Stephan

Es war klar, dass das Wiko hier nicht gut wegkommt. Wiko bietet vernünftige Handys mit für Deutschland sehr günstigen Preisen. Dass ein Gerät, welches über den Preis verkauft wird, nicht mit einem auch für chinesische Handys sehr günstigem (und gutem) Gerät von Xiaomi mithalten kann, ist logisch. Zum Vergleich sollte eher ein „normal teures“ Smartphone aus China genommen werden. Und wer vergleicht, welche Ausstattung Wiko (und andere günstige Anbieter) im Vergleich zu Samsung, Sony, HTC und anderen „guten“ Herstellern bieten, kann auch nicht sagen, dass Wiko und Samsung Handys gleich viel kosten. Und ja, für die meisten Menschen zählt die Garantie in Deutschland mehr als die letzten paar Euro im Preis. Wenn Frau Schulzes 100 Euro Handy kaputt ist, geht die dahin, wo es gekauft wurde und lässt es auf Garantie/Gewährleistung reparieren oder tauschen. Die surft nicht auf seltsamen Seiten im Internet um sich ein gleichwertiges Handy aus China zu bestellen um 40 Euro zu sparen. Und wenn das dann nach 4 Monaten keinen Mucks mehr macht ist das Geld weg. Also nochmal 60 Euro, macht 120…

Nicht falsch verstehen, ich mag (gute) chinesische Handys. Falls ich ein neues bräuchte, würde ich mir ein Xiaomi Redmi Note 4x holen. Aber noch funktionieren mein Huawei Ascend G615 (ICS) zum telefonieren (mit viel Geduld…) und mein Archos 55 Diamond 2 Plus (75 Euro inkl. Spiderapp statt 300. Wer braucht schon Selfiecam und Helligkeitssensor?).

Wiko und Xiaomi haben einfach unterschiedliche Zielgruppen…

Gast
lazerda

Frau Schulze kauft also WIKO? Die Frau Schulze jedenfalls kauft sich, wenn überhaupt, alleine auch kein WIKO.
Frau Schulze kauft Samsung!
Genau hier liegt das Problem, WIKO spricht eben keineswegs unterschiedliche Zielgruppen an, sondern beide Marken sprechen den Käufer an, welche günstige Smartphones suchen.
In wiefern ist XIAOMI denn kein „normal teures“ Smartphone mehr?
Xiaomi hat das Exoten Dasein hinter isch gelassen bzw. bewegt es sich hier auf WIKO Niveau. Xiaomi findet durch viele junge Leute auch den Weg zu den Eltern und älteren. Sehe ich sehr gut in meinem Umfeld. Es verhält sich da wie mit dem Laptop und anderen technischen Geräten, einer „kennt sich aus“ und der wird gefragt was man den kaufen soll.

Gast
Hienzswch

Das Telefon gab es am Wochenende mit Ball für 139€ bei Mediamarkt.

Gast
Enzi

Schade, dass ihr das legendäre Wiko Lenny nie getestet habt. Diese Smartphone-Offenbahrung, der man dabei zusehen konnte, wie die Akkuprozente schon bei der Initialisierung um 50% gesunken sind. 😉

Gast
Tom

Endlich!! Das Wiko Smartphones eigentlich total überteuert und zu wenig Leistung haben wusste ich schon immer, ihr habt es endlich bestätigt.
Die Leute kaufen die, glaube ich, nur, weil sie sich einfach nicht trauen Smartphones online in China oder allgemein im Ausland zu kaufen.
Wenn es Xiaomi Phones beim Media Markt geben würde, wäre Wiko in Deutschland schon lange Geschichte!

Und jetzt könnt ihr euch solche Tests sparen, und euch wieder den wichtigen Sachen zuwenden. 😀

Gast
Klause

Bei uns in AT bekommt man Xiaomi Smartphones mittlerweile bei Conrad. Die werden über DE importiert mit Garantie in EU. Allerdings kostet dort das Redmi Note 4x auch 199€:
https://www.conrad.at/de/brandlist/xiaomi.html